LONDON (IT BOLTWISE) – Maingear stellt die überarbeitete Zero-Serie mit der MG-RC-Technologie vor, bei der Anschlüsse auf der Mainboard-Rückseite sitzen. Das soll Kabelmanagement vereinfachen und das Innenleben sichtbar aufgeräumter wirken lassen, ergänzt durch eine gebogene 4-Millimeter-Glasscheibe aus Temperglas. Die Einstiegsversion „Emerald“ startet bei 2.799 Euro mit Intel Core Ultra 5 250K Plus und GeForce RTX 5070. Parallel kündigt Intel neue Core-Ultra-200S-Plus-Desktop-Chips an, während Lenovo und HP weitere Workstation-, AIO- und KI-PC-Modelle nachschieben.

Mit der neuen Zero-Serie setzt Maingear auf eine Designidee, die im Desktop-Alltag oft unterschätzt wird: weniger Kabelsalat, mehr Übersicht. Im Zentrum steht die MG-RC-Technologie (Maingear Rear Connection), bei der Anschlüsse direkt auf der Rückseite des Mainboards sitzen. Damit lässt sich die Verdrahtung im Gehäuseinneren deutlich ruhiger führen und der Blick im Aufbau konzentriert sich eher auf Komponenten statt auf Strom- und Datenleitungen. Zusätzlich spendiert Maingear der überarbeiteten Reihe eine gebogene 4-Millimeter-Glasscheibe aus Temperglas, die als „Panoramablick“ auf CPU, Kühler und Grafikkarte ausgelegt ist und nicht nur eine klassische Seitenwandabdeckung ersetzt.
Preislich startet die Linie „Emerald“ bei 2.799 Euro und kombiniert einen Intel Core Ultra 5 250K Plus mit einer GeForce RTX 5070. Darauf folgt „Sapphire“ für 3.799 Euro mit Core Ultra 7 270K Plus sowie RTX 5080. Am oberen Ende positioniert sich „Amethyst“ für 6.199 Euro, ebenfalls mit Core Ultra 7 270K Plus, jedoch mit stärkerer RTX 5090. Für Nutzer, die beim Plattformwechsel lieber auf AMD setzen, gibt es zudem die „Champion“-Variante für 6.499 Euro mit Ryzen 7 9850X3D und RTX 5090. Diese Mischung aus Intel- und AMD-Modellen zeigt: Der Fokus liegt weniger auf einer einzelnen CPU-Lieferkette, sondern auf dem Gesamterlebnis aus Kühlung, Layout und sichtbarer Hardware-Ästhetik.
Ein Detail sticht auch für Technik-Fans heraus: Maingear kündigt eine limitierte Launch Edition an, die mit einem TRYX-Panorama-SE-Kühler arbeitet und dabei ein gebogenes OLED-Display integriert. Für die Praxis ist das mehr als Deko, denn kompakte Kühler mit integrierter Anzeige lassen sich häufig so konfigurieren, dass Betriebszustände oder Profilinformationen sichtbar werden. Gleichzeitig bleibt das Konzept der Rear Connection der funktionale Kern, weil es das Routing von Strom- und Datenkabeln nicht nur „optisch“ verbessert, sondern die interne Struktur in einem Gehäuse typischerweise auch zugänglicher macht, etwa bei Upgrades oder beim Tausch von Laufwerken und Lüftern. Wer in der Vergangenheit bereits nachträglich ein neues Netzteil oder zusätzliche SSDs nachgerüstet hat, erkennt, warum weniger Kabel quer durch den Luftstrom häufig auch für die Wartbarkeit und das saubere Zusammenspiel mit dem Airflow-Design relevant bleibt.
Die Hardware-Welle kommt nicht aus dem luftleeren Raum: Intel hatte laut Bericht bereits am 31. Juli bei der ChinaJoy neue Core-Ultra-200S-Plus-Prozessoren für Desktop-PCs vorgestellt. Im Fokus standen dabei der Core Ultra 7 270K Plus mit 24 Kernen und der Core Ultra 5 250K Plus mit 18 Kernen. Laut Intel sollen die neuen Chips bis zu 15 Prozent mehr Gaming-Leistung gegenüber der Vorgängergeneration erreichen. Für die Systembauer ist außerdem wichtig, dass die Plattform DDR5-Speicher mit bis zu 7.200 Megahertz unterstützt und auf Intels IBOT-Technologie setzt. Zusätzlich nennt Intel einen KI-gestützten Game-Assistenten als Ankündigung und verweist auf eine Partnerschaft mit dem CS: GO-Team Morningstar – das unterstreicht, dass KI-Funktionen nicht nur „Marketing-Sprache“ bleiben sollen, sondern in Spiele-Workflows integriert werden sollen.
Während Maingear vor allem die Formfaktor- und Layoutseite betont, erweitern Lenovo und HP parallel ihr Portfolio quer durch Produktklassen. Lenovo stellte am 1. August neue Systeme vor: Der ThinkCentre Neo 50a 24 Gen 7 wird unter anderem mit Intels Wildcat-Lake-Prozessoren (Core 5 320 oder Core 7 350) ausgeliefert, kombiniert mit bis zu 32 Gigabyte LPDDR5X und einem 23,8-Zoll-IPS-Display mit Full-HD-Auflösung bei 120 Hertz. Daneben kommt das Yoga AIO 27IPH11 auf Panther-Lake-Basis, mit konfigurationsabhängigem Core Ultra 5 325 oder Core Ultra 7 356H und optionaler GeForce RTX 5060; das 27-Zoll-Panel löst mit 2.560 × 1.440 Pixeln auf, erreicht 120 Hertz und gibt 350 Nits Helligkeit an. HP ergänzt zeitgleich das professionelle Segment: Der Z2 Tower G1i setzt auf Core Ultra 7 265K mit 20 Kernen und 64 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher, während das EliteBoard G1a einen Desktop direkt in eine Tastatur integriert und zu 75 Prozent auf recyceltem Kunststoff basieren soll.
Auch im mobilen und kompakten Bereich dreht sich die Schraube Richtung KI-Performance. HP hat im Handel den OmniBook 5 14 gesichtet, ein KI-PC der nächsten Generation, der laut Angabe von Intels Core Ultra 9 386H aus der Panther-Lake-Familie angetrieben wird; die NPU soll 50 TOPS für KI-Aufgaben liefern. Das OLED-Display mit 2.880 × 1.800 Pixeln, 120 Hertz und einer Spitzenhelligkeit von 1.100 Nits im HDR-Modus zielt dabei klar auf anspruchsvolle Medien- und Arbeitslasten. Im Mini-PC-Segment setzt der GEEKOM IT13 Max auf einen Intel Core Ultra 9 185H, 24 Gigabyte DDR5-RAM und Intel-Arc-Grafik; zwei USB4-Ports plus 2,5-Gigabit-Ethernet sollen ihn besonders für produktive Einsatzszenarien auf engem Raum interessant machen. Unterm Strich wird damit deutlich: Die neuen Plattformen liefern nicht nur mehr Rohleistung, sondern auch mehr KI-spezifische Beschleunigung, während Hersteller parallel an den „Systemdetails“ arbeiten, die den Alltag für Entwickler, IT-Abteilungen und Power-User spürbar erleichtern.
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