LONDON (IT BOLTWISE) – Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit wird diese Woche erneut angepasst, was eine Erleichterung für die verbleibenden Miner darstellt. Doch was bedeutet dies für die Sicherheit des Netzwerks? Während einige Miner auf KI und Hochleistungsrechner umsteigen, bleibt die Frage, ob die geringere Schwierigkeit ein Risiko für Investoren darstellt.

Die Bitcoin-Mining-Schwierigkeit wird in dieser Woche erneut angepasst, was eine Erleichterung für die verbleibenden Miner darstellt. Zum fünften Mal in Folge wird die Schwierigkeit auf dem größten und ältesten Kryptonetzwerk gesenkt, was es den Mining-Betrieben erleichtert, neue Bitcoins zu schürfen. Diese automatische Anpassung der Schwierigkeit soll mehr Mining-Maschinen dazu ermutigen, dem Netzwerk beizutreten und neue Bitcoins als Belohnung zu verdienen. Eine Verringerung der Schwierigkeit bedeutet jedoch auch, dass weniger Rechenleistung auf das Kryptonetzwerk gerichtet ist, was die Sicherheit beeinträchtigen kann.
Für die Miner, die weiterhin aktiv sind, ist diese Entwicklung durchaus positiv. Nick Hansen, CEO und Mitbegründer des Luxor-Mining-Pools, sieht darin eine Chance für die verbleibenden Miner, da sie leichter neue Blöcke zur Blockchain hinzufügen und Belohnungen verdienen können. Die erwartete Senkung um etwa 3,38% kommt zu einer Zeit, in der es in der hart umkämpften Mining-Branche immer schwieriger wird, Gewinne zu erzielen. Viele Miner verlagern ihren Fokus auf Hochleistungsrechner und Künstliche Intelligenz (KI), was zu einer Umverteilung der Rechenleistung führt.
Einige Unternehmen haben das Bitcoin-Mining ganz eingestellt, während andere sich als “Compute”- oder “Digitale Infrastruktur”-Unternehmen neu positionieren. Diese Unternehmen wechseln zwischen dem Schürfen digitaler Münzen und der Bereitstellung von Rechenleistung für KI, je nachdem, was profitabler ist. Laut Leo Wang, Leiter der Kapitalmärkte bei Canaan, stehen die beiden Branchen jedoch nicht in direkter Konkurrenz um Energie. Bitcoin-Miner können ihre Energieanforderungen flexibel anpassen, während HPC-Betriebe eine konstante, zuverlässige Stromversorgung benötigen.
Die Umstellung auf andere Industrien durch amerikanische Miner eröffnet Möglichkeiten für Betreiber aus anderen Ländern. Derzeit kontrollieren amerikanische Miner etwa 38% der Hashrate im Netzwerk. Als die chinesische Regierung 2021 das Bitcoin-Mining einschränkte, verlagerten viele Miner ihre Aktivitäten in die USA. Heute expandieren Nasdaq-gelistete Unternehmen über die USA hinaus, um regionale Risiken auszugleichen und von wettbewerbsfähigeren Energie- und Arbeitskosten zu profitieren. Trotz der geringeren Hashrate bleibt das Bitcoin-Netzwerk laut Hansen sicher, da immer noch Millionen von Mining-Maschinen das Netzwerk sichern.
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