LONDON (IT BOLTWISE) – Skoda bietet den Epiq 55 jetzt auch als First Edition an, nicht nur als Essence oder Selection. Für die Topmotorisierung mit 155 kW und großer Batterie verlangt der Konfigurator 38.950 Euro. Die First Edition setzt auf markante orangefarbene Akzente außen und innen und ergänzt dazu Matrix-LED-Scheinwerfer sowie Assistenzfunktionen wie Travel Assist 3.0. Damit rückt das Einstiegs-Elektro-SUV stärker in Richtung Ausstattungs- und Designvariante statt nur Leistungspaket.

Skoda erweitert beim Epiq die Bestellpalette: Neben Essence und Selection ist die Top-Ausführung nun auch als First Edition konfigurierbar. Das ist mehr als ein reiner Design-Flip, denn die First Edition bleibt an eine konkrete Motorisierung gebunden: Angebotslogik und Preis hängen am Epiq 55 mit 155 kW und großer Batterie. Im Konfigurator steht dafür ein Preis von 38.950 Euro, während der Abstand zur Selection bei 3.350 Euro liegt. Für Interessenten bedeutet das vor allem eine klar abgegrenzte Positionierung der „Edition“-Variante – statt dass man Features über mehrere Leistungsstufen hinweg sucht, konzentriert sich die Sonderoptik auf die stärkste Epiq-Ausprägung.
Äußerlich ist die First Edition über orangefarbene Details sofort identifizierbar. Skoda nennt die Akzente an den Außenspiegeln, an der Leiste über den Seitenfenstern sowie an Front- und Heckschürze. Dazu kommen die 20-Zoll-Räder und ein hochglänzend ausgeführtes Dach in Schwarz, während Schriftzüge und Emblem ebenfalls in Schwarz gehalten sind. Bei der Lackierung nennt Skoda Marble-Grau als Serienfarbe, optional stehen Timiano-Grün, Aluminium-Silber Metallic und Platinum-Weiße Metallic zur Auswahl – jeweils kombiniert mit einem schwarzen Dach. Wer es durchgängig dunkler mag, kann den Epiq First Edition zudem auch komplett in Schwarz konfigurieren.
Auch im Innenraum setzt die Edition auf eine konsistente Farbsignatur. Die orangefarbenen Details finden sich laut Angaben bei Sicherheitsgurten und Kontrastnähten, dazu kommt ein schwarzer Dachhimmel. Ergänzend nennt Skoda Pedale in Edelstahloptik sowie Einstiegsleisten mit Epiq-Schriftzug. Das technische Paket darunter folgt dem Anspruch, ein Elektro-Einstiegsmodell schnell „vollständig“ wirken zu lassen: Matrix-LED-Scheinwerfer gehören serienmäßig dazu, ebenso Sitz- und Lenkradheizung, eine Zweizonen-Klimaautomatik, getönte Scheiben, ein schlüsselloser Fahrzeugzugang, eine Fahrprofilauswahl sowie eine Rückfahrkamera. Für Smartphone-Nutzer ist außerdem die induktive Ladefunktion Teil des Serienumfangs.
Der Epiq selbst setzt die zentrale technische Schiene fort, weil er als erstes Serienmodell auf der MEB+-Plattform von Skoda basiert. Die Antriebstechnik läuft über Frontantrieb und zwei Versionen des neuen Elektromotors APP290: In der Basis mit 85 oder 99 kW liefert der Motor 267 Nm, während die gehobene Variante mit 290 Nm zunächst nur als 155-kW-Ausführung kommt. Daraus ergeben sich die Modellbezeichnungen Epiq 35, Epiq 40 und Epiq 55 – wichtig für die Einordnung, weil sich die First Edition genau in dieser stärkeren 155-kW-Spezifikation verankert. Skoda nennt zudem zwei Batterievarianten: Bei den günstigeren Ausführungen kommt ein LFP-Akku mit 37,0 kWh netto zum Einsatz, bei der Topversion ein NMC-Akku mit 51,7 kWh. Das betrifft auch das Laden: Wechselstrom ist bei allen Varianten mit 11 kW angegeben, DC-Laden soll je nach Version mit 50, 90 oder 105 kW möglich sein.
