SHANGHAI / LONDON (IT BOLTWISE) – Chinas Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion verfehlten im November die Erwartungen, was die Sorgen um den Konsum verstärkt. Die Einzelhandelsumsätze stiegen nur um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr, weit unter den prognostizierten 2,8 %. Auch die Investitionen in Sachanlagen gingen stärker zurück als erwartet, was auf anhaltende Unsicherheiten im Immobiliensektor hinweist.

Chinas Wirtschaft steht vor neuen Herausforderungen, da die jüngsten Daten des Nationalen Statistikamts zeigen, dass das Einzelhandelswachstum und die Industrieproduktion im November hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Einzelhandelsumsätze stiegen lediglich um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr, was deutlich unter der von Reuters prognostizierten Wachstumsrate von 2,8 % liegt. Dies stellt eine Verlangsamung im Vergleich zum Vormonat dar, in dem ein Anstieg von 2,9 % verzeichnet wurde.
Die Industrieproduktion verzeichnete im November einen Anstieg von 4,8 % im Vergleich zum Vorjahr, was ebenfalls unter den Erwartungen von 5 % lag. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass der Konsum weiterhin eine Schwachstelle in der chinesischen Wirtschaft darstellt. Die Investitionen in Sachanlagen, einschließlich Immobilien, gingen im Zeitraum von Januar bis November um 2,6 % zurück, was stärker ist als der von Ökonomen geschätzte Rückgang von 2,3 %.
Der Immobilienmarkt bleibt ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Unsicherheit. Die Investitionen in Immobilien sanken in den ersten elf Monaten des Jahres um 15,9 %, was auf eine anhaltende Schwäche im Sektor hinweist. Die Preise für Neubauten in 70 großen Städten fielen im November weiter, was die Unsicherheit auf dem Markt verstärkt.
Ein weiterer Faktor, der das Einzelhandelswachstum belastet, sind die rückläufigen Autoverkäufe. Laut der China Automobile Dealers Association gingen die Autoverkäufe im November um 8,1 % zurück, was den ersten Rückgang seit drei Jahren darstellt. Dies ist teilweise auf das Aussetzen von Subventionen durch lokale Regierungen zurückzuführen.
Chinesische Politiker haben weitere politische Maßnahmen angekündigt, um die Inlandsnachfrage zu stärken und den Konsum sowie die Investitionen im nächsten Jahr anzukurbeln. Die Finanzbehörden planen die Ausgabe von speziellen langfristigen Staatsanleihen, um Projekte zur Stärkung der nationalen Sicherheit zu finanzieren und die Investitionen in Sachanlagen zu fördern.
Die Internationale Währungsfonds-Direktorin Kristalina Georgieva hat China aufgefordert, die Unterstützung für den inländischen Konsum zu beschleunigen und sich von der Abhängigkeit von Exporten zu lösen. Experten wie Eswar Prasad von der Cornell University betonen die Notwendigkeit struktureller Reformen, um das Wachstum nachhaltiger zu gestalten.
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