BAD HOMBURG / LONDON (IT BOLTWISE) – Fresenius, ein führender Gesundheitskonzern, hat trotz eines Gewinnanstiegs und der Ankündigung weiteren profitablen Wachstums mit einer schwachen Aktienentwicklung zu kämpfen. Der Pharmakonzern und Krankenhausbetreiber plant, seine Dividende zu erhöhen und erwartet ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent bis 2026.

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat kürzlich seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht und dabei ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 2,6 Milliarden Euro bekannt gegeben, was einem Anstieg von etwas mehr als vier Prozent entspricht. Diese Zahlen entsprechen den Erwartungen des Marktes, dennoch zeigt sich die Fresenius-Aktie schwach. Die Dividende für 2025 soll um fünf Cent auf 1,05 Euro steigen, was Investoren jedoch nicht zu beeindrucken scheint.
Im vergangenen Jahr erzielte Fresenius einen Umsatz von knapp 22,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 5 Prozent entspricht. Organisch betrug der Zuwachs sogar 7 Prozent. Für 2026 plant der Konzern ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent. Konzernchef Michael Sen hat zudem angekündigt, den Verdienst im fortgeführten Geschäft zu steigern. Die neu eingeführte Kennziffer Kernergebnis je Aktie soll in diesem Jahr währungsbereinigt um 5 bis 10 Prozent steigen.
Ein wesentlicher Faktor für die zukünftige Entwicklung von Fresenius ist die Sparte Kabi, die im vierten Quartal 2025 ein starkes organisches Umsatzwachstum von 10 Prozent verzeichnete. Dies lag deutlich über dem strukturellen Wachstumsband von 4 bis 7 Prozent. Kabi erzielte einen Umsatz von 2,214 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 3 Prozent entspricht. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 3 Prozent auf 349 Millionen Euro, wobei die EBIT-Marge stabil bei 15,8 Prozent blieb.
Auch die Kliniksparte Helios hat sich im vierten Quartal 2025 gut entwickelt. Dank eines starken Schlussquartals in Spanien und einer positiven Preisentwicklung in Deutschland wuchs Helios aus eigener Kraft um 8 Prozent. Der Umsatz der gesamten Kliniksparte lag bei 3,546 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 8 Prozent entspricht. Das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte währungsbereinigt um 22 Prozent auf 416 Millionen Euro.
Trotz dieser positiven Entwicklungen zeigt sich die Fresenius-Aktie vorbörslich schwach. Auf der Handelsplattform Tradegate verlor das Papier zeitweise 3,7 Prozent auf 48,50 Euro. Ein Grund dafür könnte der durchwachsene Ausblick sein, der hinter den Erwartungen der Analysten zurückbleibt. Die durchschnittliche Analystenprognose für das Ergebnis je Aktie liegt bereits am oberen Ende der von Fresenius angegebenen Spanne.
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