HERRNBERG / LONDON (IT BOLTWISE) – Instone Real Estate setzt das Wohnquartier „Gefylde“ in Herrenberg mit dem zweiten Bauabschnitt fort und startet dort die Rohbauarbeiten. Hinzu kommen 52 weitere Eigentumswohnungen im Rahmen des Gesamtprojekts mit rund 170 Wohneinheiten. Das Quartier bleibt dabei autofrei geplant und kombiniert wohnungsnahe Mobilität mit energetischen Standards. Besonders: Die Gebäude sollen im EH-40-Standard entstehen und das QNG-Siegel adressieren.

Instone Real Estate geht beim Wohnquartier „Gefylde“ in Herrenberg in die nächste Phase: Nach dem ersten Bauabschnitt startet das Unternehmen nun die Rohbauarbeiten am zweiten Abschnitt. Damit rückt die Zeppelinstraße als sichtbarer Fortgang der Quartiersentwicklung stärker in den Fokus, obwohl das Projekt bereits über den ersten Bauabschnitt hinweg auf Resonanz gestoßen ist. Der zweite Bauabschnitt bringt dabei nicht nur zusätzliche Wohnungen, sondern setzt auch konzeptionell auf ein durchgängiges Bild: ein modernes, zukunftsorientiertes Wohnumfeld, das sich sowohl über Energiekennwerte als auch über die Alltagsorganisation der Bewohnerinnen und Bewohner definiert.
Im zweiten Bauabschnitt entstehen 52 Eigentumswohnungen, die Teil des Gesamtprojekts mit insgesamt rund 170 Wohneinheiten sind. Die Wohnungsgrößen decken nach Angaben der Projektplanung 1,5 bis 5 Zimmer ab, mit Flächen von 43 bis 122 m². Für Käuferinnen und Käufer ist das vor allem deshalb relevant, weil solche Spannen in der Praxis unterschiedliche Lebensphasen adressieren können: kleine Einheiten eignen sich häufig für Berufseinsteiger oder Paare, größere Grundrisse sind hingegen für Familien oder Homeoffice-Nutzung ausgelegt. Dass Instone die Bandbreite über mehrere Zimmerkategorien gleichzeitig in einem Bauabschnitt umsetzt, deutet auf eine übergreifende Vermietungs- und Vermarktungslogik hin, die nicht nur auf eine Zielgruppe optimiert, sondern das Quartier als langfristigen Wohnstandort positionieren will.
Technisch betrachtet setzt der zweite Bauabschnitt auf einen klaren Energiepfad. Die Gebäude sollen im EH-40-Standard errichtet werden und damit die Anforderungen für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) erfüllen. In der konkreten Umsetzung wird ein Energiekonzept mit Wärmepumpen und Photovoltaik genannt, was die Systemarchitektur in Richtung elektrifizierter Wärmebereitstellung und eigener Stromerzeugung verschiebt. Gerade bei Quartiersentwicklungen ist das ein wichtiger Hebel: Wärmepumpen reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, während Photovoltaik typischerweise den Eigenverbrauch im Jahresverlauf verbessern kann. Zusätzlich werden Maßnahmen beschrieben, die nicht nur den Energiebedarf adressieren, sondern auch die Betriebsbedingungen im Alltag verbessern sollen, etwa durch Retentionsflächen nach dem Schwammstadtprinzip und eine extensive Dachbegrünung.
Das Schwammstadtprinzip wirkt dabei wie ein Gegenentwurf zu klassischen Entwässerungslogiken, bei denen Oberflächenwasser häufig schnell abgeführt wird. Stattdessen sollen Flächen Regenwasser speichern, verzögern und lokal rückführen, wodurch Überlastungen in Starkregenereignissen reduziert werden können. In Kombination mit Retentionsflächen und Dachbegrünung entsteht ein Ansatz, der ökologische Funktionen mit mikroklimatischen Effekten verbindet: Begrünte Dachflächen können die Temperaturen dämpfen, die Verdunstung unterstützen und damit indirekt zur Wohnqualität beitragen. Daneben nennt die Planung schattenspendende Bäume als Baustein für thermische Behaglichkeit. Solche Elemente sind in Zeiten, in denen Klimaanpassung in Standards und Förderlogiken immer stärker vorkommt, nicht nur „nice to have“, sondern werden bei Neubauten zunehmend zum integralen Bestandteil des Gesamtkonzepts.
