TALLINN / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein estnisches Startup namens Frankenburg Technologies hat kürzlich 30 Millionen Euro an neuen Mitteln aufgebracht, um die Massenproduktion seiner Abfangraketen zu starten. Diese Raketen sind speziell darauf ausgelegt, die wachsende Bedrohung durch massenproduzierte Angriffs-Drohnen zu bekämpfen. Mit dieser Investition plant das Unternehmen, die Produktion seiner Mark I Interceptor-Rakete erheblich zu steigern.

Frankenburg Technologies, ein innovatives estnisches Startup im Bereich der Verteidigungstechnologie, hat kürzlich eine beeindruckende Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der 30 Millionen Euro gesammelt wurden. Diese Mittel werden genutzt, um die Massenproduktion der Mark I Interceptor-Rakete zu starten, die speziell entwickelt wurde, um der zunehmenden Bedrohung durch kostengünstige, massenproduzierte Angriffs-Drohnen entgegenzuwirken.
Die Finanzierungsrunde wurde von der Investmentplattform Plural angeführt, mit bedeutender Beteiligung des staatlich unterstützten estnischen Fonds SmartCap. Diese Investition erhöht das gesamte aufgebrachte Kapital von Frankenburg auf 40 Millionen Euro. Das Unternehmen wurde 2024 von den Serienunternehmern Taavi Madiberk und Marko Virkebau gegründet, die erkannten, dass traditionelle Verteidigungssysteme zu teuer und zu langsam in der Herstellung sind, um den Anforderungen moderner Kriegsführung gerecht zu werden.
Mit dem Ziel, eine Produktion von über 100 Raketen pro Tag an zwei Standorten innerhalb der Europäischen Union zu erreichen, plant Frankenburg Technologies, die wirtschaftlichen Ungleichgewichte der modernen Drohnenkriegsführung zu adressieren. Oftmals werden teure Raketen eingesetzt, um Drohnen zu zerstören, die nur einen Bruchteil der Kosten verursachen. Durch die Fokussierung auf kostengünstige Abfangraketen will das Unternehmen diese Diskrepanz ausgleichen.
In einer weiteren Entwicklung hat das britische Luft- und Raumfahrtunternehmen BAE Systems eine Absichtserklärung mit Frankenburg unterzeichnet, um eine Zusammenarbeit bei Technologien zur Drohnenabwehr zu erkunden. Diese Vereinbarung wird sich zunächst darauf konzentrieren, die Expertise beider Unternehmen zu kombinieren, um die Entwicklung von Sprengköpfen für Frankenburgs geplante massenproduzierbare Raketensysteme zu beschleunigen.
Frankenburg ist derzeit in acht Ländern aktiv, darunter Estland, Lettland, Deutschland, das Vereinigte Königreich und die Ukraine, wo seine Systeme mit realem operativem Feedback entwickelt werden. Das Unternehmen wird von CEO Kusti Salm geleitet, dem ehemaligen Staatssekretär des estnischen Verteidigungsministeriums.
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