STOCKHOLM / LONDON (IT BOLTWISE) – Spotify testet ein neues Feature, das Künstlern mehr Kontrolle über ihre Profile auf der Plattform geben soll. In einer Zeit, in der KI-generierte Musik die Streaming-Dienste überschwemmt, bietet Spotify Künstlern die Möglichkeit, Veröffentlichungen vorab zu prüfen und zu genehmigen. Dies soll verhindern, dass unerwünschte oder fehlerhafte Inhalte mit ihrem Namen in Verbindung gebracht werden.

In einer Ära, in der KI-generierte Musik zunehmend die Streaming-Plattformen dominiert, hat Spotify ein neues Feature namens „Artist Profile Protection“ in der Beta-Phase eingeführt. Dieses Tool ermöglicht es Künstlern, neue Veröffentlichungen zu überprüfen, bevor sie auf ihren Profilen erscheinen. Ziel ist es, den Künstlern mehr Kontrolle darüber zu geben, welche Musik mit ihrem Namen in Verbindung gebracht wird.
Spotify hat in einem Blogbeitrag erklärt, dass Musik häufig auf den falschen Künstlerseiten landet, was durch die Zunahme leicht zu produzierender KI-Tracks noch verschärft wird. Dies sei nicht die Erfahrung, die Spotify den Künstlern bieten möchte, und deshalb habe der Schutz der Künstleridentität für 2026 oberste Priorität. Mit dieser Ankündigung stellt Spotify eine neuartige Lösung für ein seit Jahren bestehendes Problem im Streaming-Bereich vor.
Künstler, die an der Beta teilnehmen, können die eingereichten Veröffentlichungen überprüfen und entweder genehmigen oder ablehnen. Nur die von ihnen genehmigten Titel erscheinen auf ihrem Künstlerprofil, tragen zu ihren Statistiken bei und werden in den Empfehlungen der Nutzer angezeigt. Diese Maßnahme folgt auf eine Ankündigung von Sony Music, die kürzlich die Entfernung von über 135.000 KI-generierten Songs, die ihre Künstler imitieren, von den Streaming-Diensten gefordert hat.
Spotify betont, dass die offene Distribution es unabhängigen Künstlern zwar erleichtert hat, Musik zu veröffentlichen, aber auch Fehler und böswillige Akteure begünstigt. Titel können aufgrund von Metadatenfehlern, Verwechslungen zwischen Künstlern mit demselben Namen oder böswilligen Versuchen, Musik mit einem Künstlerprofil zu verknüpfen, auf dem falschen Profil landen. Dies kann sich auf den Katalog, die Statistiken, den Release Radar und die Art und Weise, wie Fans die Musik entdecken, auswirken.
Das neue Feature ist nicht für jeden Künstler notwendig, sondern richtet sich an diejenigen, die wiederholt falsche Veröffentlichungen erlebt haben, einen häufigen Künstlernamen haben oder mehr Kontrolle über das, was auf ihrem Profil erscheint, wünschen. Künstler, die in die Beta aufgenommen wurden, finden die Funktion in ihren „Spotify for Artists“-Einstellungen auf Desktop und mobiler Webversion. Wenn sie den „Artist Profile Protection“-Modus aktivieren, erhalten sie eine E-Mail-Benachrichtigung, wenn Musik mit ihrem Namen an Spotify übermittelt wird, und können dann die Anfrage genehmigen oder ablehnen.
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