Beim Blick auf die Quartiersorganisation wird deutlich, dass Instone „Gefylde“ nicht als Ansammlung von Gebäuden versteht, sondern als begeh- und nutzerorientierte Nachbarschaft. Der Gesamtentwurf ist autofrei konzipiert und sieht wohnungsnahe Aufenthaltsbereiche, begrünten Höfe sowie einen Quartiersplatz als zentralen Treffpunkt vor. Gerade diese Kombination zielt auf eine Entzerrung des Verkehrs ab: Wenn Mobilitätsströme innerhalb des Quartiers nicht über Pkw dominiert werden, gewinnen Wege für Fuß- und Radverkehr an Bedeutung und können sicherer gestaltet werden. Dazu passen die kurzen und sicheren Verbindungen innerhalb des Quartiers, die explizit auf Fuß- und Radmobilität ausgerichtet sind. Ergänzend nennt die Projektplanung Co-Working-Spaces sowie eine quartierseigene Fahrradwerkstatt, also Angebote, die nicht nur den Weg, sondern auch die Nutzung im Alltag verbessern.
Auch die soziale Infrastruktur wird im Kontext des Zeitplans adressiert: Gemeinsam mit der im ersten Bauabschnitt vorgesehenen Kita entsteht ein familienfreundliches Umfeld, bei dem Kinderbetreuung und kurze Wege in den Alltag integriert werden. Dass Nahversorgung, Schulen und der ÖPNV in der Umgebung ebenfalls als kurz erreichbar beschrieben werden, ist in der Praxis ein entscheidender Qualitätsfaktor. Viele Kaufentscheidungen hängen nicht an einem einzelnen Gebäude, sondern an der Frage, wie gut der tägliche Rhythmus funktioniert: Einkäufe, Wege zu Bildungseinrichtungen und Pendelrouten bestimmen die tatsächliche Lebensqualität stärker als die reine Quadratmeterzahl. Durch die autofreie Gestaltung und den Fokus auf wohnungsnahe Außenräume soll diese Logik im Quartier sichtbar werden.
Der Standort spielt dabei eine Rolle, die über die Projektgrenzen hinausgeht. Herrenberg wird als historisch gewachsen beschrieben, mit wirtschaftlicher Stärke und einer guten Anbindung an die Region Stuttgart sowie den Technologieraum Böblingen/Sindelfingen. Damit positioniert sich das Quartier in einem Umfeld, in dem Arbeitsplätze und Ausbildungsangebote relativ nah liegen, was wiederum die Nachfrage nach stadtnahen Wohnlagen stützt. Ebenso betont die Planung den Freizeit- und Erholungswert: Wenn ein Standort nicht nur funktional erreichbar ist, sondern auch kurze Erholungswege bietet, wirkt das häufig als Standortvorteil für unterschiedliche Zielgruppen. Für den Markt ist das relevant, weil Wohnungsneubau in prosperierenden Regionen zwar stark nachgefragt wird, sich aber letztlich über Mikrostandorte differenziert.
Für die weitere Projektentwicklung ist der zweite Bauabschnitt damit mehr als ein Baufortschritts-Update. Er bündelt energetische Zielwerte (EH-40, QNG) mit einer baulich-technischen Infrastruktur (Wärmepumpen, Photovoltaik) und ergänzt sie um klimaangepasste Freiraumstrategien (Schwammstadt, extensive Dachbegrünung, Bäume). Gleichzeitig wird die Quartierslogik über Autofreiheit, zentrale Aufenthaltsflächen und Mobilitätsangebote wie Fahrradwerkstatt und Co-Working-Spaces auf den Alltag ausgerichtet. So entsteht ein Konzept, das bei der späteren Nutzung besonders darauf ankommt, wie gut sich Energie- und Freiraumkonzept in der Realität bewähren. Gerade in Neubauprojekten zeigen sich in den ersten Betriebsjahren, wie zuverlässig Systeme laufen und wie Bewohner die Außenbereiche annehmen; genau dafür dürfte der nächste Schritt der Projektumsetzung in Herrenberg eine entscheidende Grundlage schaffen.
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