GENF / LONDON (IT BOLTWISE) – Das CERN plant den Bau eines neuen, gigantischen Teilchenbeschleunigers als Nachfolger des LHC. Mehrere Milliardäre, darunter Eric Schmidt und Xavier Niel, haben fast eine Milliarde Euro zugesagt, um das Projekt zu unterstützen. Diese Finanzierung stellt einen bedeutenden Schritt für die Realisierung des Future Circular Collider dar, der die Grenzen der Teilchenphysik erweitern soll.

Das europäische Kernforschungszentrum CERN steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Der Bau eines neuen, gigantischen Teilchenbeschleunigers, der den aktuellen Large Hadron Collider (LHC) ablösen soll. Dieses ambitionierte Projekt, bekannt als Future Circular Collider (FCC), hat kürzlich eine bedeutende finanzielle Unterstützung von mehreren Milliardären erhalten. Zu den Unterstützern gehören prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt, der französische Internetunternehmer Xavier Niel und der italienische Geschäftsmann John Elkann. Gemeinsam haben sie fast eine Milliarde Euro zugesagt, um die Realisierung des FCC zu ermöglichen.
Der geplante Future Circular Collider soll in einem 91 Kilometer langen Tunnel unter der Erde entstehen und Teilchen auf Energien von bis zu 100 Teraelektronenvolt beschleunigen. Dies ist ein erheblicher Fortschritt im Vergleich zu den 13,6 TeV, die der LHC in seinem dritten Lauf erreicht hat. Die Finanzierung durch private Investoren stellt für das CERN ein Novum dar und könnte den Mitgliedstaaten des Forschungszentrums die Entscheidung erleichtern, ebenfalls finanzielle Mittel bereitzustellen.
Die Bedeutung des FCC-Projekts geht über die reine Grundlagenforschung hinaus. Laut CERN-Chefin Fabiola Gianotti könnte der Bau und Betrieb des neuen Beschleunigers zahlreiche Innovationen in verschiedenen Technologiefeldern fördern und substanzielle Vorteile für die Gesellschaft mit sich bringen. Die Machbarkeitsstudie, die das CERN im Frühjahr vorgelegt hat, bestätigt die grundsätzliche Realisierbarkeit des Projekts, auch wenn die Gesamtkosten für die erste Phase auf etwa 16 Milliarden Euro geschätzt werden.
Die Entscheidung der europäischen Geldgeber über die Finanzierung des FCC wird um das Jahr 2028 erwartet. Sollte das Projekt grünes Licht erhalten, könnte der neue Teilchenbeschleuniger in den 2040er Jahren seinen Betrieb aufnehmen. Die Beteiligung von Privatpersonen an den enormen Kosten könnte ein entscheidender Faktor sein, um die notwendigen Mittel für dieses ehrgeizige wissenschaftliche Vorhaben zu sichern.
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