LONDON (IT BOLTWISE) – AVM verteilt im Juli neue Firmware für mehrere FRITZ!Box-Modelle. Die meisten Geräte erhalten FRITZ!OS 8.25, während ein Router bereits auf FRITZ!OS 8.26 aktualisiert wird. Die Updates zielen auf stabileres WLAN, eine verbesserte Mesh-Verbindung und zusätzliche Funktionen rund um Monitor, Heimserver und Telefonie. Wer betroffen ist, sollte das Update zeitnah einplanen, weil dabei kurzfristige WLAN-Aussetzer möglich sind.

Wer im Juli eine FRITZ!Box zu Hause betreibt, bekommt aller Wahrscheinlichkeit nach eine neue Firmware-Welle zu spüren: AVM verteilt nach eigenen Angaben Updates für insgesamt 11 Modelle. Dabei liegt der Schwerpunkt auf FRITZ!OS 8.25, das für die meisten betroffenen Router vorgesehen ist. Ein bestimmtes Modell erhält zusätzlich bereits FRITZ!OS 8.26, was in der Praxis vor allem für Nutzer relevant ist, die früh von Fixes und Funktionsanpassungen profitieren wollen. Wichtig ist vor allem der Effekt auf die WLAN-Stabilität: Das Update-Paket kombiniert Fehlerbehebungen mit Mechanismen, die die Verbindung in Mesh-Topologien robuster machen sollen.
Welche Geräte konkret in diesem Zyklus eine neue Version bekommen, lässt sich anhand der Modellliste eingrenzen: FRITZ!Box 5690 Pro, FRITZ!Box 7632, FRITZ!Box 7630, FRITZ!Box 4690, FRITZ!Box 4060, FRITZ!Box 6860 5G, FRITZ!Box 6850 5G, FRITZ!Box 6850 5G v2, FRITZ!Box 6850 LTE, FRITZ!Box 6825 LTE und FRITZ!Box 7510. In dieser Aufstellung erhalten die meisten Router FRITZ!OS 8.25, während für die FRITZ!Box 7510 bereits FRITZ!OS 8.26 bereitgestellt wird. Genau diese Unterscheidung macht das Thema für IT- und Netzverantwortliche im Haushalt oder in kleinen Büroumgebungen praktisch: Wer mehrere Standorte oder mehrere Repeater nutzt, kann gezielt planen, wie schnell sich die Änderungen im Funknetz ausrollen.
Technisch besonders relevant ist bei FRITZ!OS 8.25 der neue Online-Monitor. Die Neuerung dreht sich um Transparenz im Alltag: In einer Übersicht lässt sich nachvollziehen, welches Gerät am meisten Internetressourcen verbraucht. Gerade wenn mehrere Clients parallel streamen, gamen oder große Uploads anstoßen, hilft diese Sicht dabei, Lastspitzen nicht nur zu vermuten, sondern zuzuordnen. Daneben adressiert AVM die Mesh-Verbindung zwischen Router und Repeatern: Statt dass die beteiligten Geräte starr an einer bestimmten Verbindungsmethode festhalten, sollen sie nun selbstständig die stabilste Option untereinander auswählen. Für Nutzer bedeutet das vor allem weniger Ausfälle und weniger „Zickzack“-Routen im Funk, wenn sich im Tagesverlauf Abdeckungen, Störungen oder Auslastungen ändern.
Für den Heimserver-Betrieb bringt FRITZ!OS 8.25 ebenfalls konkrete Verbesserungen mit. Wer über FRITZ!NAS bereits einen Heimserver eingerichtet hat, kann Ordner künftig per Link teilen; andere können diese Inhalte dann zum Hoch- oder Herunterladen nutzen. Das ist vor allem dann interessant, wenn man Familienfotos, Projektdateien oder Archivmaterial ohne dauerhafte Cloud-Abos bereitstellen möchte. Zusätzlich wird die Kindersicherung im Router-Interface übersichtlicher: So kann das Zugangsprofil eines Kindes nun mit einem Gerät verknüpft werden, während Nutzungslimits gezielt eingerichtet werden. Damit rückt ein Aspekt in den Vordergrund, der in vielen Haushalten bisher nur eingeschränkt praktikabel war – nämlich die saubere Kopplung aus Person, Gerät und Zeitprofilen.
Auf der Fehlerbehebungsseite benennt AVM mehrere Problemfelder, die mit FRITZ!OS 8.25 adressiert werden. Dazu zählen unter anderem Schwierigkeiten bei der Anmeldung von Wi-Fi-7-Geräten, Einschränkungen der Kanalbandbreite im 5-Gigahertz-WLAN sowie Fehler im Online-Monitor, in der Kindersicherung und in der Heimnetzverwaltung. Gerade die Kombination aus Funk-Feintuning (Kanalbandbreite) und Management-Funktionen (Monitor, Profile, Verwaltung) ist aus Netzwerksicht sinnvoll: Wenn die Funkseite nicht stabil genug ist, kann selbst ein gutes Reporting im Alltag „zu spät“ wirken. Ergänzend erweitert die FRITZ!Box 6850 5G v2 mit dem Update die Telefoniefunktionen: Künftig soll damit das Telefonieren über die Telefonnummer der eingelegten SIM-Karte möglich sein – unterstützt über VoLTE und VoNR. Das reduziert die Zahl der „Parallelwelten“ in der Kommunikation, weil die Mobilfunknummer direkt im Router-Kontext nutzbar wird.
Für Nutzer der FRITZ!Box 7510 ist die zusätzliche Version FRITZ!OS 8.26 besonders greifbar, weil AVM hier ein Geschwindigkeitsproblem behebt. Laut Beschreibung gab es Fehler bei bestimmten Anschlüssen, bei denen die Übertragungsgeschwindigkeit ausgebremst wurde. Damit konnten Nutzer ihren schnellen Internettarif nicht vollständig ausnutzen; nach dem Update soll die volle Performance wieder verfügbar sein. In der Praxis ist das ein typischer Punkt, an dem Router-Firmware und Provider-Setup direkt zusammenwirken: Selbst wenn Leitung und Modem/ONT korrekt funktionieren, kann ein Bug in der Aushandlung oder der Datenpfad-Konfiguration die effektive Bandbreite drücken. Für betroffene Haushalte oder kleine Unternehmen, die sehr datenintensive Anwendungen (Videokonferenzen in hoher Qualität, große Backups, dauerhaftes Streaming) nutzen, kann das Update daher unmittelbar spürbar sein.
Wie installiert man das Update? AVM empfiehlt, im Browser die Adresse fritz.box aufzurufen oder alternativ die IP-Adresse der FRITZ!Box einzutragen. Nach der Anmeldung mit dem Passwort geht es in die Systemeinstellungen, dort findet sich der Menüpunkt „Update“. Über „Update“ können Nutzer nach neuen Firmware-Versionen suchen und prüfen, ob die aktuelle Version verfügbar ist. Während des Updates kann es vorkommen, dass das WLAN kurz ausfällt; deshalb empfiehlt sich eine Zeitplanung, die nicht mitten in Nutzungs-Spitzen fällt. Besonders pragmatisch ist der Hinweis, das Update kurz vor dem Schlafengehen zu starten. Wer automatische Updates aktiviert hat, muss sich dagegen in der Regel um den Installationszeitpunkt nicht aktiv kümmern.
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