BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Bedrohung durch mobile Cyberkriminalität nimmt weltweit zu. Smishing und Quishing sind dabei besonders perfide Methoden, die Nutzer in die Falle locken. Google und Apple reagieren mit umfassenden Sicherheitsupdates, um den Schutz ihrer Nutzer zu gewährleisten.

Die Bedrohung durch mobile Cyberkriminalität hat in den letzten Jahren eine neue Dimension erreicht. Besonders Smishing und Quishing, zwei der perfidesten Methoden, treiben die Zahlen der Betrugsfälle in die Höhe. Smishing, eine Weiterentwicklung der klassischen Betrugs-SMS, nutzt gefälschte Nachrichten, um sensible Daten zu erlangen. Ein prominentes Beispiel ist der Angriff auf die Moderatorin Amira Aly, die durch eine gefälschte Nachricht eines Kreditkartenanbieters in die Irre geführt wurde.
Quishing, der Betrug mit gefälschten QR-Codes, wächst noch schneller. Sicherheitsforscher registrierten im ersten Quartal 2026 bereits 18,7 Millionen Fälle, ein Anstieg von 146 Prozent. Diese Methode lockt Nutzer auf gefälschte Login-Seiten oder verbreitet Schadsoftware. Die Täter nutzen dabei die Neugier der Menschen aus, die QR-Codes scannen, ohne deren Herkunft zu hinterfragen.
Google und Apple haben auf diese Bedrohungen reagiert. Google plant für Android 17 eine KI-basierte „Live Threat Detection“, die das Verhalten von Apps in Echtzeit analysiert und Anomalien erkennt. Apple hat mit iOS 26.5 über 50 Sicherheitslücken geschlossen und die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Nachrichtenstandard RCS gestärkt. Diese Maßnahmen sind notwendig, um den Schutz der Nutzer zu gewährleisten und die digitale Identität zu sichern.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern sich ebenfalls. Ein Urteil des Landgerichts Berlin II stärkt die Verbraucherrechte, indem es Banken für Schäden durch Phishing haftbar macht, sofern keine grobe Fahrlässigkeit des Kunden vorliegt. Diese Entwicklung zeigt, dass nicht nur technische, sondern auch rechtliche Maßnahmen notwendig sind, um der wachsenden Bedrohung durch Cyberkriminalität entgegenzuwirken.
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