Z cRICH / LONDON (IT BOLTWISE) – Empa überträgt das „Safe and Sustainable by Design“-Prinzip auf Graphen und prüft, wie sich Sicherheit und Nachhaltigkeit bei komplexen 2D-Materialien in der Praxis bewerten lassen. Die Forschenden nutzen eine breite Datenbasis aus dem Graphene Flagship, um das SSbD-Framework an Materialvarianten, Expositionswege und Werkzeuge anzupassen. Damit rückt die Frage in den Fokus, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen zugängliche Prozesse für Industrie und vor allem KMU werden. Gleichzeitig warnen die Experten davor, noch nicht vollständig verstandene Umwelt- und Gesundheitsrisiken als erledigt zu betrachten.

Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis
Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Graphen gilt seit seiner erstmaligen Synthese 2004 als eine Art „Schweizer Taschenmesser“ der Materialwissenschaft: zweidimensionale Kohlenstoffschichten, die elektrisch leitend, nahezu transparent und gleichzeitig hochzugfest sind. Gerade weil das Material in Forschung, Prototypen und potenziellen Anwendungen so oft vorkommt, rückt aber auch eine zweite Frage nach vorne: Wie stellt man sicher, dass „leistungsfähig“ nicht automatisch „unkritisch“ bedeutet? Empa-Forschende um Peter Wick und Fiorella Pitaro nutzen nun das Prinzip „Safe and Sustainable by Design“ (SSbD), um Graphen nicht nur auf Risiken zu untersuchen, sondern die Methodik dahinter für die Anwendung am konkreten Praxisfall zu testen.

Im Kern geht es nicht um ein neues Risikokonzept, sondern um die Zusammenführung zweier Ziele in einem einheitlichen Rahmen. Die Grundidee hinter SSbD ist in der Diskussion um nachhaltige und sichere Innovation bereits bekannt; Empa betont jedoch die Neuheit der systematischen Verknüpfung im „SSbD-Framework“, das der Industrie nachhaltige und sichere Entwicklung erleichtern soll. Dabei greifen die Forschenden auf die Datenlage aus dem EU-„Graphene Flagship“ zurück, in dem die Sicherheit bereits eine zentrale Rolle spielte. Neu ist die wissenschaftliche „Industrie-Brille“: Wo ist das Framework bereits brauchbar, und wo muss es vereinfacht oder weiterentwickelt werden?

Die technische Herausforderung fängt schon bei der Materialbezeichnung an. „Graphen“ ist für die Bewertung in der Praxis selten ein einzelnes, klar definiertes Material, sondern eher ein Dach ff verschiedene Varianten. Neben reinem Graphen existieren Graphenoxid, reduziertes Graphenoxid, Few-Layer-Graphene mit mehreren Schichten und weitere graphenähnliche Materialien. Selbst die Begrifflichkeiten können uneindeutig sein und mehrere leicht unterschiedliche Strukturen abdecken. Empa argumentiert daher, SSbD gerade davon profitieren zu lassen: Die Forschenden können Daten zu Materialsubklassen vergleichen und das Schadpotenzial in Beziehung zur Struktur setzen, um im Idealfall ff konkrete Anwendungen die sicherste Variante auszuwählen.

Ein zweiter technischer Hebel liegt in der Exposition: Nicht nur das Material selbst entscheidet über das Risiko, sondern auch der Weg in den menschlichen Körper. Wird Graphen inhaliert, gelangt es als Bestandteil eines Medikaments direkt in die Blutbahn, oder wandert es über die Nahrungskette in den Verdauungstrakt? Gelangt es über die Haut in Kontaktzonen? Empa macht damit deutlich, dass SSbD in der praktischen Bewertung eng mit dem Anwendungsszenario verbunden ist, weil davon abhängt, ob, wie und in welchen Mengen Exposition stattfindet. Diese Logik ist entscheidend, weil das Framework andernfalls zu generisch bleibt und damit in Regulatorik und Beschaffung nur eingeschränkt belastbar ist.

Damit das SSbD-Framework in der Industrie wirklich greift, muss es zudem „materialtauglich“ werden. Empa verweist darauf, dass die in den Bewertungen eingesetzten Tools und Modelle ursprünglich vor allem für Chemikalien entwickelt wurden. Bei Chemikalien dominiert meist die Molekülstruktur als Eigenschaftenstreiber; bei Materialien kommen dagegen deutlich mehr Faktoren zusammen: Oberflächenbeschaffenheit, Partikelgröße und -form, sowie Herstellungs- und Verarbeitungswege. Das bedeutet ff die KI- und Datenstrategie der kommenden Jahre: Nicht nur Klassifikation, sondern auch die Erfassung und Modellierung struktureller, prozessbedingter und expositionsbezogener Parameter wird wichtiger. Genau hier will Empa ansetzen und bestehende SSbD-Werkzeuge so weiterentwickeln, dass sie übertragen und vergleichbar werden können.

