FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Der DAX dürfte nach dem Tagestief bei 24.593 Punkten am Donnerstag eher verhalten starten, während der Index weiter Abstand zum 25.000er-Meilenstein hält. Rückenwind kommt vor allem aus Asien: Nikkei und KOSPI nähern sich nach starken Halbleiterdaten erneut ihren Hochs. Micron Technology lieferte überzeugende Quartalszahlen und hob die Umsatzprognose deutlich an, was an den Märkten als Signal für anhaltende KI-Nachfrage gewertet wird. Gleichzeitig setzen fallende Ölpreise die Entspannung an den Inflations- und Risikoannahmen fort.

Der DAX zeigt sich zum Wochenauftakt erneut als Index, der zwar Auftrieb bekommen kann, aber in der Nähe wichtiger Marken nervös reagiert. Am Mittwoch rutschte der Leitindex im Tagestief auf 24.593 Punkte ab, konnte die Verluste am Nachmittag jedoch wieder begrenzen – knapp vor der 50-Tage-Linie. Damit bleibt die zuletzt umkämpfte 25.000-Punkte-Marke weiterhin ein psychologischer Drehpunkt. Für Anleger zählt jetzt weniger die Richtung als das Tempo: Der Markt testet Widerstände, während Impulse aus dem Technologiebereich erst über mehrere Zeitzonen „durchgereicht“ werden.
Technisch betrachtet geht es in dieser Phase um typische Bewegungen an gleitenden Durchschnitten und runden Kursniveaus. Die 50-Tage-Linie wirkt im DAX häufig wie ein kurzfristiger Regimewechsel: oberhalb wird Aggressivität belohnt, darunter dominiert die Rückfallgefahr. Dass der Index das Tagestief wieder ein Stück „zurückholt“, deutet auf Nachfrage an, aber noch nicht auf vollständigen Vertrauensgewinn. Die Distanz zur 25.000er-Zone bleibt daher ein Warnsignal: Viele Marktteilnehmer sichern Gewinne oder warten eine klarere Bestätigung ab, statt sofort nachzukaufen. Genau deshalb kann die Startphase am Donnerstag eher ruhig ausfallen.
Während Europa noch in der eigenen Tageslogik steckt, sorgt Asien für einen klaren Technologie-Impuls. Nach dem Ende des europäischen Handels hatten US-Indizes zunächst neue Tagestiefs markiert, doch der Blick nach vorne richtet sich inzwischen auf die Halbleiter. In Japan und Südkorea legten Technologiewerte am Donnerstagmorgen spürbar zu, wodurch sich der Nikkei 225 und der KOSPI wieder in Richtung ihrer jüngsten Hochstände bewegten. Treiber dahinter sind insbesondere die Erwartungen an KI-relevante Infrastruktur, weil dort selbst kleine Verbesserungen im Ausblick oft stark auf die gesamte Lieferkette abstrahlen.
Ein konkreter Katalysator dafür kam aus den USA: Micron Technology überzeugte mit starken Quartalszahlen und – besonders wichtig – mit einer Umsatzprognose, die über den Erwartungen lag. In solchen Momenten kippt die Marktpsychologie häufig schneller als bei reinen Gewinnüberraschungen, weil die Prognose die Nachfrage- und Preisannahmen für mehrere Quartale „festnagelt“. Berichten zufolge übertraf das Unternehmen die Analystenschätzungen bei nahezu allen wesentlichen Kennzahlen und hob zugleich die Guidance an. Die Aktie reagierte darauf im nachbörslichen Handel deutlich positiv. Für die asiatischen Märkte wurde das als Bestätigung gelesen, dass die KI-getriebene Chipnachfrage nicht nur ein Strohfeuer ist.
