DÜSSELDORF / LONDON (IT BOLTWISE) – Efeu wird in Bädern oft als natürlicher Luftreiniger diskutiert, doch entscheidend ist, welche Effekte realistisch sind. In dem Beitrag wird der Anspruch mit einer konkreten Zeitspanne von zwölf Stunden und einer genannten Sporenreduktion gegenübergestellt. Dazu kommen praktische Gestaltungsregeln wie großformatige Fliesen, klare Farbkombinationen und ein optimierter Raumfluss. Und weil moderne Bäder mehr leisten müssen, wird die Brücke zu barrierefreier Technik geschlagen – von wasserlosen Konzepten bis zu Hilfsmitteln für Kontinenz.

Badgestaltung spielt heute nicht nur mit Materialität, sondern auch mit Luftqualität und Nutzbarkeit. Während sich klassische Sanitärplanung lange auf Flächen, Armaturen und Reinigungsfreundlichkeit konzentrierte, rückt die Frage nach dem „Raumklima“ stärker in den Fokus. Genau an dieser Stelle setzt die Diskussion um Zimmerpflanzen an: Sie werden nicht nur als Dekoration verstanden, sondern als ergänzende Maßnahme, die den Eindruck von Sauberkeit und Frische im Alltag stützen soll. Im Text werden dabei sowohl gestalterische Konzepte als auch ein konkretes Pflanzenbeispiel miteinander verknüpft – und damit die Erwartung, dass das Bad als System funktioniert.
Gestalterisch wird das mit dem Beispiel einer Villa in Singapur greifbar gemacht: Das Gebäude „Villa Otto“ folgt einem Grundriss in Form der Zahl Acht, die im Feng Shui als Symbol für Reichtum gilt. Zwei kreisförmige Pavillons verbinden sich dabei über Travertin, Edelstahl und Bronze; das Master-Schlafzimmer wird mit 500 Quadratmetern angegeben. Für den Design-Alltag steckt darin vor allem eine Logik: Geometrie und Materialwechsel schaffen Orientierung, ohne den Raum überzustrapazieren. Auch kleinere Projekte greifen diese Denkweise auf – etwa das „Light Corridor in Grayness“ (2022) mit einem Umbau von T- zu H-förmigem Grundriss. Verspiegelte Decken und verschiebbare Glastüren sollen den Raum optisch weiten und damit die Wahrnehmung von Helligkeit erhöhen.
Wenn es dann um die Luft im Bad geht, wird im Beitrag ausdrücklich der gemeine Efeu ins Zentrum gerückt. Laut AOK könne er innerhalb von zwölf Stunden bis zu 80 Prozent der Schimmelsporen aus der Luft aufnehmen und insgesamt bis zu 94 Prozent der Schadstoffe filtern. Das ist eine bemerkenswerte Zielgröße, weil sie nicht bei „besser riechen“ oder „ein bisschen frischer wirken“ stehenbleibt, sondern einen messbaren Zeitraum und konkrete Prozentwerte nennt. Gleichzeitig ordnet der Text die Pflanze auch praktisch ein: Efeu komme mit halbschattigen Standorten zurecht – damit passt er gut in typische Badezimmerbedingungen, in denen Tageslicht häufig gedämpft ist. Die Kehrseite wird ebenfalls erwähnt: Efeu sollte so platziert werden, dass er für Haustiere unzugänglich bleibt.
