BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die deutschen Düngeregeln sollen künftig stärker nach dem Verursacherprinzip ausgerichtet werden, um das Grundwasser besser zu schützen. Besonders in Regionen mit hoher Nitratbelastung wird eine strengere Überwachung eingeführt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant ein umfassendes Monitoring, um die Auswirkungen der Düngung auf die Gewässerbelastung zu analysieren und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen.

Die deutschen Düngeregeln stehen vor einer bedeutenden Reform, die das Verursacherprinzip stärker in den Vordergrund rückt. Ziel ist es, das Grundwasser besser zu schützen, insbesondere in Gebieten mit hoher Nitratbelastung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen Entwurf vorgelegt, der ein umfassendes Monitoring vorsieht, um die Auswirkungen der Düngung auf die Gewässerbelastung zu analysieren.
Landwirtschaftsbetriebe, die besonders wasserschonend arbeiten, sollen von unnötiger Bürokratie entlastet werden. Gleichzeitig werden Betriebe, die das Grundwasser stärker belasten, stärker in die Pflicht genommen. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Neuordnung des Düngerechts, die auch der EU-Kommission zugesagt wurde, um ein weiteres Verfahren wegen der Verletzung von EU-Recht zu vermeiden.
Seit Jahren gibt es Auseinandersetzungen mit der EU wegen zu hoher Nitratbelastungen im deutschen Grundwasser. Bereits mehrfach wurden die Düngeregeln verschärft, doch die neuen Pläne sollen nun eine noch gezieltere Kontrolle und Anpassung ermöglichen. Das geplante Monitoring soll Rückschlüsse über die Düngerauswirkungen auf die Gewässerbelastungen ermöglichen und die Wirksamkeit der Regeln überprüfbar machen.
Minister Alois Rainer betont, dass das neue System ein bisheriges System ablösen soll, das viele Betriebe unnötig belastet hat. Die Reform soll nicht nur den Schutz des Grundwassers verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe stärken, indem sie unnötige Bürokratie abbaut und gezielte Maßnahmen fördert.
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