LONDON (IT BOLTWISE) – Im Interview erklärt Jürgen Maier, wie der Raiffeisen-Nachhaltigkeit-EmergingMarkets-Aktien seine ESG-Regeln praktisch umsetzt und warum Datenlage heute weniger limitierend sei. Der Fonds hält dabei bewusst einen operativen ESG-Puffer, nutzt aber ausschließlich nachhaltig eingestufte Unternehmen. Im Portfolio dominieren zudem KI-nahe „Schaufelverkäufer“ aus Asien, während Währungsrisiken in der Regel nicht systematisch abgesichert werden. Maier adressiert außerdem die Sorge vor einem wirtschaftlichen Ausbluten der Emerging Markets und verweist auf eine Neuordnung der Globalisierung statt eines Kollapses.

Wer Emerging Markets nur unter dem Blickwinkel sinkender Wachstumsaussichten betrachtet, übersieht laut Jürgen Maier eine entscheidende Verschiebung: nicht das Ende der Länder, sondern eine Umstellung der Produktions- und Investitionsströme. Im Fokus des Raiffeisen-Nachhaltigkeit-EmergingMarkets-Aktien steht deshalb ein klassischer Bottom-up-Quality-Growth-Ansatz, der sich auf Unternehmen mit hoher Ergebnisqualität, robuster Bilanz und belastbarer Corporate Governance stützt. Dazu kommt das Thema Digitalisierung und insbesondere die Rolle Asiens als Ort, an dem Rechenleistung, Halbleiter und industrielle Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) aufgebaut und skaliert werden. Genau daraus leitet Maier auch die auffällige Portfolio-Ausprägung ab, die viele Beobachter zunächst als „KI-Schaufelverkäufer“-Story einordnen.
Die ESG-Umsetzung im Fonds ist dabei nicht als vage Leitlinie gedacht, sondern als mehrstufiger Prozess mit klaren Datenquellen und einer eigenen Plausibilisierung. Laut Angaben im Interview liegt die Grundlage bei einer regulatorischen Mindestgrenze von 80% ESG-Investments, wobei der Fonds tatsächlich ausschließlich in nachhaltig eingestufte Unternehmen investiert. Der verbleibende Puffer dient im operativen Betrieb, etwa für Cash-Positionen oder für Phasen, in denen ESG-Bewertungen neu justiert werden. Weil Emerging Markets in der Vergangenheit oft als datenarm galten, musste das Team bei Start 2017 nach eigenen Angaben teilweise aktiv Überzeugungsarbeit leisten, damit Unternehmen notwendige Informationen an ESG-Datenprovider liefern.
Technisch läuft die ESG-Selektion über externe Informationen und hausinterne Kriterien gleichzeitig: Maier nennt die Kombination aus externen Daten von MSCI ESG und ISS sowie den PAB-Kriterien, die anschließend durch die Analyse des Sustainability Office ergänzt wird. Als Ergebnis entsteht ein Raiffeisen ESG-Corporate-Indikator, der dem Fonds die ESG-Konformität transparenter machen soll. Praktisch wird es dann bei der Portfoliobildung: Aus rund 1000 Unternehmen, für die die notwendigen Nachhaltigkeitsdaten eingehen, verbleiben nach einer detaillierten Nachhaltigkeits- und Finanzanalyse etwa 500 Titel als investierbares Universum. Daraus werden schließlich rund 100 bis 120 Positionen ausgewählt, wobei neben dem Modell- und Bilanzfokus vor allem auch Managementqualität und Governance eine zentrale Rolle spielen – gerade in Märkten, in denen Governance-Realität und Ertragsdynamik stärker auseinanderfallen können.
