BONN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Telekom geht eine strategische Partnerschaft mit SpaceX ein, um Mobilfunklücken in Europa zu schließen. Ab 2028 sollen Starlink-Satelliten herkömmliche Smartphones direkt aus dem All mit Breitband versorgen. Diese Initiative zielt darauf ab, die letzten weißen Flecken im europäischen Mobilfunknetz zu tilgen und setzt auf die innovative V2-Technologie von Starlink.

Die Deutsche Telekom hat sich entschieden, einen strategischen Kurswechsel zu vollziehen und eine Partnerschaft mit SpaceX einzugehen. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die letzten weißen Flecken im europäischen Mobilfunknetz zu schließen. Ab 2028 sollen Starlink-Satelliten herkömmliche Smartphones direkt aus dem All mit Breitband versorgen. Diese Initiative ist Teil eines sogenannten ‘Everywhere Network’, das auf dem Mobile World Congress kürzlich vorgestellt wurde.
Die Telekom setzt als erster europäischer Anbieter auf die V2-Technologie von Starlink, die 5G-Geschwindigkeiten über das MSS-Spektrum direkt auf die Geräte liefert. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang ohne Zusatzhardware, da kompatible Smartphones automatisch auf das Satellitennetz umschalten, sobald das terrestrische Signal abreißt. Diese Technologie bietet eine Lösung für topografische und regulatorische Hürden, die beim klassischen Antennenbau, etwa in Naturschutzgebieten, auftreten.
Während die US-Tochter T-Mobile entsprechende Dienste bereits im vergangenen Sommer eingeführt hat, zieht die Telekom nun in Europa nach. Dies ist eine Reaktion auf den Branchentrend, da Wettbewerber wie Telefónica oder Vodafone bereits ähnliche nicht-terrestrische Kooperationen geschmiedet haben. Der pünktliche Start der Direct-to-Cell-Dienste im Jahr 2028 hängt nun maßgeblich von den ausstehenden regulatorischen Genehmigungen in den zehn europäischen Zielländern ab.
Der technologische Umbau wird von robusten Geschäftszahlen flankiert. Im abgelaufenen Jahr stieg der bereinigte Nettogewinn der Deutschen Telekom um 3,7 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, angetrieben vom starken US-Geschäft und einem Rekordtempo beim heimischen Glasfaserausbau. Diese operative Stärke spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider, wo das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von über 18 Prozent verzeichnet.
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