BERENIKE / LONDON (IT BOLTWISE) – In der antiken römischen Hafenstadt Berenike am Roten Meer wurden faszinierende Entdeckungen gemacht. Archäologen fanden Überreste von exotischen Haustieren, die einst von römischen Offizieren gehalten wurden. Diese Tiere, darunter indische Makaken, wurden mit großer Sorgfalt behandelt und sogar mit eigenen Haustieren ausgestattet.

In der antiken römischen Hafenstadt Berenike, gelegen an der Küste des Roten Meeres, haben Archäologen bemerkenswerte Entdeckungen gemacht. Sie fanden Überreste von Haustieren, die einst von römischen Offizieren gehalten wurden. Besonders auffällig sind die Überreste von indischen Makaken, die aus Regionen jenseits der Grenzen des Römischen Reiches importiert wurden. Diese Tiere wurden mit großer Sorgfalt behandelt und erhielten sogar eigene Haustiere, wie etwa Ferkel.
Die Funde stammen aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr., einer Zeit, in der Berenike von einer Gemeinschaft römischer Eliten bewohnt wurde. Die Makaken wurden mit einer Vielzahl von Grabbeigaben bestattet, was auf ihren hohen Stellenwert bei ihren Besitzern hinweist. Ein bemerkenswertes Beispiel ist das Skelett eines Makaken, das zusammen mit den Überresten eines Ferkels, großen Muscheln und einem geflochtenen Korb gefunden wurde. Diese Beigaben deuten darauf hin, dass die Tiere als fast menschlich angesehen wurden.
Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die römischen Offiziere ihre exotischen Haustiere als Statussymbole betrachteten. Ein Makake an der Leine zu haben, bedeutete, als Entdecker exotischer Länder und als Person mit außergewöhnlichen Erfahrungen und Verbindungen anerkannt zu werden. Trotz der Bewunderung für ihre Tiere hatten die Besitzer jedoch Schwierigkeiten, sie angemessen zu versorgen, was sich in Anzeichen von Unterernährung bei einigen der Tiere widerspiegelt.
Diese Entdeckungen werfen ein neues Licht auf die sozialen und kulturellen Praktiken der römischen Eliten. Sie zeigen, wie Tiere nicht nur als Begleiter, sondern auch als Symbole für Macht und Prestige genutzt wurden. Die Forschungsergebnisse wurden in der Zeitschrift Journal of Roman Archaeology veröffentlicht und bieten spannende Einblicke in die Beziehung zwischen Mensch und Tier in der Antike.
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