SAN JOSE / LONDON (IT BOLTWISE) – Home Depot hat im zweiten Geschäftsquartal die Erwartungen an Umsatz und Ergebnis übertroffen und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der CFO Richard McPhail beschreibt dabei weiterhin „frozen housing market“-Bedingungen, zugleich aber einen spürbaren Zuwachs an Marktanteilen in Richtung Pro- und DIY-Kunden. Breite Kundenbeteiligung in den Kategorien trifft auf eine Zurückhaltung bei größeren Projekten. Das Unternehmen nennt zudem erwartete Zoll-Erstattungen als Puffer gegen steigende Kraftstoff-, Energie- und Inputkosten.

Home Depot liefert trotz eines weiterhin schwachen Wohnungsumfelds ein zweigeteiltes Bild: Auf der einen Seite steigen vergleichbare Verkäufe und das Unternehmen bestätigt seine Jahresziele. Auf der anderen Seite bleibt die Nachfrage nach großen Projekten vorerst abwartend, weil sich Kundinnen und Kunden mit Inflation, höheren Kraftstoffkosten und einer allgemeinen Unsicherheit beschäftigen. Genau diese Spannung macht CFO Richard McPhail zur Kernbotschaft, als er „frozen housing market“-Bedingungen ansprach und gleichzeitig betonte, dass das Unternehmen Marktanteile gewinnt und Kunden besser bedient. Für den Handel ist das mehr als nur Tonalität: In einem Umfeld mit zurückgestellten Neubau- und Umzugsentscheidungen entscheidet sich, wer im Bestandsgeschäft, in Reparatur- und Ausbauzyklen sowie bei gewerblichen Kunden die Nase vorn hat.
Finanziell zeigt sich das Quartal robust. Beim Ergebnis je Aktie lag Home Depot bei 4,92 US-Dollar (adjusted) nach 4,73 US-Dollar Konsensschätzung; beim Umsatz wurden 47,86 Mrd. US-Dollar gemeldet, gegenüber 47,27 Mrd. US-Dollar Erwartung. Auch die Gewinnentwicklung bleibt dynamisch: Das Unternehmen weist für das Quartal einen Nettogewinn von 4,77 Mrd. US-Dollar aus, entsprechend 4,79 US-Dollar je Aktie nach 4,55 Mrd. US-Dollar bzw. 4,58 US-Dollar im Vorjahr. Der operative Effekt dahinter kommt weniger aus plötzlichen Nachfragestößen als aus einer Kombination aus effizienterem Execution-Tempo und einer besseren Passform bei der Sortiments- und Preisstrategie. Wenn McPhail zudem hervorhebt, dass der Anstieg der vergleichbaren Verkäufe von 1,7% über dem erwarteten Plus von 0,9% liegt, wird klar, dass das Plus im laufenden Geschäft „durchgetragen“ wurde – ein wichtiges Signal für die Stabilität der Nachfrage, selbst wenn die Projektgrößen sinken.
Technisch und organisatorisch steckt in dieser Stabilität vor allem die Fähigkeit, Nachfrageverschiebungen zwischen Kundensegmenten zu verkraften. McPhail sagt „broad engagement“ in den Kategorien an, konkret sowohl im Pro- als auch im Do-it-yourself-Geschäft. Genau hier liegt der strategische Hebel: Pro-Kunden gelten in der Regel als stärker planbar, weil sie weniger an individuelle Kaufentscheidungen für ein neues Zuhause gekoppelt sind. Gleichzeitig ist der DIY-Anteil häufig das erste Segment, das sich bei makroökonomischer Unsicherheit zurückzieht, insbesondere bei Maßnahmen, die mit großen Investitions- oder Renovierungsbudgets verbunden sind. Home Depot adressiert diese Dynamik mit einem klaren Fokus auf das, was steuerbar ist: Sortimentsverfügbarkeit, Lieferfähigkeit, Abverkaufslogik im Store und die konsequente Umsetzung der eigenen Strategie. Dass McPhail ausdrücklich darauf verweist, man sei trotz „frozen“ weiterhin bereit, in Verbesserungen zu investieren, zeigt auch eine Investitionsdisziplin, die in unsicheren Märkten oft härter gefordert ist als in Boom-Phasen.
Die Zurückhaltung bezieht sich nach den Aussagen des CFO weniger auf die generelle Zahlungsbereitschaft, sondern auf die Projektgröße. Der CFO beschreibt ein Muster, bei dem Konsumentinnen und Konsumenten zwar grundsätzlich Mittel haben, aber zögern, sobald die Vorhaben größer werden. Das lässt sich in der Praxis oft an der Zusammensetzung des Warenkorbs ablesen: Kleinere Reparaturen, Ersatzteile und kurzfristige Beschaffungen bleiben eher nachfragestabil, während umfangreiche Komplettsanierungen oder Ausstattungsentscheidungen stärker von Unsicherheit und Finanzierungskosten abhängen. Für Home Depot bedeutet das, dass die Marke zwar Umsatz aus dem laufenden Bedarf ziehen kann, aber die „Conversion“ zu größeren Projekten zeitlich verschoben sein kann. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass McPhail den höchsten Wert für vergleichbare Verkäufe seit dem dritten Quartal 2022 erwähnt. Das ist keine Garantie für eine sofortige Trendwende im Wohnungsbau, aber ein Indiz dafür, dass das Unternehmen die aktuelle Marktphase operativ besser abbildet als zuvor.
