NEVADA / LONDON (IT BOLTWISE) – Silver One hat die Ressourcen im Candelaria-Projekt in Nevada durch eine Aufwertung in höhere Verlässlichkeitsklassen gebracht. In den Laugungsbecken LP1 und LP2 weist das Unternehmen insgesamt 49,25 Millionen Unzen Silberäquivalent nach. Damit basiert die laufende Vormachbarkeitsstudie (PFS) Ende 2026 weiterhin auf dem bestätigten M&I-Fundament. Gleichzeitig wurden ZTEM-Daten ausgewertet und die Bohrkampagne nach einer kurzen Unterbrechung wieder in Richtung Wiederaufnahme Anfang/Mitte September ausgerichtet.

Silver One rückt mit der aktuellen Ressourcenaufwertung im Candelaria-Projekt in Nevada spürbar näher an eine belastbare Entscheidung für die Vormachbarkeitsstudie (PFS). Der Kern der Meldung sind die Laugungsbecken LP1 und LP2: Dort hat das Unternehmen die Datenbasis nachgewiesen und zugleich Teile der Ressourcen von einer niedrigeren in eine höhere Verlässlichkeitsklasse überführt. In Summe liegen damit 49,25 Millionen Unzen Silberäquivalent innerhalb der M&I-Ressource-Logik vor – ein Signal, dass das technische Risiko für die nachgelagerte Anlagen- und Betriebsplanung sinkt, weil die PFS nicht mit „rohen“ Annahmen, sondern mit einer stärker quantifizierten Basis startet.
Konkreter wird die Verteilung auf LP1 und LP2: In LP1 stehen nun 22,186 Millionen Tonnen mit 43,5 Gramm Silber und 0,075 Gramm Gold pro Tonne. Daraus ergeben sich 31,03 Millionen Unzen Silber und 53.498 Unzen Gold. LP2 bringt 11,457 Millionen Tonnen ein, mit 44,7 Gramm Silber und 0,10 Gramm Gold je Tonne, die in der angedeuteten Kategorie entsprechend hochgestuft wurden. Auf diesem Abschnitt basieren 16,47 Millionen Unzen Silber und 36.835 Unzen Gold. Für den gesamten Projektbestand nennt Silver One eine M&I-Ressource von 126,6 Millionen Unzen Silberäquivalent; die verbleibenden vermuteten Ressourcen sinken auf 13,4 Millionen Unzen Silberäquivalent, was in der Praxis die Bandbreite der Planungsannahmen reduziert.
Dass diese Aufwertung mehr als nur eine interne Klassifizierungsbewegung ist, hängt an der Breite der Datenbasis. Silver One stellt hierfür 137 Bohrlöcher aus den Jahren 1992, 2017 und 2026 in den Mittelpunkt und beschreibt die Kombination von 36 Schallbohrungen aus der älteren Datenbasis mit 45 neueren und 56 frischen Hohlschaftschneckenbohrungen. Genau diese Mischung ist für die Sanity-Check-Phase bei Ressourcenmodellen wichtig, weil unterschiedliche Bohrmethoden und Zeiträume häufig eine nachträgliche Harmonisierung von Probenqualität, Geometrie und geologischer Interpretation erfordern. Ergänzt wird das durch metallurgische Informationen: Die Tests von KCA nennen Feldgewinnungsraten von 25 bis 35 Prozent für Silber sowie 20 bis 25 Prozent für Gold; die Laborergebnisse liegen laut Darstellung etwas darüber. Für die Bewertungslogik nennt das Unternehmen zudem Metallpreise von 27,50 Dollar je Silberunze und 2.106 Dollar je Goldunze – diese Parameter wirken später direkt in die Wirtschaftlichkeitsrechnung und damit auf die Sensitivitäten der PFS.
