HOUSTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein unerwartetes medizinisches Problem an Bord der Internationalen Raumstation ISS hat die NASA dazu veranlasst, die erste medizinische Evakuierung aus dem Orbit durchzuführen. Diese Ereignisse werfen ein neues Licht auf die Risiken, die mit der bemannten Raumfahrt verbunden sind, insbesondere im Hinblick auf die geplanten Artemis-Missionen zum Mond.

Die jüngsten Ereignisse an Bord der Internationalen Raumstation ISS haben die Herausforderungen der medizinischen Versorgung im Weltraum erneut in den Fokus gerückt. NASA-Astronaut Michael Fincke erlebte im Januar ein unerklärliches medizinisches Problem, das ihn vorübergehend sprachunfähig machte und die erste medizinische Evakuierung aus dem Orbit erforderlich machte. Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit robuster medizinischer Systeme für zukünftige Missionen, insbesondere im Rahmen des Artemis-Programms, das eine dauerhafte menschliche Präsenz auf und um den Mond vorsieht.
Fincke, der als Pilot der SpaceX Crew-11 Mission zur ISS flog, war mehr als fünf Monate im Einsatz, als das medizinische Problem auftrat. Während eines Abendessens nach den Vorbereitungen für einen Weltraumspaziergang fühlte er sich plötzlich unwohl. Seine Crew-Kollegen reagierten schnell und kontaktierten die Flugchirurgen auf der Erde. Die NASA nutzte das Ultraschallgerät der Station, um die Situation zu bewerten, konnte jedoch die Ursache des Vorfalls nicht feststellen.
Die schnelle Rückkehr von Fincke und seiner Crew zur Erde war von entscheidender Bedeutung, doch bei den geplanten längeren Mondmissionen könnte eine solche Evakuierung nicht so schnell erfolgen. Die NASA plant, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren, einschließlich einer 20 Milliarden Dollar teuren Mondbasis. Ungeklärte medizinische Ereignisse wie das von Fincke könnten in Zukunft schwerwiegendere Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden können.
Die Vorfälle haben die NASA dazu veranlasst, die medizinischen Aufzeichnungen von Astronauten zu überprüfen, um festzustellen, ob ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit aufgetreten sind. Diese Untersuchung ist Teil der Bemühungen, die Sicherheit und Gesundheit der Astronauten bei zukünftigen Missionen zu gewährleisten. Die Artemis II Mission, die für April 2026 geplant ist, wird vier Astronauten auf eine zehntägige Reise um den Mond schicken. Fincke ist zwar nicht für diese Mission vorgesehen, doch sein Vorfall hebt die Schwächen hervor, die die NASA überwinden muss, um die Sicherheit der Astronauten bei der Erkundung des Weltraums zu gewährleisten.
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