Für die Umsetzung bedeutet das: Pflanzenauswahl und Platzierung sind eng an die tatsächlichen Randbedingungen im Raum gekoppelt. Dazu gehört nicht nur Licht, sondern auch Luftfeuchte und die Frage, wie stark Feuchtigkeit über Lüftung und Nutzung wirklich gesteuert wird. Der Beitrag ergänzt das um Feng-Shui-Aspekte und nennt Elefantenohr (Alocasia macrorrhizos) sowie Philodendron-Hybriden wie „Dean McDowell“ als Pflanzen, die positive Energie symbolisieren sollen. Technisch relevant ist hier vor allem die Pflanzenfunktion: Große Blattflächen erhöhen die Verdunstung, und im Text wird beschrieben, dass diese Pflanzen Schadstoffe wie Formaldehyd, Toluol und Xylol filtern. Ob und wie stark das im Einzelfall ausfällt, hängt in der Praxis jedoch stark vom Raumvolumen, der Luftwechselrate und der vorhandenen Schadstofflast ab – Efeu kann also eher als ergänzende Komponente verstanden werden, nicht als Ersatz für Lüften oder eine saubere Bauausführung.
Auch die „innere Ordnung“ wird im Text als Teil des Bad-Designs behandelt – allerdings weniger esoterisch, sondern mit strukturierten Routinen. Heike Schauz, Expertin für Business Feng Shui, wird mit einer Filmreihe zitiert bzw. eingeordnet: Ziel sei eine Normalisierung der Lehre, indem digitale und physische Präsenz sowie konsequente Strukturen den geschäftlichen Erfolg fördern sollen. Für den Alltag wird daraus eine klare Methode abgeleitet: die 20/10-Methode von Rachel Hoffman, bei der 20 Minuten geputzt oder aufgeräumt und zehn Minuten Pause gemacht werden. Gerade im Bad ist das relevant, weil viele Aufgaben sich sonst „unendlich“ anfühlen – von Ablagerungen auf Fliesenfugen bis hin zu geordneter Hygiene im Schrank. Wenn zugleich gleiche Fliesen für Boden und Wände empfohlen werden und hellere Farbtöne (Hellbeige, Sandgrau, Cremeweiß) kleine Räume größer wirken lassen, entsteht ein Zusammenspiel aus visuellem Ruhe-Effekt und leichterer Pflege.
Während Pflanzen, Flächen und Routinen das persönliche Umfeld verbessern sollen, bringt der Beitrag zudem eine stärker infrastrukturelle Sicht ins Spiel: nachhaltige Technik und Barrierefreiheit. Als Beispiel wird Urimat genannt, das wasserlose Urinale produziert, die pro Einheit bis zu 100.000 Liter Trinkwasser pro Jahr einsparen sollen. Daneben rückt die REHACARE (September 2026 in Düsseldorf) in den Fokus, wo Kontinenz als wichtiges Thema beschrieben wird; die Deutsche Kontinenzgesellschaft schätzt mindestens zehn Millionen Betroffene in Deutschland. Ergänzt werden bauliche Maßnahmen im barrierefreien Badezimmer um moderne Hilfsmittel und innovative Therapien. Damit verschiebt sich die Diskussion vom „wie schön ist das Bad?“ hin zu „wie zugänglich, zuverlässig und alltagstauglich ist es für unterschiedliche Bedürfnisse?“
Für Leserinnen und Leser ergibt sich daraus ein pragmatischer Rahmen: Wer die Luftqualität im Bad verbessern will, sollte Lüften als Basis behandeln und Pflanzen wie Efeu als zusätzliche Maßnahme einplanen – inklusive sicherer Platzierung bei Haustieren. Wer das Raumgefühl steigern möchte, kann mit großformatigen Fliesen ab 60 mal 60 Zentimetern, einer durchgängigen Farblogik und reflektierenden Oberflächen ansetzen, während ein klug geführter Raumfluss den Alltag entlastet. Und wer Bäder für verschiedene Lebenssituationen planen muss, findet in der Kombination aus nachhaltiger Sanitärtechnik und barrierefreier Ausrichtung einen übergeordneten Gestaltungsansatz. Gerade weil der Beitrag sowohl Prozentwerte zur Luftreinigung als auch konkrete Projektbeispiele liefert, lohnt sich die Einordnung: Es geht weniger um eine einzelne Wunderlösung, sondern um ein Gesamtsystem aus Design, Nutzung und Technik.
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