Geschäftlich und technisch entscheidend ist, wie eng die Ressourcenergebnisse mit dem Studienfahrplan verknüpft sind. Gregory Crowe, President und CEO, betont, dass die gestärkte Ressource in die laufende PFS einfließt. Im Ergebnis aktualisiert die Studie laut Beschreibung die Aufbereitungs- und Gewinnungsannahmen, ergänzt neue Betriebs- und Investitionskostenschätzungen und legt eine Bergbauplanung auf Basis der neuen M&I-Ressourcen sowie zusätzlicher geotechnischer Daten vor. Dass Silver One die Fertigstellung der PFS weiterhin für Ende 2026 ansetzt, bedeutet vor allem: Die Ressourcendaten sind nicht nur „für später“, sondern werden als Grundlage in eine bereits laufende Engineering- und Modellierungsphase übernommen. Für Investoren ist das ein Unterschied, der sich oft in der erwarteten Studienstabilität zeigt, weil spätere Ressourcenänderungen typischerweise Anpassungsrunden im Layout und in der Kostenlogik nachziehen.
Parallel zur Ressourcenarbeit läuft auch die geophysikalisch-gestützte Teilplanung. Die Auswertung der ZTEM-Flugvermessung ist abgeschlossen; Oberflächenproben aus den Anomalien werden derzeit mit früheren IP- und geochemischen Daten zusammengeführt, wobei die Ergebnisse in den nächsten Wochen vorliegen sollen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen die Bohrkampagne um, nachdem es kurz nach einem Zwischenfall zu einer Unterbrechung kam. Vier Löcher mit 1.884 Metern seien bereits abgeteuft; die Wiederaufnahme ist für die zweite Septemberwoche vorgesehen. Interessant ist dabei die Aussage, dass Verzögerungen bei den Bohrungen keinen Einfluss auf den PFS-Zeitplan haben – ein Hinweis darauf, dass die PFS-Terminlinie bereits so gesteuert wurde, dass die Kernparameter entweder schon vorliegen oder durch die laufende Zuarbeit abgesichert sind.
Beim Thema Risiko adressiert Silver One auch die regulatorische Ebene, zumindest auf der Ebene der bekannten Projekt-Hürden. Laut Darstellung weist die Ressourcenschätzung keine bekannten umwelt-, genehmigungs- oder eigentumsrechtlichen Probleme aus; dennoch bleibt die Einholung aller erforderlichen Genehmigungen Voraussetzung für eine mögliche Produktion. Diese Trennung ist für die Bewertung wichtig: Die technische Reife (Ressourcenqualität, metallurgische Parameter, Studienannahmen) macht ein Projekt „planungsfähiger“, ersetzt aber nicht die formale Genehmigungs- und Umsetzungsphase. Unterm Strich liefert die Meldung daher eine klare Kombination aus quantitativer Aufwertung (49,25 Millionen Unzen Silberäquivalent in den Becken), methodischer Datenbreite (137 Bohrlöcher über mehrere Jahrzehnte) und einem fortgeschriebenen Studienpfad bis Ende 2026.
Für Investoren ergibt sich daraus ein unmittelbarer Werttreiber in den nächsten Monaten: Die 49,25 Millionen Unzen Silberäquivalent in den Laugungsbecken dienen als stärkerer technischer Unterbau, der das technische Risiko senkt und die Grundlage für eine fundierte PFS-Entscheidung noch in diesem Jahr verbessert. Gerade in der Übergangsphase vom Ressourcenmodell zur Engineering- und Kostensicht ist dieser Schritt häufig bedeutsamer als einzelne zusätzliche Bohrmeter, weil die PFS typischerweise auf konsistenten Modellen, stabilen Aufbereitungsannahmen und klaren Inputs aus Geotechnik und Geometrie aufbaut. Wenn ZTEM- und Probenresultate wie angekündigt innerhalb der nächsten Wochen integriert werden, kann das zudem die Detailqualität der Zielzonen für die Folgeplanung erhöhen – ohne den PFS-Termin zu verwässern.
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