LONDON (IT BOLTWISE) – Wolters Kluwer bringt UpToDate medizinische Wissensdatenbanken nativ in das Epic-System. Dadurch sollen klinische Entscheidungshilfen direkt in die Arbeitsabläufe elektronischer Patientenakten eingebettet werden. Die Partnerschaft richtet sich besonders an Safety-Net-Organisationen wie ländliche Krankenhäuser, FQHCs und kleinere Arztpraxen. Für die Anbieter verspricht das weniger Integrationsaufwand und eine schnellere, harmonisierte Nutzung evidenzbasierter Inhalte.

Wolters Kluwer setzt im Markt für Health-IT auf ein Detail, das für viele Kliniken im Alltag den Unterschied macht: Statt medizinische Inhalte als externen Dienst „anzuhängen“, soll UpToDate nativ in die Arbeitsoberfläche von Epic integriert werden. In der Praxis bedeutet das, dass die klinischen Entscheidungshilfen nicht erst nach einem Wechsel der Anwendung gefunden werden müssen, sondern direkt in den Prozess rund um die elektronische Patientenakte (EHR) einfließen. Für unterversorgte Versorgungsstrukturen ist das besonders relevant, weil dort häufig weniger Zeit und IT-Ressourcen für zusätzliche Schnittstellen und Workflows zur Verfügung stehen.
Die Vereinbarung umfasst laut Meldung die Integration mehrerer Wissensbausteine: UpToDate Lexidrug, Medi-Span sowie UpToDate Patient Education werden in die Epic-Plattform eingebunden. Technisch betrachtet verschiebt sich damit die „Andocklogik“ von einem separaten Zugriff auf ein eingebettetes Entscheidungs- und Informationsangebot. Genau diese Kopplung kann die Nutzerführung vereinfachen, denn Fachkräfte erhalten gleichzeitig Kontext zu Medikamenteninformationen sowie patientennahe Aufklärung, ohne die gewohnte Bedienlogik verlassen zu müssen. Der Ansatz adressiert damit nicht nur Informationsverfügbarkeit, sondern auch Konsistenz im Entscheidungsprozess.
Wolters Kluwer nennt als Zielgruppe explizit Safety-Net-Gesundheitsorganisationen, also Organisationen, die einen überproportionalen Anteil der Versorgung abdecken, obwohl sie finanziell und personell oft am stärksten unter Druck stehen. Dazu zählen ländliche Krankenhäuser, kommunale Gesundheitszentren (FQHCs), Einrichtungen indigener Stämme sowie kleinere Arztpraxen. Der Kernversprechen dahinter: Durch die native Integration soll für diese oft unterfinanzierten Einrichtungen ein erheblicher Teil des technischen Aufwands entfallen, der normalerweise bei der Anbindung externer Ressourcen entsteht. Zusätzlich zielt die Kooperation auf eine Zentralisierung der Abrechnung ab, was die Einführungskosten gegenüber Modellansätzen mit individueller Systemintegration in vielen Fällen planbarer machen kann.
Auch aus Sicht der Versorgungsqualität ist die Einbettung in Epic mehr als ein Komfort-Upgrade. Wenn während der Behandlung aktuelle, evidenzbasierte Informationen verfügbar sind, können Fachkräfte fundiertere Entscheidungen treffen und gleichzeitig die Hürden reduzieren, die entstehen, sobald Inhalte in einem zweiten Tool gesucht werden müssen. Damit steigt tendenziell die Wahrscheinlichkeit, dass Leitlinien- oder Wissensstände konsistent genutzt werden. In der Fachdomäne wird das häufig als „Clinical Decision Support“ beschrieben, also als Systematik, die Nutzern in relevanten Situationen Hinweise und Informationen liefert, ohne die eigentliche Arbeitsoberfläche zu verlassen.
An der Börse wird die Ausweitung der Partnerschaft positiv aufgenommen: Die Wolters-Kluwer-Aktie legt um 2,08 Prozent zu und wird bei 69,56 Euro gehandelt. Auffällig ist dabei die kurzfristige Stabilisierung nach einem zeitweise schwierigen Verlauf im laufenden Jahresverlauf. Trotz des heutigen Plus bleibt jedoch seit Jahresbeginn ein Minus von 21,75 Prozent bestehen, was die Erwartungshaltung an strategische Fortschritte im digitalen Gesundheitssektor verdeutlicht. In diesem Umfeld wirkt Epic als Hebel, weil das System in vielen Organisationen etabliert ist und die Integration anderer Wissensquellen dort weniger Reibung erzeugen kann.
Für Wolters Kluwer hängt viel an dem Ansatz, Reichweite in einem margenstarken Wachstumsmarkt aufzubauen. Die Meldung ordnet die Integration in weit verbreitete Systeme wie Epic als wesentlichen Faktor ein, um die Kundenbindung bei medizinischen Fachkräften dauerhaft zu erhöhen und die IT-Einstiegshürden für neue Kunden zu senken. Solche „Platform-Gateways“ sind in der Gesundheits-IT seit Jahren ein wiederkehrendes Muster: Statt punktueller Zusatzmodule gewinnen Anbieter an Zugkraft, wenn ihre Inhalte dort erscheinen, wo die täglichen Entscheidungen ohnehin getroffen werden. Wenn außerdem die Einführungskosten für weniger technikaffine Einrichtungen sinken, entsteht ein zusätzlicher Skaleneffekt im Vertrieb, weil weniger individuelle Integrationsprojekte nötig sind.
Für Anbieter und Anwender stellt sich in den nächsten Monaten vor allem die Frage nach der praktischen Wirkung im Alltag: Wie schnell werden die neuen Wissensbausteine in Epic von den ersten Einrichtungen aktiviert, und wie gut passen sie sich an regionale Versorgungspfade an? Gleichzeitig wird die Betriebsperspektive entscheidend sein, denn „native“ bedeutet auch, dass Inhalt und Darstellung eng an die EHR-Umgebung gekoppelt sind. Wenn der Ansatz gelingt, könnte er für Safety-Net-Organisationen ein konkreter Schritt hin zu stärker harmonisierten Informations- und Entscheidungslagen sein. Damit rückt eine Integration in den Vordergrund, die nicht nur Daten bereitstellt, sondern die Nutzung in den klinischen Prozess hineinholt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Wolters Kluwer integriert UpToDate nativ in Epic für klinische Entscheidungshilfen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Wolters Kluwer integriert UpToDate nativ in Epic für klinische Entscheidungshilfen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Wolters Kluwer integriert UpToDate nativ in Epic für klinische Entscheidungshilfen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!