SAN DIEGO / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein innovatives Biotech-Unternehmen aus San Diego hat einen molekularen Klebstoff entwickelt, der Krebszellen zur Selbstzerstörung anregt. Diese bahnbrechende Technologie wird nun in einer klinischen Studie getestet, die sich auf Nierenkrebs konzentriert.

Ein Biotech-Startup aus San Diego hat mit seiner Entwicklung eines molekularen Klebstoffs, der Krebszellen zur Selbstzerstörung anregt, weltweit Aufmerksamkeit erregt. Diese Technologie wird nun in einer klinischen Studie getestet, die sich auf die Behandlung von Nierenkrebs konzentriert. Der molekulare Klebstoff, bekannt als NEO-811, wird in der ersten Studie an einem Patienten mit klarzelligem Nierenzellkarzinom getestet, der häufigsten Form von Nierenkrebs.
In San Diego County werden jährlich etwa 500 Menschen mit Nierenkrebs diagnostiziert. Bei den über 65-Jährigen ist die Rate mehr als viermal so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Während andere Krebstherapien wie Chemotherapie wahllos Zellen schädigen, lenkt der molekulare Klebstoff von Neomorph den Körper dazu, schädliche Proteine als “Müll” zu markieren, sodass Enzyme sie entsorgen.
Dr. Phil Chamberlain, CEO und Gründer von Neomorph, ist bekannt für seine Pionierarbeit im Bereich der molekularen Klebstoff-Degrader. Er erklärt, dass die Klebstoffe keine normalen Grenzen respektieren und theoretisch Enzyme anziehen können, die eine zerstörerische biologische Reaktion auslösen. Die genaue Wirkungsweise ist jedoch noch nicht vollständig verstanden, weshalb die klinische Studie von Neomorph von großer Bedeutung ist.
Neomorph hat bereits fast 5 Milliarden US-Dollar an Deals mit großen Pharmaunternehmen abgeschlossen, darunter AbbVie, Novo Nordisk und Biogen. Diese Partnerschaften sollen helfen, die Forschung an molekularen Klebstoffen für andere solide Tumore auszuweiten. Die Ergebnisse der ersten klinischen Studie werden innerhalb des nächsten Jahres erwartet, während das Unternehmen plant, sein Team in San Diego zu erweitern.
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