MÜNCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Sensor- und Halbleiterkonzern AMS-Osram hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, das in den nächsten drei Jahren den Abbau von rund 2000 Stellen vorsieht. Diese Maßnahme ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, die auf langfristige Profitabilität und finanzielle Flexibilität abzielt. Trotz eines positiven operativen Trends sieht sich das Unternehmen gezwungen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und in zukünftiges Wachstum zu investieren.

Der Sensor- und Halbleiterkonzern AMS-Osram hat ein umfassendes Sparprogramm angekündigt, das in den nächsten drei Jahren den Abbau von rund 2000 Stellen vorsieht. Diese Maßnahme ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, die auf langfristige Profitabilität und finanzielle Flexibilität abzielt. Trotz eines positiven operativen Trends sieht sich das Unternehmen gezwungen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und in zukünftiges Wachstum zu investieren.
Das neue Sparprogramm, das unter dem Namen „Simplify“ läuft, soll bis 2028 zusätzliche Kosteneinsparungen von 200 Millionen Euro bringen. Rund die Hälfte der Stellenstreichungen wird in Europa erfolgen, während der Rest auf Asien entfällt. AMS-Osram beschäftigt derzeit etwa 19.000 Mitarbeiter weltweit. Vorstandschef Aldo Kamper betont, dass diese Schritte notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu schärfen.
Zusätzlich zu den Stellenstreichungen plant AMS-Osram den Verkauf von Teilen seines Sensor-Geschäfts. Bereits in der Vorwoche wurde der Verkauf von Unternehmensteilen an Infineon bekannt gegeben, während weitere Aktivitäten an den japanischen Lichttechnik-Konzern Ushio gehen. Diese Verkäufe sind Teil einer Strategie, sich von Randaktivitäten zu trennen, um Kapitalbindung und Komplexität zu reduzieren.
Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete AMS-Osram einen Umsatzrückgang von drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro, was hauptsächlich auf den schwächeren US-Dollar zurückzuführen ist. Bereinigt um Währungseffekte wuchs das Chip-Kerngeschäft jedoch um sieben Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) verbesserte sich um sechs Prozent auf 608 Millionen Euro, und die Ebitda-Marge stieg von 16,8 auf 18,3 Prozent. Dennoch blieb unter dem Strich ein Verlust von 129 Millionen Euro, was jedoch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen nach den Verkäufen mit einem moderaten Umsatzrückgang. Das bereinigte Ebitda dürfte durch Einmaleffekte sowie steigende Edelmetallpreise belastet werden. Im ersten Quartal wird ein Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro erwartet, wobei die bereinigte Ebitda-Marge zwischen 13,5 und 16,5 Prozent liegen soll. Diese Entwicklungen zeigen, dass AMS-Osram weiterhin in einem tiefgreifenden Strukturwandel steckt, der erhebliche Einschnitte bei der Belegschaft mit sich bringt.
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