Besonders deutlich wird die Kostenseite in der bestätigten Jahresprognose für 2026, die das Management an konkrete Annahmen knüpft. Home Depot erwartet für das Gesamtjahr ein Wachstum der Gesamterlöse zwischen 2,5% und 4,5% sowie eine operative Marge von 12,4% bis 12,6%. Als Baustein nennt das Unternehmen Zoll-Erstattungen, die voraussichtlich einen Teil der ungeplanten Kostensteigerungen bei Kraftstoff-, Energie- und anderen Produkt-Inputs ausgleichen. Damit macht das Management zweierlei transparent: Erstens wird die Profitabilität nicht nur über Nachfrageparameter gedacht, sondern über die Kostenabsorption entlang der Wertschöpfung. Zweitens hängt die Marge zwar an operativer Exekution, aber eben auch an regulatorisch oder handelspolitisch beeinflussten Preishebeln. Wenn McPhail in diesem Zusammenhang sagt, die Erstattungen erlaubten, „value“ trotz Kostendruck zu erhalten, übersetzt er im Kern die Frage nach der Marge in ein Portfoliomanagement aus Beschaffung, Logistik und Preisarchitektur.
Unterm Strich wird daraus auch eine Branchenstory: Home Depot steht unter Druck durch eine geringere Wohnungsumschlagrate, höhere Hypothekenzinsen und wirtschaftliche Unsicherheit, weil Kundinnen und Kunden Projekte rund um den Kauf eines neuen Hauses aufschieben. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, über Pro-Kunden und die Unterstützung gewerblicher Nachfrage Stabilität zu gewinnen. Für den Markt bedeutet das, dass sich der Wettbewerb nicht nur im Neubaumomentum entscheidet, sondern im Ausbau der „share of wallet“ innerhalb des bestehenden Kundenstamms. Auch ein Anbieter wie Lowe’s steht in ähnlicher Weise vor der Frage, wie er in einem verlangsamten Wohnungszyklus Sortiment, Lagerhaltung und Kundenansprache optimiert; wer hier bessere Daten über Nachfrageverschiebungen und eine schnellere Anpassung der Lieferketten-Planung hinbekommt, kann Marktanteile auch dann verteidigen, wenn das Gesamtumfeld schwach bleibt.
Personal- und Umsetzungsfragen spielen in diesem Quartal ebenfalls eine Rolle, weil das Management die operative Kontinuität explizit beschreibt. Das Unternehmen kündigte an, dass CEO Ted Decker für mehrere Monate eine vorübergehende medizinische Auszeit nimmt; die Führung des Tagesgeschäfts übernimmt Ann-Marie Campbell, Senior Executive Vice President of U.S. Stores and Operations. Währenddessen soll Richard McPhail die finanzielle Steuerung und das Pro-Geschäft verantworten. Solche Übergaben sind für Investoren und operativ denkende Teams relevant, weil sie signalisieren, wie belastbar Entscheidungswege sind, wenn wichtige Rollen kurzfristig anders besetzt werden müssen. Gerade im Einzelhandel ist die Verknüpfung aus Finanzdisziplin, Lieferkettensteuerung und Filialausführung entscheidend, und genau diese Verknüpfung bleibt mit der Rollenaufteilung im laufenden Geschäft im Fokus.
Für Technologie- und Digital-Entscheider in der Lieferkette steckt in der Meldung eine klare Ableitung: In einem „frozen“ Wohnungsmarkt gewinnt nicht zwingend derjenige, der mehr Nachfrage verspricht, sondern derjenige, der Nachfrage-Signale früher erkennt und schneller in Bestände, Beschaffung und Verfügbarkeit übersetzt. Home Depot zeigt mit den Zahlen und der Bestätigung der Guidance, dass die aktuelle Ausrichtung funktioniert, selbst wenn die Verbraucher kurzfristig zögern. Die nächsten Quartale dürften daher weniger von einem plötzlichen Nachfrage-Katalysator abhängen als von der Frage, ob das Unternehmen die Projektgrößen-Schwelle wieder anhebt, etwa durch bessere Angebote, Sortimentsmix und die Unterstützung bei größeren Vorhaben. Wenn Zölle und Energieinputs weiter in beide Richtungen schwanken, wird die Fähigkeit zur Kostenabsorption ein zentrales Argument bleiben.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Home Depot: CFO spricht von „Frozen housing market“ – Umsatz und Gewinn steigen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Home Depot: CFO spricht von „Frozen housing market“ – Umsatz und Gewinn steigen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Home Depot: CFO spricht von „Frozen housing market“ – Umsatz und Gewinn steigen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!