Aus Wettbewerbssicht ist dieser Mechanismus nicht auf Micron beschränkt. Gerade in der KI-Ökonomie stehen Speicher- und Komponentenwerte im Zentrum, weil Rechenzentren nicht nur GPUs, sondern auch massive Mengen an Speicherbandbreite und schneller Datenhaltung benötigen. NVIDIA gilt in der öffentlichen Wahrnehmung zwar oft als klarer Spitzenreiter, doch die Wertschöpfung verteilt sich auf ein Ökosystem aus Speicher, Netzwerken und Fertigung. Insofern kann ein positiver Ausblick eines Speicheranbieters wie Micron auch die Marktlogik für andere Akteure mit ähnlicher Position in der Infrastruktur-Kette stabilisieren – selbst wenn deren Ergebnisse zeitlich versetzt publiziert werden.
Auch die Makrolage liefert aktuell ein zweites Signal: Die Ölpreise setzen den Abwärtstrend fort. Bereits am Vortag wurden damit Teile des Preisanstiegs abgebaut, der im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt seit März entstanden war. Für Aktienmärkte ist das aus zwei Gründen relevant: Erstens sinkt der unmittelbare Druck auf Transport- und Produktionskosten, was die Inflationssorgen dämpfen kann. Zweitens verändern fallende Energiekosten die Risikoprämie bei Bewertungen, weil viele Anleger höhere Inflationserwartungen mit höheren Zinsen verknüpfen. Wenn der Ölkomplex entspannt, bleibt für zyklische und wachstumsorientierte Segmente häufig mehr Spielraum.
Am deutschen Aktienmarkt bleibt dennoch das Rekordniveau der entscheidende Prüfstein. Der DAX markierte am 13. Januar mit 25.507,79 Punkten sein Allzeithoch, ging aber anschließend am selben Tag bei 25.420,66 Punkten aus dem Handel – ebenfalls ein Rekord auf Schlusskursbasis. Diese Differenz ist für Marktteilnehmer mehr als Statistik: Sie zeigt, dass an den Hochs offenbar Gewinnmitnahmen einsetzen. Das aktuelle Verhalten – Rücksetzer an Tiefpunkten und anschließend begrenzte Erholung – passt zu dieser Beobachtung. Experten verwiesen darauf, dass der Index kurzfristig oft erst dann „durchzieht“, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig stimmen: technische Bestätigung, stabile US-Richtung und ein günstigerer Makro-Overlay wie Energiepreise.
Ein Marktkommentar fasst die Lage sinngemäß so zusammen: „Solange der DAX die 50-Tage-Linie nicht nachhaltig hält, bleibt jede Rally eher ein Test als ein Ausbruch.“ Solche Einschätzungen sind gerade in einer Phase wichtig, in der KI-nahe Aktien zwar Rückenwind bekommen, der Gesamtindex aber weiterhin zwischen Widerständen und Rückfallrisiken pendelt. Hinzu kommt, dass Anleger nach einer Serie von starken Bewegungen häufig stärker zwischen Branchen differenzieren: Chip- und Tech-Werte werden gekauft, während breit diversifizierte Positionen vorsichtiger aufgestellt werden. Für die Unternehmen, die sich entlang dieser KI-Infrastruktur bewegen, kann das kurzfristig Chancen bieten.
Mit Blick auf die nächsten Handelstage dürfte der entscheidende Punkt sein, ob der DAX die Erholung in Richtung 25.000-Punkte fortsetzt oder ob der Markt wieder in die Abwärtsrange gedrückt wird. Wenn Ölpreise weiter nachgeben und Halbleiter-Indikationen aus Asien stabil bleiben, verbessert sich das Sentiment spürbar. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie nachhaltig die Tech-Rally ist: Ein positives Ergebnisereignis wie bei Micron wirkt oft kurzfristig, aber die Bewertung hängt daran, ob Folgequartale die Guidance stützen. Für IT- und Infrastrukturunternehmen bedeutet das in der Praxis: Wer KI-Workloads in Rechenzentren plant, muss mit einer volatilen Kapitalmarktlage rechnen und Versorgungsketten sowie Budgetzyklen eng mit technischer Roadmap abstimmen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DAX startet voraussichtlich zäh: Chip-Impulse aus Asien und fallende Ölpreise" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DAX startet voraussichtlich zäh: Chip-Impulse aus Asien und fallende Ölpreise" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DAX startet voraussichtlich zäh: Chip-Impulse aus Asien und fallende Ölpreise« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!