TOKIO / LONDON (IT BOLTWISE) – Die asiatischen Börsen stehen unter erheblichem Druck, da Zinssorgen aus den USA und steigende Inflationsraten in Japan die Märkte belasten. Besonders betroffen sind die technologieaffinen Handelsplätze in Taiwan und Südkorea, die unter den schwachen Vorgaben aus den USA leiden. Die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank hat die Hoffnungen auf eine Zinssenkung im Dezember schwinden lassen.

Die asiatischen Börsen erlebten vor dem Wochenende einen deutlichen Rückgang, ausgelöst durch Zinssorgen aus den USA und eine steigende Inflation in Japan. Besonders die technologieaffinen Märkte in Taiwan und Südkorea gerieten unter Druck, nachdem der Technologie-Sektor in den USA, trotz kurzfristiger Unterstützung durch die NVIDIA-Quartalszahlen, wieder Verluste verzeichnete. Die Anleger reagierten nervös auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank, das die Hoffnungen auf eine Zinssenkung im Dezember dämpfte.
In Japan stieg die Inflationsrate im Oktober leicht an, was auf die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel zurückzuführen war. Diese kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Prozent. Obwohl die Preise den Erwartungen entsprachen, markierte dies das höchste Tempo seit Juli. Der Nikkei 225 fiel um 2,4 Prozent und verzeichnete damit wöchentliche Verluste von rund fünf Prozent. Die Marktstrategen der Deutschen Bank wiesen darauf hin, dass die steigenden Preise die Unsicherheit auf den Märkten weiter verstärken.
Parallel dazu genehmigte die japanische Regierung ein Konjunkturpaket im Wert von 21,3 Billionen Yen, um die Wirtschaft zu stützen. Diese Finanzspritze heizt jedoch die Sorgen um die bereits hohe Staatsverschuldung weiter an und spiegelt sich in steigenden Anleiherenditen wider. In China sanken der CSI-300-Index um 2,44 Prozent und der Hang Seng Index um 2,21 Prozent. Marktanalysten vermuten, dass ein neues Maßnahmenpaket zur Stützung des Immobilienmarkts in Arbeit ist, was jedoch die anhaltend schwierige Situation im Land unterstreicht.
Auch Australien blieb von der Abwärtsbewegung nicht verschont, der Leitindex S&P/ASX 200 verlor 1,59 Prozent. Die Unsicherheit auf den Märkten dämpft zudem das Verbrauchervertrauen, was sich in den rückläufigen Indizes widerspiegelt. Experten betonen, dass die Kombination aus Zinssorgen und steigender Inflation die Märkte weiterhin belasten wird, solange keine klaren Signale von den Zentralbanken kommen.
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