ADDIS ABEBA / LONDON (IT BOLTWISE) – In Äthiopien wurde der erste Ausbruch des Marburg-Virus bestätigt, der bereits tödliche Folgen hatte. Die Gesundheitsbehörden des Landes arbeiten intensiv daran, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Situation genau beobachtet.

In Äthiopien wurde kürzlich der erste Ausbruch des Marburg-Virus bestätigt, einer schweren und oft tödlichen viralen hämorrhagischen Fiebererkrankung. Die Bestätigung erfolgte nach Berichten über Fälle in der südlichen Region um die Stadt Jinka. Bislang wurden 17 Verdachtsfälle identifiziert, und es werden 129 Kontaktpersonen überwacht. Die äthiopische Gesundheitsbehörde meldete den Tod von drei Personen, während neun Fälle bestätigt wurden.
Die genetische Analyse des Virus durch das Äthiopische Institut für öffentliche Gesundheit ergab, dass es sich um denselben Virusstamm handelt, der bereits in früheren Ausbrüchen in Ostafrika aufgetreten ist. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion, um die Ausbreitung zu verhindern. Marburg-Virus gehört zur gleichen Familie wie das Ebola-Virus und wird typischerweise durch Fruchtfledermäuse auf Menschen übertragen. Eine Übertragung kann auch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder kontaminierten Materialien erfolgen.
Im Gegensatz zu Ebola gibt es derzeit keinen Impfstoff gegen das Marburg-Virus, was die Eindämmung erschwert. Die Sterblichkeitsrate liegt im Durchschnitt bei 50 %, kann jedoch in einigen Ausbrüchen bis zu 88 % erreichen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus lobte Äthiopien für seine schnelle und transparente Reaktion auf den Ausbruch und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit regionalen Gesundheitsbehörden.
Frühere Ausbrüche des Marburg-Virus wurden in Ländern wie Angola, der Demokratischen Republik Kongo, Ghana, Kenia, Äquatorialguinea, Ruanda, Südafrika, Tansania und Uganda gemeldet. Im vergangenen Jahr berichtete Ruanda von einem Ausbruch, der mindestens 66 Menschen betraf und 15 Todesfälle zur Folge hatte. Diese Vorfälle verdeutlichen die anhaltende Bedrohung durch das Virus in der Region und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit zur Bekämpfung solcher Gesundheitskrisen.
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