LONDON (IT BOLTWISE) – Eine aktuelle Studie zeigt, dass KI-Modelle in der Lage sind, Schwachstellen in Smart Contracts auszunutzen. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit, KI auch zur Verteidigung einzusetzen, um potenzielle Verluste zu minimieren.

Die jüngste Forschung von Antropic und der Machine Learning Alignment & Theory Scholars (MATS) hat gezeigt, dass KI-Modelle in der Lage sind, Schwachstellen in Smart Contracts im Wert von 4,6 Millionen US-Dollar zu entdecken und auszunutzen. Diese Erkenntnisse stammen von Anthropics Red Team, das sich darauf spezialisiert hat, wie ein böswilliger Akteur zu agieren, um Missbrauchspotenziale aufzudecken. Die Studie hebt hervor, dass kommerziell verfügbare KI-Modelle wie Claude Opus 4.5, Claude Sonnet 4.5 und GPT-5 von OpenAI in der Lage sind, Smart Contracts erfolgreich zu manipulieren.
In einem Test mit 2.849 kürzlich bereitgestellten Verträgen, die keine bekannten Schwachstellen aufwiesen, entdeckten Sonnet 4.5 und GPT-5 zwei neuartige Zero-Day-Schwachstellen und entwickelten Exploits im Wert von 3.694 US-Dollar. Die Kosten für die Nutzung der GPT-5-API beliefen sich auf 3.476 US-Dollar, was bedeutet, dass die Exploits die Kosten gedeckt hätten. Diese Ergebnisse zeigen, dass profitable, autonome Ausnutzung in der realen Welt technisch machbar ist, was die Notwendigkeit unterstreicht, KI proaktiv zur Verteidigung einzusetzen.
Die Forscher entwickelten auch den Smart Contracts Exploitation (SCONE) Benchmark, der 405 Verträge umfasst, die zwischen 2020 und 2025 tatsächlich ausgenutzt wurden. Bei Tests mit zehn Modellen produzierten diese Exploits für 207 Verträge, was zu einem simulierten Verlust von 550,1 Millionen US-Dollar führte. Die Studie legt nahe, dass die Anzahl der benötigten Tokens, um einen Exploit zu entwickeln, im Laufe der Zeit abnehmen wird, was die Kosten für diese Operationen weiter senken könnte.
Die Studie argumentiert, dass die Fähigkeiten von KI in diesem Bereich schnell zunehmen. Innerhalb eines Jahres stieg die Ausnutzungsrate von 2% der Schwachstellen im Benchmark nach März 2025 auf 55,88%, was einem Sprung von 5.000 auf 4,6 Millionen US-Dollar an Gesamtexploit-Einnahmen entspricht. Die Forscher betonen, dass die durchschnittlichen Kosten, um einen Vertrag auf Schwachstellen zu scannen, bei 1,22 US-Dollar liegen. Mit sinkenden Kosten und steigenden Fähigkeiten wird das Zeitfenster zwischen der Bereitstellung eines anfälligen Vertrags und seiner Ausnutzung weiter schrumpfen, was Entwicklern weniger Zeit lässt, Schwachstellen zu erkennen und zu beheben.
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