LONDON (IT BOLTWISE) – Die Angst vor RFID-Skimming hat viele dazu veranlasst, RFID-blockierende Geldbörsen zu kaufen. Doch Experten sagen, dass diese Vorsichtsmaßnahme heute kaum noch notwendig ist. Die Technologie hat sich weiterentwickelt, und die meisten Karten sind bereits gut geschützt.

Die Technologie der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) hat die Art und Weise, wie wir mit Kreditkarten bezahlen, revolutioniert. Durch einfaches Antippen oder Schweben über ein Verkaufsterminal können Zahlungen schnell und effizient abgewickelt werden. Mit dem Aufkommen von RFID-Karten entstand jedoch auch die Sorge vor dem sogenannten RFID-Skimming, bei dem Kriminelle versuchen, die Funkfrequenzen abzufangen, um Kreditkarteninformationen zu stehlen. Um sich davor zu schützen, greifen viele Menschen zu RFID-blockierenden Geldbörsen, die elektromagnetische Signale blockieren und so den Zugriff auf die Daten verhindern.
Die Realität sieht jedoch anders aus. Experten bezeichnen RFID-Skimming als “theoretischen Betrug”, der in der Praxis kaum vorkommt. RFID-Karten sind mit einer Verschlüsselung ausgestattet, die es Betrügern nahezu unmöglich macht, sensible Informationen ohne physischen Zugriff auf die Karte zu extrahieren. Auch RFID-fähige Pässe in den USA verfügen über integrierten Identitätsschutz, der das Risiko von Datendiebstahl weiter minimiert.
Das bedeutet jedoch nicht, dass kontaktloser Zahlungsbetrug kein Problem darstellt. Im Jahr 2022 wurden im Vereinigten Königreich rund 34,9 Millionen Pfund durch kontaktlosen Zahlungsbetrug verloren. Untersuchungen zeigen jedoch, dass solche Betrugsfälle fast immer auftreten, weil die Karte physisch gestohlen wurde. Es gibt keine konkreten Beweise dafür, dass Kriminelle mit einem RFID-Scanner verschlüsselte Daten aus der Ferne stehlen können.
Für die meisten Menschen ist eine RFID-blockierende Geldbörse daher überflüssig. Sie kann jedoch sinnvoll sein, wenn man viel reist oder pendelt, da Betrüger in überfüllten Orten wie Flughäfen oder Bahnhöfen eher versuchen könnten, unbemerkt zu bleiben. Eine weitere Möglichkeit, das Risiko zu minimieren, besteht darin, alle Karten und Ausweise in einer Smartphone-App zu konsolidieren. Digitale Geldbörsen wie Apple Wallet bieten eine sichere Alternative zu physischen Karten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass RFID-blockierende Geldbörsen vor allem für Menschen geeignet sind, die maximalen Schutz wünschen. Da man ohnehin eine Geldbörse benötigt, spricht nichts dagegen, eine mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zu wählen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte darauf achten, eine der zuverlässigsten Marken zu wählen, die sichere, stilvolle und aus hochwertigen Materialien gefertigte Geldbörsen anbieten.
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