TEL AVIV / BEIRUT / LONDON (IT BOLTWISE) – Berichten zufolge hat die israelische Armee Schwierigkeiten, Plünderungen durch ihre Soldaten im Südlibanon zu verhindern. Trotz einer scharfen Warnung des Generalstabschefs gibt es Hinweise auf Diebstähle von Waffen und persönlichen Gegenständen aus verlassenen Häusern und Geschäften.

Die israelische Armee sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert, nachdem Berichte über Plünderungen durch ihre Soldaten im Südlibanon aufgetaucht sind. Trotz einer deutlichen Warnung des Generalstabschefs Ejal Zamir, der das Phänomen als “verwerflich” bezeichnete, scheinen einige Einheiten in die Vorfälle verwickelt zu sein. Medienberichten zufolge wurden Waffen, Souvenirs und persönliche Gegenstände aus verlassenen Häusern und Geschäften entwendet.
Ein namentlich nicht genannter Reservist berichtete der israelischen Zeitung “Jediot Achronot”, dass er mehrere solcher Vorfälle miterlebt habe. Er schilderte, wie Reserveeinheiten an der Grenze alles mitnahmen, was sie finden konnten. In einem Fall habe jedoch ein Kommandeur eingegriffen und seine Soldaten daran gehindert, die gestohlenen Gegenstände nach Israel zu bringen.
Die israelische Zeitung “Haaretz” bestätigte diese Berichte und fügte hinzu, dass die Plünderungen in Gebieten stattfanden, deren Einwohner vor den Kämpfen geflohen waren. Bereits im Gaza-Krieg hatte es ähnliche Vorwürfe gegeben, was die Glaubwürdigkeit der Armee weiter unter Druck setzt.
Generalstabschef Zamir hat die zuständigen Kommandeure angewiesen, innerhalb einer Woche einen ausführlichen Bericht zu den Vorfällen vorzulegen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, sollen die Fälle zur strafrechtlichen Untersuchung an die Militärpolizei übergeben werden. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Armee nicht in Verruf gerät und die Disziplin innerhalb der Truppe gewahrt bleibt.
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