Spannend ist dabei die reale Lade-„Wahrnehmung“ über die angegebenen Zeiten: Für die NMC-Batterie nennt Skoda eine Aufladung von 10 auf 80 % in 24 Minuten, was sich als rechnerische Größenordnung von rund 1,5 kWh pro Minute interpretieren lässt. Für den kleineren Akku wird mit 25 Minuten eine etwas niedrigere Ladegeschwindigkeit angegeben, während für die Basisvariante laut Datenblatt sogar 33 Minuten genannt sind – obwohl die Kapazität sich in der Größenordnung nicht „sprunghaft“ verändert. Solche Unterschiede werfen automatisch Fragen nach Zellkonzept, Ladeprofil oder möglicher Konfigurationslogik auf; zumindest deutet die Gegenüberstellung darauf hin, dass nicht nur die Batteriegröße, sondern auch die Motor-/Regler- und Batteriemanagement-Einstellungen eine Rolle spielen. Darüber hinaus bleibt für die technische Bewertung relevant, dass der Epiq einen neuen APP290-Ansatz mit zumindest zwei Motor-„Ausprägungen“ nutzt, die sich offenbar auch im Drehmoment unterscheiden.
Der Epiq ist zudem nicht nur hinsichtlich Antrieb und Batterie, sondern auch beim Assistenz- und Bedienkonzept modernisiert. Für die Assistenzsysteme nennt Skoda Travel Assist 3.0, das unter anderem einen Abstandstempomat (ACC) und einen Spurhalteassistenten über den gesamten Geschwindigkeitsbereich umfasst. Neu hinzu kommen laut Angaben das Erkennen roter Ampeln und Stopp-Schilder, verbunden mit einer automatischen Anhaltung. Beim Rundum-Blick setzt Skoda auf ein Top-View-Panorama mit vier Kameras, ergänzt durch Cross Assist 2.0, das Radarsensoren an den Ecken der Stoßfänger nutzt, um das Einfahren in unübersichtliche Kreuzungen zu erleichtern. In der Summe zeigt die First Edition damit auch, wie Skoda bei seinem Elektro-Einstiegsmodell Komfortfunktionen nicht als „Sonderwunsch“ versteckt, sondern als Teil der Paketlogik bei der stärkeren Variante zusammenführt.
Marktseitig ist die Einführung der First Edition vor allem ein Timing-Signal: Während andere Epiq-Varianten (Essence, Selection) noch gestaffelt in der Bestellbarkeit stehen, richtet Skoda die Edition jetzt direkt an Käufer, die den Epiq 55 ohnehin bevorzugen. Der Einstiegspreis für den Epiq liegt bei 25.900 Euro, allerdings ist das Einstiegsmodell Essence 35 erst Ende September 2026 bestellbar; aktuell dominieren daher Konfiguratoren und Preislogik bei den Stufen, die schon verfügbar sind. Für die Positionierung im Segment der kleinen Elektro-SUVs bedeutet das: Der Epiq tritt nicht nur als „plattformtechnisch“ neues Angebot auf, sondern auch als gestalterisch kuratierte Variante mit klarer Feature-Tiefe. Gerade weil viele Konkurrenten in diesem Markt über mehrere Ausstattungspfade gleichzeitig konkurrieren, kann eine Edition mit klaren Farb- und Designmerkmalen helfen, die Kaufentscheidung schneller zu bündeln – solange die technische Datenlage über Ladeleistung und Motor-/Batterieprofile bei den schwächeren Varianten tatsächlich wie geplant konsistent bleibt.
In den technischen Grundmaßen setzt Skoda ebenfalls eine einordnende Linie: Der Epiq misst 4,17 Meter und ist damit etwa 30 Zentimeter kürzer als der Elroq, während das Kofferraumvolumen laut Angaben gut mithält, solange die Rücksitze nicht umgeklappt werden. Zusätzlich gibt es einen kleinen Frunk mit Platz fürs Ladekabel, während der Elroq laut Vergleich keinen Frunk anbietet. Solche Detailunterschiede wirken im Alltag spürbar, weil sie die Lade- und Aufbewahrungsroutine strukturieren. Zusammen mit den modernen Design-Elementen der „Modern Solid“-Anmutung, zu denen laut Angaben unter anderem die T-förmigen Tagfahrleuchten und weitere Karosserie-Details gehören, entsteht ein Gesamtbild: Der Epiq bleibt zwar im Einstiegssegment, versucht aber, die wahrgenommene „Erwachsenheit“ über Optik, Bedienlogik und Assistenzumfang zu erhöhen – und liefert die First Edition als Schaufenster dafür.
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