TOKIO / LONDON (IT BOLTWISE) – In einem bemerkenswerten Experiment hat eine der vier Mäuse, die kürzlich an Bord der chinesischen Raumstation geflogen sind, gesunde Nachkommen auf der Erde zur Welt gebracht. Diese Mission markiert Chinas ersten vollständigen Zyklus einer Säugetier-Weltraumstudie und bietet wertvolle Einblicke in die Auswirkungen der Weltraumumgebung auf die frühe Entwicklung von Säugetieren.

In einem bedeutenden Schritt für die Weltraumforschung hat China kürzlich eine Mission abgeschlossen, bei der vier Mäuse an Bord der chinesischen Raumstation geflogen sind. Eine der weiblichen Mäuse hat nach ihrer Rückkehr zur Erde gesunde Nachkommen zur Welt gebracht. Diese Mission, die von der Technology and Engineering Center for Space Utilization (CSU) unter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) durchgeführt wurde, stellt Chinas ersten vollständigen Zyklus einer Säugetier-Weltraumstudie dar.
Die vier Mäuse, zwei Männchen und zwei Weibchen, wurden nach intensiver Vorbereitung und Verhaltensscreening ausgewählt und am 31. Oktober mit dem bemannten Raumschiff Shenzhou-21 zur Raumstation gebracht. Nach einem kurzen Aufenthalt kehrten sie am 14. November mit der Shenzhou-20-Crew zur Erde zurück. Eine der weiblichen Mäuse paarte sich nach ihrer Rückkehr und brachte am 10. Dezember neun Junge zur Welt, von denen sechs überlebten. Dies zeigt, dass der kurze Aufenthalt im Weltraum die Fortpflanzungsfähigkeit der Maus nicht beeinträchtigt hat.
Wang Hongmei, Forscherin am CAS-Institut für Zoologie, betonte, dass diese Mission wertvolle Proben für die Untersuchung der Auswirkungen der Weltraumumgebung auf frühe Entwicklungsstadien bei Säugetieren liefert. Die Mäuse wurden in einem speziellen Habitat auf der Raumstation gehalten, wo ihre Bewegungen, Fütterungs- und Schlafmuster kontinuierlich überwacht wurden. Diese Daten sollen helfen, die Auswirkungen von Mikrogravitation und anderen Weltraumbedingungen auf die Physiologie und das Verhalten von Säugetieren besser zu verstehen.
Die Mission stieß auf operative Herausforderungen, insbesondere als eine Anpassung des Rückkehrplans die Vorräte an speziellem Futter für die Mäuse knapp werden ließ. Astronauten versorgten die Mäuse mit Wasser über einen speziellen Anschluss, während Wissenschaftler auf der Erde Alternativen testeten und Sojamilch aus den Vorräten der Astronauten als vorübergehenden Ersatz auswählten. Der erfolgreiche Abschluss dieser experimentellen Phase legt den Grundstein für ehrgeizigere Studien, einschließlich zukünftiger Versuche, Mäuse vollständig im Weltraum zu paaren, zu gebären und aufzuziehen.
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