BRÜSSEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Apple hat in einem Brief an die Europäische Union scharfe Kritik an den Digitalgesetzen der EU geübt. Das Unternehmen argumentiert, dass die Regelungen des Digital Markets Act (DMA) und des Digital Services Act (DSA) im Widerspruch zueinander stehen und die Sicherheit der Nutzer gefährden. Besonders betroffen seien mobile Plattformen, die durch die neuen Vorschriften anfälliger für Betrug und andere Risiken werden könnten.

Apple hat in einem kürzlich veröffentlichten Brief an die Europäische Union seine Bedenken hinsichtlich der Digitalgesetze der EU geäußert. Der iPhone-Hersteller kritisiert, dass die Regelungen des Digital Markets Act (DMA) und des Digital Services Act (DSA) im Widerspruch zueinander stehen und die Sicherheit der Nutzer gefährden. Insbesondere mobile Plattformen könnten durch die neuen Vorschriften anfälliger für Betrug und andere Risiken werden.
Der Digital Markets Act zielt darauf ab, den Wettbewerb im digitalen Raum zu stärken, indem er Unternehmen wie Apple dazu verpflichtet, Links aus Apps heraus zu ermöglichen. Dies soll den Nutzern mehr Auswahl bieten, birgt jedoch laut Apple erhebliche Sicherheitsrisiken. Das Unternehmen warnt, dass Nutzer dadurch Betrug und anderen Gefahren auf Drittplattformen ausgesetzt werden könnten, die Apple nicht kontrollieren kann.
Gleichzeitig fordert der Digital Services Act, dass digitale Plattformen Maßnahmen ergreifen, um illegale und schädliche Inhalte zu bekämpfen, insbesondere zum Schutz von Minderjährigen. Apple sieht hierin einen klaren Widerspruch: Während der DMA die Sicherheit schwächt, erwartet der DSA ein hohes Maß an Schutzmaßnahmen. Diese Diskrepanz führt laut Apple zu einer unsicheren Umgebung für Verbraucher.
Apple fordert die EU auf, die Gesetze ganzheitlich zu betrachten und nicht isoliert voneinander durchzusetzen. Das Unternehmen legt jährlich Berichte vor, in denen es die Anzahl der aus dem App Store entfernten betrügerischen Apps aufzeigt. Der aktuelle Streit zwischen Apple und der EU hat sich weiter verschärft, nachdem Apple gegen eine Strafe von über 500 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den DMA Berufung eingelegt hat.
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