SAN FRANCISCO / LONDON (IT BOLTWISE) – Der CEO von Virta Health, Sami Inkinen, teilt seine Erfahrungen über den flüchtigen Moment des Reichtums, den er nach der Rückzahlung seiner Studentendarlehen erlebte. Trotz seines Erfolgs als Unternehmer und der Gründung mehrerer Milliarden-Dollar-Unternehmen bleibt Inkinen bescheiden und fokussiert auf nicht-materielle Werte.

Wenn man an den CEO eines milliardenschweren Unternehmens denkt, kommen einem oft die Klischees in den Sinn: ein gut gekleideter Geschäftsmann, der von einem internationalen Meeting zum nächsten jettet, begleitet von einem Team von Assistenten. Doch nicht jeder Unternehmer genießt den Erfolg mit einem glitzernden Lebensstil – einige sind einfach dankbar, ihre Studentendarlehen abbezahlen zu können. Sami Inkinen, CEO von Virta Health, hat in seiner 20-jährigen Karriere drei verschiedene Unternehmen gegründet und aufgebaut, darunter zwei Einhörner. Trotz seines geschäftlichen Erfolgs und des damit verbundenen Vermögens ist Inkinen nicht auf seinen Nettowert fixiert.
Inkinen fühlte sich erst dann als wohlhabend, als er seine 100.000 US-Dollar an Studentenschulden zurückzahlen konnte. „Es gibt einen Moment in meinem Leben, in dem ich mich reich fühlte. Danach habe ich nie wieder an Geld gedacht“, erzählt Inkinen. Im Jahr 2008, drei Jahre nachdem er das Immobilien-Suchunternehmen Trulia mitbegründet hatte, verkaufte er eine Charge von Sekundäranteilen im Wert von 500.000 US-Dollar vor Steuern. „Ich hatte genug Geld, um alle meine Studentenschulden zu begleichen. Ich konnte mir kaufen, was ich wollte, und es war ein sehr teurer Fahrradkauf und die Einrichtung meiner kleinen Wohnung in San Francisco.“
Der aus Finnland stammende Unternehmer wagte seinen ersten Schritt in die Selbstständigkeit mit dem Mobilsoftwareunternehmen Matchem im Jahr 2000. Nach zweieinhalb Jahren als Mitbegründer und VP für Geschäftsentwicklung verkaufte Inkinen das Unternehmen für ein paar Millionen Dollar und zog in die USA. Der Gen-X-Unternehmer besuchte das MBA-Programm der Stanford University und schloss 2005 mit einem fortgeschrittenen Wirtschaftsdiplom und 100.000 US-Dollar Schulden ab. Obwohl ihm McKinsey ein sechsstelliges Jobangebot machte, entschied sich Inkinen, den Weg des Unternehmertums weiterzugehen.
Für Inkinen ist Geld nicht der Schlüssel zum Glück. Er erinnert sich an die Freude über die finanzielle Sicherheit im Jahr 2008, betont jedoch, dass das Gefühl flüchtig war. „Dieses Gefühl, dass Geld Glück bringt, verschwand in weniger als zwei oder drei Tagen“, erklärt er. „Geld wird mein Leben nicht machen oder brechen, und es wird kein Glück bringen.“ Aufgewachsen in Finnland, wo soziale Dienste wie kostenlose Bildung und Gesundheitsversorgung selbstverständlich sind, hat Inkinen eine Neigung zu nicht-materiellem Glück entwickelt. Diese Kultur hat ihn geprägt und ihm gezeigt, dass man mit wenig zufrieden sein kann.
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