MADRID / LONDON (IT BOLTWISE) – In Spanien herrscht nach zwei schweren Zugunglücken innerhalb weniger Tage große Besorgnis über die Sicherheit des Bahnverkehrs. Die jüngsten Vorfälle haben nicht nur zu einer intensiven Debatte über die Schienensicherheit geführt, sondern auch zu einem Rückgang der Fahrgastzahlen.

In Spanien hat sich die Angst vor dem Zugfahren nach zwei tödlichen Bahnunglücken in kurzer Folge verstärkt. Nur wenige Tage nach einem verheerenden Unfall mit mindestens 42 Todesopfern in der Provinz Córdoba ereignete sich ein weiterer tragischer Vorfall in Katalonien. Hier stürzte eine Stützmauer während eines heftigen Sturms auf die Gleise und traf einen Nahverkehrszug, wobei der 28-jährige Lokführer ums Leben kam und 37 Passagiere verletzt wurden.
Die Identifizierung der Opfer des ersten Unfalls gestaltet sich schwierig, da viele der Leichen schwer beschädigt sind. Die Behörden bitten die Angehörigen um DNA-Proben und andere Hinweise, um die Identitäten zu klären. Unter den Opfern sollen sich auch Deutsche befinden, doch ist unklar, ob es sich um Tote oder Verletzte handelt.
Die Ursache der Katastrophe in Córdoba ist noch unklar. Während die Behörden Sabotage ausschließen, wird ein Gleisschaden oder ein technischer Fehler als mögliche Ursache untersucht. Die Diskussion über die Sicherheit auf der Schiene hat an Intensität gewonnen, insbesondere da viele Fahrgäste ihre Buchungen storniert haben und die Züge nun halbleer sind.
Die Gewerkschaft der Lokführer hat einen Generalstreik angekündigt, um auf die emotionale Belastung und die Sicherheitsbedenken der Lokführer aufmerksam zu machen. Der spanische Schienennetzbetreiber Adif hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Geschwindigkeit auf bestimmten Strecken zu reduzieren und die Infrastruktur zu überprüfen. Die Suche nach weiteren Opfern in den Trümmern der Unglücksstelle in Adamuz wird fortgesetzt.
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