HOUSTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Ölpreise sind um mehr als 2 % gefallen, da Investoren eine drohende globale Überversorgung abwägen. Gleichzeitig richten sich die Augen auf ein mögliches Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland, das die internationalen Sanktionen gegen den russischen Ölsektor beeinflussen könnte. Brent und WTI verzeichnen in diesem Jahr einen erheblichen Rückgang, was auf die steigende Rohölproduktion und die damit verbundenen Sorgen um ein Überangebot zurückzuführen ist.

Die Ölpreise haben am Freitag einen Rückgang von über 2 % verzeichnet, da Investoren mit einer drohenden globalen Überversorgung konfrontiert sind. Gleichzeitig hoffen viele auf ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland, das die internationalen Sanktionen gegen den russischen Ölsektor beeinflussen könnte. Brent-Rohöl fiel um 1,60 USD oder 2,57 % auf 60,64 USD pro Barrel, während das US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI) um 1,61 USD oder 2,76 % auf 56,74 USD sank.
Obwohl Unterbrechungen in der Versorgung in den letzten Sitzungen zu einem Anstieg der Ölpreise führten, sind Brent und WTI auf dem Weg zu ihrem stärksten jährlichen Rückgang seit 2020. Die Preise sind in diesem Jahr um 19 % bzw. 21 % gesunken, was auf die steigende Rohölproduktion und die damit verbundenen Sorgen um ein Überangebot zurückzuführen ist. Analysten von Aegis Hedging betonen, dass geopolitische Prämien zwar kurzfristig Unterstützung bieten, aber das zugrunde liegende Narrativ der Überversorgung nicht wesentlich verändern.
Im kommenden Jahr wird das globale Ölangebot laut dem Dezember-Ölmarktbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) die Nachfrage um 3,84 Millionen Barrel pro Tag übersteigen. Investoren beobachten die Entwicklungen im Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine genau, da ein Friedensabkommen zu einer Aufhebung der internationalen Sanktionen gegen den russischen Ölsektor führen könnte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Sonntag in Florida mit US-Präsident Donald Trump über territoriale Fragen sprechen, die das Haupthindernis in den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges darstellen.
Die US-Regierung hat zudem ihre militärischen Kräfte angewiesen, sich auf eine „Quarantäne“ des venezolanischen Öls für mindestens die nächsten zwei Monate zu konzentrieren, was darauf hindeutet, dass Washington derzeit mehr an wirtschaftlichen als an militärischen Mitteln interessiert ist, um Druck auf Caracas auszuüben. Trotz der Risiken im Zusammenhang mit Venezuela bleibt der breitere Markt auf den wachsenden globalen Überschuss fokussiert, so die Analysten von Aegis Hedging.
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