WIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Wiener Börse erlebte einen Rückgang, da der ATX-Index um 0,28 Prozent fiel. Anleger sind besorgt über eine mögliche Blasenbildung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, was zu einer Debatte über die Auswirkungen auf ausgewählte Aktien führte. Besonders betroffen waren die Aktien von Lenzing und AT&S, die nach Kurszielsenkungen durch die Berenberg Bank deutlich an Wert verloren.

Die Wiener Börse schloss die Woche mit einem leichten Rückgang, wobei der ATX-Index um 0,28 Prozent auf 4.754,18 Punkte fiel. Auch der breiter gefasste ATX Prime verzeichnete Verluste und sank um 0,36 Prozent auf 2.361,33 Punkte. Diese Entwicklung spiegelt die allgemeine Unsicherheit auf den europäischen Märkten wider, die ebenfalls mit Abschlägen zu kämpfen hatten.
Ein wesentlicher Faktor für die Zurückhaltung der Anleger ist die Sorge vor einer möglichen Blasenbildung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Diese Bedenken wurden durch den Kapitalmarktstrategen Jürgen Molnar von RoboMarkets geteilt, der auf die Risiken hinwies, die mit der rasanten Entwicklung und den hohen Bewertungen in diesem Sektor verbunden sind.
Besonders hart traf es die Aktien von Lenzing, die nach einer Kurszielsenkung durch die Berenberg Bank um 5,5 Prozent auf 21,65 Euro fielen. Trotz eines Nettoverlusts von 105 Millionen Euro behielt der Analyst Sebastian Bray das Anlagevotum “Hold” bei. Noch drastischer war der Kurssturz bei AT&S, deren Aktien um 8,6 Prozent auf 27,55 Euro sanken, ebenfalls aufgrund einer negativen Einschätzung der Berenberg Bank.
Ein Lichtblick war die Aktie von Voestalpine, die um 3,8 Prozent zulegen konnte. Auch Raiffeisen zeigte sich stabiler und stieg um 1,2 Prozent. Dagegen musste Verbund einen Kursverlust von 2,9 Prozent hinnehmen, nachdem ein unerwarteter Ausfall beim Pumpspeicherkraftwerk Limberg III bekannt wurde. Andritz gab nach Neuigkeiten zur Reparaturplanung ebenfalls um 1,6 Prozent nach.
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