Im Marktkontext ist der Ansatz besonders relevant, weil Unternehmen zunehmend von „Proof of Value“ hin zu „Proof of Safety“ wechseln müssen. Wettbewerber entlang der Wertschöpfungskette ben Druck aus: Einige große Material- und Chemieakteure arbeiten längst an Standardisierung, unter anderem über Teststrategien und Datenanreicherung ff regulatorische Anforderungen. Zugleich zeigen Marktbeobachter, dass viele Initiativen an einem ähnlichen Engpass leiden: Daten sind vorhanden, aber die Übersetzung in ein durchgängiges, leicht nutzbares Bewertungs- und Dokumentationssystem ist aufwendig. Empa versucht genau diese Brücke, indem das SSbD-Framework am konkreten Praxisfall „Graphen & graphenähnliche Materialien“ geprüft und schrittweise so angepasst werden soll, dass es ff Anwender mit unterschiedlichen Ressourcen zugänglich wird.

Historisch ist die Idee, Sicherheit früh in Entwicklungszyklen zu verankern, nicht völlig neu. Bereits frühe Debatten zu „benign by design“ und zu vorsorgender Chemikalienbewertung zeigen, dass die Branche versucht, nicht erst am Ende zu reagieren. Neu ist der Umfang, in dem SSbD heute als Rahmen diskutiert wird, weil Datenübersichten zu Materialien, standardisierte Bewertungslogiken und die verstärkte Aufmerksamkeit ff Nachhaltigkeitskennzahlen zusammenkommen. Gerade bei Nanomaterialien und 2D-Stoffen wird deutlich, warum: Übertragbarkeit ist fragil, und damit steigt die Bedeutung sauberer Struktur-Abgrenzung, belastbarer Expositionsannahmen und nachvollziehbarer Modellparameter. Empa benennt zudem explizit, dass es trotz guter Hinweise noch nicht „alles“ ist und ein vorschneller Schluss unzulässig bleibt.

Ff die nächsten Schritte zeichnet sich ein klarer Zukunftspfad ab: Das SSbD-Framework soll zugänglicher und einfacher werden, damit die Industrie übernehmen kann, insbesondere auch KMU. Gleichzeitig muss die Zuverlässigkeit der Aussagen zu Sicherheit und Nachhaltigkeit hoch bleiben, was in der Praxis bedeutet, dass vereinfachte Workflows ohne Qualitätsverlust nur durch bessere Daten- und Modellabdeckung realistisch sind. Regulatorisch wirkt das wie ein Beschleuniger: Wenn Unternehmen Bewertungen früh und dokumentierbar vorlegen können, sinken Reibungsverluste in Zulassung, Einkauf und Risikokommunikation. Die langfristige Implikation lautet damit: Graphen und andere 2D-Materialien werden perspektivisch nicht nur nach Leistung ausgewählt, sondern nach nachweisbarer, anwendungsspezifischer Sicherheits- und Nachhaltigkeitslage.

In der wissenschaftlichen Einbettung verweist Empa auf Arbeiten zur Umweltsensitivität und zu Gesundheitswirkungen von Graphen und anderen 2D-Materialien sowie auf die Anwendung des SSbD-Frameworks. Dazu gehört beispielsweise: Environmental and Health Impacts of Graphene and Other Two-Dimensional Materials: A Graphene Flagship Perspective (ACS Nano, 2024) und die Studie zur Framework-Anwendung: The safe and sustainable by design framework applied to graphene-based materials (Environment International, 2025). Empa macht damit deutlich, dass SSbD nicht als abstraktes Schlagwort verstanden wird, sondern als methodische Brücke zwischen Daten, Modellierung und praktischer Entscheidungsfindung.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik intelligenter Schreibtisch Roboter | für Kinder & Erwachsene, mit Emotionen Interaktionen und Animationen, Spielzeug Unterhaltung Begleiter Haustier Persönlicher Assistent, für mehr Spaß
1.501 Bewertungen
Eilik intelligenter Schreibtisch Roboter | für Kinder & Erwachsene, mit Emotionen Interaktionen und Animationen, Spielzeug Unterhaltung Begleiter Haustier Persönlicher Assistent, für mehr Spaß
  • NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis".
Stichwörter 2d-material Bewertung Exposition Forschung Gesundheit Graphen Industrie Materialwissenschaft Nachhaltigkeit Nanomaterial Regulierung Risiko Sicherheit Umwelt
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Empa testet „Safe and Sustainable by Design“ für Graphen: Von der Datenlage zur Industrie-Praxis« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.820 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs