FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Kurz vor dem Jahreswechsel zeigen sich die europäischen Börsen stabil, trotz anhaltender geopolitischer Spannungen. Der DAX verzeichnet einen leichten Anstieg, während Rüstungsaktien nach einem Rückgang am Vortag wieder zulegen. Die geopolitische Lage bleibt angespannt, insbesondere durch Drohungen der USA gegenüber dem Iran und militärische Manöver Chinas vor der Küste Taiwans.

Die europäischen Börsen starten am Dienstag mit nur geringen Bewegungen in den letzten Handelstag des Jahres. Die Nachrichtenlage ist dünn, und viele Anleger sind so kurz vor dem Jahreswechsel nicht mehr aktiv. Dennoch könnte es zu gezielten Kursanpassungen bei Einzelaktien kommen, da institutionelle Investoren ihre Portfolios für das Jahresende optimieren. Der DAX-Handel endet bereits um 14 Uhr, was zu einem geringen Handelsvolumen führt.
Der DAX zeigt sich mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 24.365 Punkte stabil, während der Euro-Stoxx-50 um 0,2 Prozent auf 5.763 Punkte zulegt. Am Devisenmarkt bleibt der Euro nahezu unverändert bei 1,1767 Dollar, während die Renditen an den Anleihemärkten leicht steigen. Nach einem Abverkauf am Vortag erholen sich die Edelmetalle, wobei der Goldpreis um 0,8 Prozent auf 4.365 Dollar steigt und Silber um 3,0 Prozent auf 74,31 Dollar zulegt.
Die geopolitische Lage bleibt angespannt. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem Militärschlag gedroht, sollte das Land sein Atomprogramm wieder aufnehmen. Gleichzeitig drohen den Hamas ernste Konsequenzen, falls die Terrororganisation nicht die Waffen niederlegt. China veranstaltet vor der Küste Taiwans eines der größten Militärmanöver der letzten Jahre, was als Reaktion auf die jüngsten US-Waffenlieferungen an Taiwan gesehen wird.
Rüstungsaktien erholen sich nach dem Verkaufsdruck am Vortag. Rheinmetall gewinnt 1,7 Prozent, Renk 1,2 Prozent und Hensoldt 0,9 Prozent. Ein Durchbruch bei den Verhandlungen um einen Frieden oder Waffenstillstand in der Ukraine zeichnet sich jedoch nicht ab. Bankenaktien profitieren von den gestiegenen Renditen an den Anleihemärkten und können auf ein gutes Jahr 2025 zurückblicken. Deutsche Bank gewinnt 0,5 Prozent und Commerzbank 1,1 Prozent.
Das Umsatzwachstum beim Chiphersteller Infineon geht zurück, jedoch wächst das Geschäft mit Halbleitern für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren kräftig. “Wir sehen eine stark steigende Nachfrage, und vieles deutet darauf hin, dass dies auch in den nächsten Jahren so bleiben wird”, sagte Vorstandschef Jochen Hanebeck. “Wir können momentan gar nicht so viel liefern, wie die Kunden bestellen.”
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