LONDON (IT BOLTWISE) – Google plant ab Juni 2026 eine drastische Maßnahme gegen das sogenannte Back-Button-Hijacking. Diese Praxis, die Nutzer daran hindert, einfach zur vorherigen Seite zurückzukehren, wird künftig als böswillig eingestuft. Webseiten, die weiterhin auf diese Weise agieren, müssen mit einer Herabstufung in den Suchergebnissen rechnen.

Google hat angekündigt, ab Juni 2026 gegen das sogenannte Back-Button-Hijacking vorzugehen, indem es Webseiten, die diese Praxis anwenden, in den Suchergebnissen herabstuft. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Nutzererfahrung zu verbessern und die Integrität der Webnavigation zu gewährleisten. Back-Button-Hijacking ist eine Technik, die es Nutzern erschwert, zu einer vorherigen Seite zurückzukehren, indem die Browser-Historie manipuliert wird.
Diese Praxis ist vor allem auf Webseiten verbreitet, die stark von Suchmaschinen-Traffic abhängen. Nutzer, die auf eine solche Seite gelangen, werden oft durch zusätzliche Inhalte oder Pop-ups daran gehindert, die Seite einfach zu verlassen. Google betrachtet dies als eine Täuschung der Nutzererwartungen und als eine negative Beeinflussung der Nutzererfahrung.
Die Entscheidung von Google, diese Praxis als böswillig einzustufen, basiert auf der bestehenden Richtlinie zu böswilligen Praktiken, die besagt, dass solche Praktiken zu einer Diskrepanz zwischen den Erwartungen der Nutzer und dem tatsächlichen Ergebnis führen. Webseitenbetreiber, die auf Back-Button-Hijacking setzen, müssen bis zum Stichtag im Juni 2026 ihre Praktiken ändern, um einer Herabstufung in den Suchergebnissen zu entgehen.
Google gibt den betroffenen Webseitenbetreibern eine zweimonatige Frist, um diese Praktiken zu eliminieren. Dies betrifft sowohl selbst entwickelte Systeme als auch solche, die durch Drittanbieter-Bibliotheken oder Werbenetzwerke verursacht werden. Die frühzeitige Ankündigung soll sicherstellen, dass genügend Zeit zur Anpassung bleibt, um eine Spam-Kennzeichnung zu vermeiden.
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