SEATTLE / LONDON (IT BOLTWISE) – Jeff Bezos, Gründer von Amazon, intensiviert den Wettbewerb mit Elon Musks Starlink durch die Ankündigung eines neuen Hochgeschwindigkeits-Satellitennetzwerks namens TeraWave. Dieses System, das von seiner Weltraumfirma Blue Origin entwickelt wird, soll bis 2027 mit über 5.400 Satelliten starten und Geschwindigkeiten bieten, die weit über denen der aktuellen Systeme liegen.

Im Wettlauf um die Vorherrschaft im Bereich des satellitengestützten Internets hat Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, einen neuen Vorstoß unternommen. Seine Weltraumfirma Blue Origin plant die Einführung eines Hochgeschwindigkeits-Satellitennetzwerks namens TeraWave, das bis Ende 2027 mit über 5.400 Satelliten in Betrieb gehen soll. Dieses System zielt darauf ab, die bestehende Telekommunikationsinfrastruktur zu ergänzen oder sogar zu ersetzen, indem es direkte Kommunikation zwischen Bodenstationen und Satelliten ermöglicht.
Während Elon Musks Starlink bereits als Pionier im Bereich des schnellen Internets aus dem All gilt, verspricht Blue Origin mit TeraWave noch höhere Geschwindigkeiten. Die geplanten 5.280 Satelliten in niedriger Umlaufbahn sollen Geschwindigkeiten von bis zu 144 Gigabit pro Sekunde bieten, während weitere 128 Satelliten in mittlerer Umlaufbahn sogar bis zu 6 Terabit pro Sekunde erreichen sollen. Damit würde TeraWave die derzeitigen Standards bei weitem übertreffen.
Amazon, wo Bezos 2021 den Chefposten aufgab, aber weiterhin als größter Aktionär fungiert, arbeitet bereits an einer Starlink-Alternative namens Amazon Leo. Dieses System soll mit über 3.200 Satelliten Download-Geschwindigkeiten zwischen 100 Megabit und einem Gigabit pro Sekunde liefern, was in etwa der Geschwindigkeit schneller Internetleitungen für Privathaushalte entspricht. Der Wettbewerb zwischen Bezos und Musk erstreckt sich bereits seit Jahren auf ihre jeweiligen Raketenprojekte.
Starlink hat sich nicht nur im zivilen Bereich, sondern auch militärisch als nützlich erwiesen, insbesondere für die ukrainische Armee, die das System im Konflikt mit Russland einsetzt. Diese Nutzung hat jedoch auch zu Kontroversen geführt, da Musk zeitweise die Kontrolle über die Einsatzgebiete von Starlink hatte. In der Luftfahrtindustrie gibt es ebenfalls Diskussionen über den Einsatz von Starlink, wobei einige Fluggesellschaften wie Lufthansa ihre Flotten entsprechend ausrüsten, während andere, wie Ryanair, aufgrund erhöhter Betriebskosten zögern.
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