TENERIFFA / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Maßnahmen zur Evakuierung eines Kreuzfahrtschiffs vor den Kanarischen Inseln ergriffen, nachdem ein Ausbruch des seltenen Hantavirus festgestellt wurde. Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Generaldirektor der WHO, ist persönlich vor Ort, um die Situation zu überwachen und die Risiken für die lokale Bevölkerung zu minimieren.

Die Ankunft von Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auf Teneriffa markiert einen entscheidenden Schritt im Umgang mit dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff. Diese seltene und potenziell tödliche Krankheit hat weltweit Besorgnis ausgelöst, insbesondere nach den Erfahrungen mit der COVID-19-Pandemie. Tedros betonte jedoch, dass das Risiko für die lokale Bevölkerung gering sei und dass das Hantavirus nicht mit dem Coronavirus vergleichbar sei.
Auf dem Kreuzfahrtschiff, das vor der Küste der Kanarischen Inseln ankert, wurden acht bestätigte oder vermutete Fälle des Hantavirus gemeldet, von denen drei tödlich verliefen. Die WHO hat in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden der betroffenen Länder Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet, um die Passagiere sicher in ihre Heimatländer zurückzubringen. Dabei werden strenge Quarantäneprotokolle eingehalten, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.
Das Hantavirus wird in der Regel durch den Kontakt mit infizierten Nagetieren übertragen und ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Allerdings wurde auf dem Schiff der Andes-Stamm des Virus identifiziert, der als einziger durch engen Kontakt zwischen Menschen übertragen werden kann. Trotz dieser Tatsache schätzen Gesundheitsexperten das Risiko einer weitreichenden Übertragung als sehr gering ein.
Die Evakuierung der Passagiere erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden der jeweiligen Länder. So werden die 17 amerikanischen Passagiere in die USA zurückgebracht, wo sie im National Quarantine Center der University of Nebraska untergebracht werden. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass alle Betroffenen in einer kontrollierten Umgebung bleiben, bis die Inkubationszeit des Virus abgelaufen ist.
Der Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff begann offenbar mit einem niederländischen Paar, das zuvor in Südamerika gereist war, wo der Andes-Stamm des Hantavirus vorkommt. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit einer sorgfältigen Überwachung und schnellen Reaktion auf potenzielle Gesundheitsbedrohungen, um die Sicherheit der globalen Bevölkerung zu gewährleisten.
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