LONDON (IT BOLTWISE) – BASF hebt die Jahresprognose nach einem starken zweiten Quartal deutlich an. Der Konzern rechnet nun mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro statt bislang 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro. Aus dem Verkauf des Coatings-Geschäfts entsteht im zweiten Quartal ein Veräußerungsgewinn von 3,5 Milliarden Euro nach Steuern. Parallel startet BASF ein neues Aktienrückkaufprogramm mit bis zu 1,0 Milliarde Euro.

Der Kapitalmarkt sieht bei BASF gerade vor allem zwei Dinge: erstens eine operative Verbesserung, die sich im Zahlenbild des zweiten Quartals zeigt; zweitens ein Portfolio-Umbau, der die finanzielle Ausgangslage spürbar stärkt. Das Unternehmen knüpft die Prognoseanhebung direkt an beide Effekte. Nachdem das EBITDA vor Sondereinflüssen früher in einer Spanne von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro erwartet wurde, liegt der neue Zielkorridor bei 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro. Damit steigt die Messlatte für die folgenden Quartale – und das Signal ist klar: BASF will die Zeit bis zur vollständigen Umsetzung weiterer Transaktionen aktiv nutzen, statt nur einmalige Sondereffekte zu verwerten.
Technisch betrachtet steckt hinter der Anhebung vor allem die Frage, ob die Kennzahlen aus dem operativen Laufgeschäft stammen oder überwiegend durch Einmaleffekte erklärt werden. Im konkreten Quartal liefert BASF dafür eine belastbare Grundlage: Der Konzern meldete einen Umsatz von 17,2 Milliarden Euro und damit ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde das Wachstum laut Unternehmensangaben durch Preiserhöhungen von 11,5 Prozent sowie durch Mengenwachstum von 7,3 Prozent. Dazu passt das Ergebnisbild: Das EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten deutlich. In der Praxis bedeutet das für Unternehmen und Investoren, dass sowohl Preis- als auch Volumeneffekte in den eigenen Steuerungsgrößen sichtbar werden – ein wichtiger Unterschied zu reinen Durchreich- oder Marktpreis-Sprüngen.
Der zweite Hebel ist der Verkauf des Coatings-Geschäfts. Der Deal an Carlyle sowie die Qatar Investment Authority wurde im zweiten Quartal abgeschlossen und liefert aus dieser Transaktion einen Veräußerungsgewinn von 3,5 Milliarden Euro nach Steuern. Entscheidend ist dabei nicht nur die Größenordnung, sondern auch die Tatsache, dass BASF zuvor alle notwendigen regulatorischen Genehmigungen für den Verkauf erhalten hatte. Für die Bilanzlogik heißt das: Der Konzern konnte die Entkopplung einer Geschäftssparte planbar durchführen und den Erlös bzw. den Gewinn zeitlich konsistent in die Ergebnisrechnung einarbeiten. Gleichzeitig wird damit ein Muster sichtbar, das BASF bereits in anderen Bereichen verfolgt: Das Portfolio wird nicht punktuell, sondern in einer Serie von Entscheidungen geschärft, um Kapital in Bereiche umzuleiten, die strategisch stärker wirken oder besser skalierbar erscheinen.
Diese konsequente Bereinigung zeigt sich auch an den bereits abgeschlossenen Schritten vor dem Coatings-Verkauf. Im Frühjahr hatte BASF die Agrarsparte mit der Übernahme von AgBiTech vervollständigt – die Vereinbarung war im Januar unterzeichnet worden und wurde dann umgesetzt. Im Mai folgte die Unterzeichnung eines Verkaufs des Silicates-Geschäfts einschließlich des Standorts Düsseldorf-Holthausen an PQ; der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Dazu kommt eine personelle Komponente: Mit Mary Kurian und Livio Tedeschi stießen im Mai zwei neue Mitglieder zum Vorstand, während Michael Heinz planmäßig ausschied. Für die Interpretation auf Investorenseite ist das relevant, weil Portfoliotransaktionen häufig nicht nur finanzielle, sondern auch operative Themen berühren: Integration, Restrukturierung, Standortplanung und die Abstimmung der Strategie zwischen Geschäftsleitung und Spartensteuerung.
