LONDON (IT BOLTWISE) – Die britische Raumfahrtindustrie steht vor einer spannenden Herausforderung: die Herstellung von Produkten im Weltraum. Unternehmen wie Space Forge und BioOrbit arbeiten daran, die Vorteile der Schwerelosigkeit für die Produktion von Halbleitern und Medikamenten zu nutzen. Doch die Rückführung der Produkte zur Erde bleibt eine große Hürde.

Die britische Raumfahrtindustrie steht vor einer spannenden Herausforderung: die Herstellung von Produkten im Weltraum. Unternehmen wie Space Forge und BioOrbit arbeiten daran, die Vorteile der Schwerelosigkeit für die Produktion von Halbleitern und Medikamenten zu nutzen. Doch die Rückführung der Produkte zur Erde bleibt eine große Hürde.
Space Forge, ein Pionier im Bereich der In-orbit-Fertigung, hat sich zum Ziel gesetzt, Halbleitersubstrate im Weltraum herzustellen. Der CEO des Unternehmens, Joshua Western, betont, dass die Abwesenheit von Menschen im Produktionsprozess ein Vorteil ist, da menschliche Fehler vermieden werden können. Dies ist besonders wichtig, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit unzureichend ausgebildeten Astronauten kam, die Experimente oder Produkte beschädigten.
Ein weiteres Unternehmen, das sich auf die In-orbit-Fertigung konzentriert, ist BioOrbit. Das Unternehmen plant, Proteinkristallisation im Weltraum für die Behandlung von Krebserkrankungen auf der Erde zu nutzen. Jacques Fossey von BioOrbit ist optimistisch, dass neue Wiedereintrittsfahrzeuge den Markt für diese Produkte erschließen werden. Dennoch bleibt die Integration in die Lieferkette eine Herausforderung, insbesondere wenn Produkte im Weltraum verbleiben sollen, um auf anderen Raumfahrzeugen genutzt zu werden.
Die britische Regierung unterstützt diese Entwicklungen mit erheblichen Investitionen. Jodie Howlett von der UK Space Agency betont, dass die In-orbit-Fertigung ein Schlüsselbereich für die Raumfahrt ist und erhebliche kommerzielle Chancen bietet. Neben Space Forge und BioOrbit arbeitet die Regierung auch mit Orbit Sky an der Produktion von Fluoridglas im Weltraum, das in speziellen optischen Fasern verwendet werden könnte.
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Die Rückführung der Produkte zur Erde ist technisch anspruchsvoll und erfordert innovative Lösungen wie die von Space Forge entwickelte „Mary Poppins from space“-Technologie, eine Art umgekehrter Regenschirm, der als Hitzeschild dient. Trotz dieser Hürden sind die Möglichkeiten, die die In-orbit-Fertigung bietet, enorm. Von effizienteren Elektronikgeräten bis hin zu besseren Medikamenten könnten die Vorteile weitreichend sein.
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