PARIS / LONDON / ZÜRICH / LONDON (IT BOLTWISE) – Die europäischen Aktienmärkte stehen unter Druck, da anhaltend hohe Ölpreise und die unklare Lage im Iran-Konflikt die Anleger verunsichern. Der EuroStoxx 50 sank um 0,8 Prozent, während der Schweizer SMI dank defensiver Schwergewichte zulegen konnte. Der britische FTSE 100 verzeichnete ebenfalls Verluste. Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts werden immer deutlicher, da hohe Energiepreise das Wachstum belasten.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nachgegeben, was auf die anhaltend hohen Ölpreise und die unklare Lage im Iran-Konflikt zurückzuführen ist. Diese Unsicherheiten haben die ohnehin fragile diplomatische Annäherung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ins Stocken gebracht. Marktanalysten wie Timo Emden von Emden Research beobachten, dass Anleger zwischen der Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch und der Sorge vor einer militärischen Eskalation schwanken.
Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Euroregion, fiel am Mittag um 0,8 Prozent auf 5.859,56 Punkte. Im Gegensatz dazu konnte der Schweizer SMI dank der Gewinne defensiver Schwergewichte um 0,87 Prozent auf 13.181,11 Zähler zulegen. Der britische FTSE 100 verlor hingegen 0,87 Prozent auf 10.385,24 Punkte. Ein Warnsignal lieferte der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone, der im April unter die Wachstumsschwelle von 50 gesunken ist, was die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts weiter verdeutlicht.
Bei den Einzelwerten sorgten Quartalszahlen für Bewegung. Besonders der Telekomsektor profitierte, angeführt von einem Kurssprung der Nokia-Aktie um über zehn Prozent. Analysten zeigten sich beeindruckt von der besseren als erwarteten Bruttomarge. Auch die französische Orange konnte mit einem Anstieg von 3,3 Prozent überzeugen. Im Bereich der Lebensmittelhersteller setzte Nestlé mit einem Gewinn von 6,2 Prozent Akzente, da der weltgrößte Nahrungsmittel-Hersteller die Erwartungen klar übertraf.
Im Konsumgütersegment stach L’Oréal mit einem Plus von über 8 Prozent hervor. Der französische Kosmetikkonzern verzeichnete im ersten Quartal ein stärkeres Wachstum als erwartet. Analysten wie Celine Pannuti von JPMorgan lobten das ermutigende Zahlenwerk. Im Pharmasektor waren Sanofi gefragt, deren Aktie dank des Erfolgs von Dupixent und neuer Medikamente um drei Prozent kletterte. Auch Roche konnte mit einem Gewinn von über zwei Prozent punkten, da der Pharmakonzern die Markterwartungen erfüllte.
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