Die Frage nach dem starken Asien-Schwerpunkt beantwortet Maier nicht mit Index-Tricks, sondern mit Marktmechanik und Wachstumspfaden: Asien dominiere das Emerging-Markets-Universum nach Marktkapitalisierung, Wirtschaftskraft und Konsumentenzahl. Dadurch entstehen besonders überzeugende Wachstumstorys, etwa Halbleiter in Taiwan, Korea und China, Reformdynamik in Kombination mit wachsendem Konsum in Indien oder der Aufbau neuer Industriebasis in Südostasien. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, wie sich die Regionen in Währungspositionen übersetzen: Der Fonds nutzt laut Interview Fremdwährungen wie Rupie, Won und Taiwan-Dollar als integralen Bestandteil der Emerging-Markets-These. Eine systematische Währungsabsicherung würde demnach einen Teil der Story neutralisieren und sei wegen Zinsdifferenzen meist teuer; abgesichert wird eher taktisch in Ausnahmefällen, etwa bei lokalen Währungskrisen.
Damit sind auch die typischen „Blasen“-Einwände adressiert, die sich derzeit an KI-Kursanstiegen entlangziehen. Maier sagt, viele Top-Positionen seien keine reinen Endkundenprofiteure, sondern zentrale Zulieferer und Infrastrukturanbieter für den KI-Boom – klassisch eben die Schaufelverkäufer. Aus seiner Sicht speisen sich die Vorteile nicht nur aus Hype, sondern aus technologischen und skalenbedingten Wettbewerbsvorteilen, die sich im KI-Kontext besonders auszahlen. Gleichzeitig erkennt er punktuelle Übertreibungen und hohe Bewertungen im KI-Segment; im Emerging-Markets-Umfeld seien die Bewertungsniveaus der „Schaufelverkäufer“ im Vergleich aber noch moderat. Entscheidend ist für ihn das Risikomanagement: Wenn Anzeichen für eine Abschwächung bei Neuinvestments im KI-Bereich sichtbar werden, will der Fonds das Exposure reduzieren.
Auch die Debatte über De-Globalisierung und eine mögliche Beschädigung von Emerging Markets ordnet Maier anders ein. Er beschreibt eher eine Neuordnung der Globalisierung, etwa „China plus one“, und betont, dass Länder wie Indien, Vietnam oder Mexiko als alternative Standorte an Bedeutung gewinnen. Die Big Story für Emerging Markets bleibe damit intakt: wachsende Mittelschichten und damit steigender Konsum, Fortschritte bei Digitalisierung sowie anhaltende Energie- und Infrastrukturinvestitionen. Den Zusammenhang zwischen Emerging Markets und steigenden Ölpreisen sieht er heute deutlich differenzierter als früher: Es gebe Netto-Importeure und Netto-Exporteure, und der Effekt sei stark länderspezifisch. Für den eigenen Fonds sei der direkte Einfluss begrenzt, weil Energie- und Ölwerte wegen Nachhaltigkeitskriterien nicht investiert werden; wichtiger seien indirekte Effekte auf Inflation, Zinsen und Konsum in den Kernmärkten.
Am Ende kommt Maier auf das „Warum“ gegenüber anderen Emerging-Markets-Aktienfonds zurück und nennt drei Unterscheidungsmerkmale. Erstens: strenge und eigenständige ESG-Integration, inklusive hausinterner Indikatoren und Zertifizierungen, die im Interview genannt werden. Zweitens: aktives Qualitäts-Stockpicking, bei dem aus dem rund 1000-Titel-Startuniversum ein nachhaltiges Universum von rund 500 Aktien und daraus ein Portfolio von etwa 100 bis 120 Positionen entsteht. Drittens: ein erfahrenes Team mit langem Track Record in Emerging Markets sowie zusätzliche Inputs aus Zukunftsthemen-Teams, die die Resultate in konkrete Investmentideen übersetzen. Wer damit einen nachhaltigen, aktiv gemanagten Zugang zu Emerging Markets mit Qualitätsfokus und KI-nahen Zukunftsthemen sucht, sieht im Fonds laut den Aussagen eine konsequente Umsetzung – nicht nur ein kurzfristiges Thema.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Raiffeisen-EM-ESG mit KI-Zulieferern: Quality-Growth statt Ausbluten" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Raiffeisen-EM-ESG mit KI-Zulieferern: Quality-Growth statt Ausbluten" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Raiffeisen-EM-ESG mit KI-Zulieferern: Quality-Growth statt Ausbluten« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!