PARIS / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Niederlande planen die Entwicklung eines mobilen Luftverteidigungssystems, das auf gepanzerten Fahrzeugen basiert, um ihre Infanterieeinheiten gegen Drohnenangriffe zu schützen. Diese Maßnahme soll eine Lücke schließen, bis die ersten Skyranger 30-Systeme von Rheinmetall im Jahr 2028 ausgeliefert werden. Der niederländische Verteidigungsminister betont die Dringlichkeit dieser Investition angesichts der zunehmenden Bedrohung durch unbemannte Luftfahrzeuge.

Die Niederlande haben angekündigt, ein mobiles Luftverteidigungssystem zu entwickeln, das auf gepanzerten Fahrzeugen basiert, um ihre Infanterieeinheiten gegen die wachsende Bedrohung durch Drohnen zu schützen. Diese Entwicklung erfolgt in Reaktion auf die steigende Zahl von Drohnenangriffen, die in Konfliktgebieten wie der Ukraine zu beobachten sind. Die niederländische Regierung plant, diese Systeme als Übergangslösung einzusetzen, bis die spezialisierten Skyranger 30-Systeme von Rheinmetall im Jahr 2028 verfügbar sind.
Die Dringlichkeit dieser Maßnahme wird durch die Berichte über die hohe Anzahl von Frontopfern durch Drohnen in der Ukraine unterstrichen. Europäische Länder suchen nach schnellen Lösungen, um ihre Bodentruppen zu schützen, bevor spezialisierte Systeme wie der Skyranger verfügbar sind. Frankreich hat kürzlich das Proteus-Anti-Drohnen-System entwickelt, das eine 20-mm-Flugabwehrkanone aus den 1970er Jahren auf einem Lkw aus den 1980er Jahren nutzt.
Der niederländische Verteidigungsminister Gijs Tuinman betonte die Bedeutung von Gegenmaßnahmen gegen unbemannte Systeme und kündigte an, dass das Verteidigungsministerium in zusätzliche C-UAS-Ressourcen investieren wird. Diese Investitionen basieren auf den Lehren aus dem Krieg in der Ukraine und umfassen die Integration von verschiedenen militärischen Komponenten wie gepanzerten Fahrzeugen, ferngesteuerten Waffensystemen und Kampfmanagementsystemen.
Die Niederlande haben bereits 22 Skyranger 30-Systeme bestellt, deren erste Lieferung für 2028 geplant ist. Die neuen mobilen Anti-Drohnen-Systeme sollen auch nach der Einführung der Rheinmetall-Luftverteidigungskanonen im Einsatz bleiben. Angesichts der zunehmenden Drohnenaktivitäten in Europa, einschließlich Vorfällen mit russischen Drohnen in Rumänien und Polen, ist diese Entwicklung von großer Bedeutung.
Zusätzlich zu den mobilen Systemen plant die niederländische Regierung den Kauf von IRIS-Anti-Drohnen-Radaren und die Investition in Abfangdrohnen. Auch die Marine soll von diesen Investitionen profitieren, indem sie in Hard-Kill-C-UAS-Systeme investiert, die zwischen kleinen Kalibern und teuren Langstreckenraketen angesiedelt sind. Diese Maßnahmen sollen die Überlebensfähigkeit der niederländischen Marineeinheiten erhöhen.
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