BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Trotz eines Anstiegs der Investitionen in deutsche Startups im Jahr 2025 bleibt die Verteilung des Risikokapitals unausgewogen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass weibliche Gründerteams weiterhin nur einen Bruchteil der Finanzierungen erhalten, was auf strukturelle und branchenspezifische Faktoren zurückzuführen ist.

Die jüngste Studie von EY zeigt auf, dass weibliche Gründerteams in Deutschland weiterhin stark benachteiligt sind, wenn es um die Vergabe von Risikokapital geht. Trotz eines Anstiegs der Gesamtinvestitionen im Jahr 2025 profitieren vor allem Männerteams von den Finanzierungen. Diese Ungleichheit ist nicht nur ein gesellschaftliches Problem, sondern hat auch wirtschaftliche Implikationen, da vielfältige Teams oft innovativere Lösungen entwickeln.
Ein wesentlicher Faktor für diese Disparität ist die Branchenverteilung. Viele der von Frauen geführten Startups sind in Sektoren tätig, die traditionell weniger Risikokapital anziehen, wie zum Beispiel im sozialen Bereich oder in der Bildung. Im Gegensatz dazu dominieren Männerteams oft in technologieintensiven Branchen, die von Investoren bevorzugt werden.
Die Studie hebt hervor, dass gemischte Teams zwar besser abschneiden als reine Frauenteams, jedoch immer noch hinter den reinen Männerteams zurückbleiben. Dies deutet darauf hin, dass nicht nur das Geschlecht, sondern auch die Zusammensetzung der Teams eine Rolle bei der Kapitalvergabe spielt. Experten fordern daher eine gezielte Förderung von Diversität in der Startup-Szene, um das volle Potenzial auszuschöpfen.
Langfristig könnte eine gerechtere Verteilung des Risikokapitals nicht nur zu mehr Innovation führen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Investitionsstrategien der Risikokapitalgeber in den kommenden Jahren ändern werden, um dieser Herausforderung gerecht zu werden.
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