Parallel zum Portfolioumbau treibt BASF die Rückführung von Kapital an Aktionäre. Ende Juli kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm an, das bis zu 1,0 Milliarde Euro umfassen kann. Laut den Angaben soll das Programm von August 2026 bis Ende April 2027 laufen. In der Logik solcher Rückkäufe wirkt der Zeitpunkt oft wie ein Testballon für die erwartete Ergebnisstabilität über mehrere Quartale hinweg: Je klarer das Unternehmen die Mittelzuflüsse aus dem laufenden Geschäft und aus Transaktionen steuern kann, desto eher lässt sich ein mehrmonatiger oder -jähriger Rahmen für Rückkäufe begründen. In Kombination mit dem Veräußerungserlös aus dem Coatings-Verkauf entsteht so ein deutlicher Spielraum, der nicht nur kurzfristig hilft, sondern auch den Handlungsspielraum für künftige Investitions- oder Anpassungsprogramme erhöht.
Für Anleger bleibt die Frage, welche Treiber die Kursentwicklung künftig prägen: die operative Stärke, die Portfolio-Bereinigung oder der finanzielle Rückfluss. BASF adressiert alle drei. Am Mittwoch notierte die Aktie bei 51,04 Euro und gab damit um 0,7 Prozent nach; auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 15 Prozent. Dazu passt, dass auch die Analystenkommentare divergierten: Anfang Juni stufte Berenberg die Aktie mit „hold“ ein und hob das Kursziel von 47 auf 50 Euro an. Deutsche Bank Research vergab zum selben Zeitpunkt ein „buy“-Votum mit einem Kursziel von 60 Euro. Beide Einschätzungen datieren jedoch mehrere Wochen zurück, was die Spannbreite der Bewertung erklärt – und gleichzeitig zeigt, wie schnell sich Fundamentaldaten durch Transaktionen und Ergebnisfortschritte verändern können. Mit der angehobenen Jahresprognose setzt BASF außerdem ein klares Signal an den Markt: Die bisherigen Ergebnisse werden nicht als Zufall betrachtet, sondern als Grundlage für die kommenden Quartale.
Einordnend lohnt sich der Blick auf das, was diese Mischung aus Verkäufen, Ergebnisfortschritt und Kapitalrückführung für die Unternehmensstrategie bedeutet. Erstens verschiebt die Portfolio-Optimierung die Zusammensetzung des Umsatz- und Ergebnismixes, was in der Regel auch die Risikoprofile einzelner Sparten verändert. Zweitens erhöht eine klare Prognoseanhebung die interne Erwartungshaltung – und damit auch die Notwendigkeit, operative Hebel wie Preis- und Mengendynamik weiter zu steuern. Drittens verstärkt ein Rückkaufprogramm die Konzentration auf die Ausschüttungsfähigkeit. Für Technologie- und Industriebeobachter ist dabei besonders interessant, dass BASF nicht nur „Buchwerte“ bewegt, sondern erkennbar Entscheidungen trifft, die auf die künftige Ausrichtung des Konzerns einzahlen sollen. Wenn der Markt die Prognoseanhebung bestätigt, dürfte genau diese Kombination aus operativer Umsetzung und finanziellem Disziplinrahmen der zentrale Bezugspunkt bleiben.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "BASF verkauft Coatings-Geschäft: 3,5 Milliarden Euro Veräußerungsgewinn und Prognose hoch" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "BASF verkauft Coatings-Geschäft: 3,5 Milliarden Euro Veräußerungsgewinn und Prognose hoch" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »BASF verkauft Coatings-Geschäft: 3,5 Milliarden Euro Veräußerungsgewinn und Prognose hoch« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!