BÖHEIMKIRCHEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Würth Österreich hat mit der Inbetriebnahme einer modernen Geothermie-Anlage einen bedeutenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gemacht. Diese Anlage, die das Unternehmen weitgehend unabhängig von fossilen Energieträgern macht, ist Teil einer umfassenden Strategie zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und zur Förderung erneuerbarer Energien.

Würth Österreich hat sich mit der Einführung einer Geothermie-Anlage in Böheimkirchen als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit positioniert. Diese Anlage ermöglicht es dem Unternehmen, den Einsatz fossiler Brennstoffe drastisch zu reduzieren und gleichzeitig den CO2-Ausstoß um etwa 300 Tonnen pro Jahr zu senken. Dies entspricht rund zehn Prozent des aktuellen CO2-Fußabdrucks des Unternehmens, der durch direkte und indirekte Emissionen verursacht wird.
Die Entscheidung für Geothermie ist Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die auch die Umstellung auf Grünstrom und den Ausbau der E-Mobilität umfasst. Bereits 50 Prozent der rund 550 Fahrzeuge umfassenden Flotte sind elektrisch betrieben. Ziel ist es, die Emissionen bis 2030 um über 90 Prozent im Vergleich zu 2021 zu senken.
Ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg ist die Auszeichnung mit der EcoVadis Bronze-Medaille. Diese Anerkennung unterstreicht die Fortschritte von Würth Österreich in den Bereichen Umweltmanagement, Arbeits- und Menschenrechte sowie nachhaltige Beschaffung. Besonders hervorgehoben wurden die Bemühungen des Unternehmens, die Lieferkette transparent zu gestalten und nach umweltbezogenen und sozialen Vorgaben zu optimieren.
Die Geothermie-Anlage in Böheimkirchen ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein strategisches Projekt. Sie zeigt, wie sich ökologische Verantwortung und unternehmerischer Erfolg vereinen lassen. Mit einer Investition von 5,9 Millionen Euro, von denen 500.000 Euro durch Fördermittel gedeckt wurden, setzt Würth Österreich ein starkes Zeichen für die Zukunft.
Die Anlage nutzt die im Erdreich gespeicherte Wärmeenergie, die über ein geschlossenes Rohrsystem entzogen und mittels Wärmepumpen für Heiz- und Kühlsysteme nutzbar gemacht wird. Ergänzend wird der auf dem Dach der Firmenzentrale erzeugte Photovoltaik-Strom für den Betrieb der Wärmepumpen genutzt, was die Eigenversorgung stärkt und die Abhängigkeit von externen Energiequellen weiter reduziert.
Mit diesen Maßnahmen positioniert sich Würth Österreich nicht nur als umweltbewusstes Unternehmen, sondern auch als Vorreiter in der Branche. Die strategische Verankerung von Nachhaltigkeit entspricht den veränderten Anforderungen des Marktes und eröffnet neue Chancen, insbesondere im Bau- und Immobiliensektor, wo strenge Kriterien bei Gebäudezertifizierungen und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen auf Baustellen eine Rolle spielen.
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