MANNHEIM / LUDWIGSHAFEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Chemieriese BASF setzt auf den Erhalt und die Weiterentwicklung seines Stammwerks in Ludwigshafen. Trotz Herausforderungen und Stellenabbau investiert das Unternehmen jährlich Milliarden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig expandiert BASF in China, ohne die heimischen Standorte zu vernachlässigen.

Der weltweit führende Chemiekonzern BASF hat angekündigt, erhebliche Investitionen in sein Hauptwerk in Ludwigshafen zu tätigen. Vorstandschef Markus Kamieth betonte auf der Hauptversammlung in Mannheim die zentrale Bedeutung des Standorts für die Zukunft des Unternehmens. Jährlich sollen mindestens 1,5 Milliarden Euro in den Erhalt und die Modernisierung der Anlagen fließen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Trotz dieser Investitionen sieht sich BASF gezwungen, Einschnitte vorzunehmen. Ein umfassendes Sparprogramm, das auch einen Stellenabbau umfasst, wurde bereits umgesetzt. Seit Anfang 2024 sind rund 2.800 Stellen in Ludwigshafen weggefallen. Dies stellt die Belegschaft vor große Herausforderungen, wie Kamieth einräumte. Dennoch sei es notwendig, um die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Expansion in China. BASF investiert Milliarden in den Aufbau eines neuen Verbundstandorts in Zhanjiang. Kamieth versicherte jedoch, dass diese Investitionen nicht zulasten der deutschen Standorte gehen. Die Produktion in China sei primär für den chinesischen Markt bestimmt und nicht für den Export nach Europa. Diese Strategie soll das Chinageschäft perspektivisch auf das Niveau des US-Geschäfts bringen.
Im ersten Quartal des Jahres verzeichnete BASF einen Umsatzrückgang um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro. Trotz gestiegener Verkaufszahlen in China belasteten niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte das Ergebnis. Der Gewinn stieg jedoch um 15 Prozent auf 927 Millionen Euro, was vor allem auf eine Zahlung des Bundes aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten zurückzuführen ist.
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