CORTLANDT MANOR, NEW YORK / LONDON (IT BOLTWISE) – Die New Yorker Nationalgarde hat im Camp Smith Training Site einen dänischen Marschlauf absolviert, bei dem 211 Soldaten und Airmen einen 20 Kilometer langen Kurs mit 10 Kilogramm Basisgewicht durchführten. Die Royal Danish Air Force ließ die Runde über das A7 Training and Exercises Office als dezentrale Station in den jährlichen Flyver March einbinden. Teilnehmende qualifizierten sich dabei für Medaille und Band im Uniformrahmen gemäß Army Regulation 600-8-22. Organisatorische Details wie frühe Wiegechecks und eine offene Zielform ohne festes Zeitlimit machten den Wettbewerb besonders zugänglich.

Nationalgarde absolviert dänischen Flyver-Marsch mit 211 Soldaten in Camp Smith
Nationalgarde absolviert dänischen Flyver-Marsch mit 211 Soldaten in Camp Smith (Foto: IT BOLTWISE)
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Im Camp Smith Training Site in Cortlandt Manor haben 211 Angehörige der New York National Guard am 28. August 2026 die Hudson-Highlands-Trails unter Last erkundet. Der Anlass war kein gewöhnlicher Geländegang, sondern die Teilnahme an der Royal Danish Air Force March ribbon im Rahmen des Flyver March. Entscheidend für die praktische Umsetzung: Die Teilnehmenden mussten einen 23-Pfund-Rucksack auf eine Strecke von 20 Kilometern tragen, also mit einem definierten Gewicht in einen genau festgelegten Belastungsreiz gehen. Genau an solchen Parametern scheitern Trainings oft in der Realität, weil je nach Einsatzszenario Ausrüstung, Tragekomfort und körperliche Reserve sehr unterschiedlich ausfallen. Hier wurden diese Variablen durch den festen Rahmen bewusst reduziert – und dadurch wurde der Marsch in erster Linie zu einem kontrollierten Test der Ausdauer unter realitätsnaher Last.

Technisch betrachtet ist die Veranstaltung damit auch eine Art „Trainings-Workflow“: Die Organisation startete früh, mit Wiegechecks um 6 Uhr, bei denen die Rucksäcke auf das verbindliche trockene Basisgewicht von 10 Kilogramm überprüft wurden. Erst nach dieser Verifikation setzte sich die Gruppe kurz nach 7 Uhr in Bewegung. Dass das Event als qualifizierende Station anerkannt wurde, hängt ebenfalls an der formalen Einbettung: Die Danish Air Force genehmigte den Ablauf über das A7 Training and Exercises Office als dezentrale Host-Site für den jährlichen Ausdauer-Vergleich. Für die Uniformnutzung ist das Ergebnis anschließend nicht nur symbolisch, sondern regelt den Tragekontext konkret: Wer die 12,4 Meilen mit zertifiziertem Gewicht absolvierte, durfte die Danish Flyver March medal und ribbon auf Army- und Air-Force-Uniformen tragen, geregelt über Army Regulation 600-8-22. Das ist für die Truppe relevant, weil es die Rückkopplung zwischen Trainingsstandard und administrativer Anerkennung sauber schließt.

Dass die New Yorker Beteiligung den Schwellenwert deutlich übertraf, verweist auf den Hintergrund der Initiative: Der Marsch wurde 2021 an der Karup Air Base in Dänemark gestartet, um Kameradschaft über militärische Zweige hinweg zu fördern. Später wurde das Format auf internationale Partner-Standorte erweitert. Unter dänischen Vorgaben müssen dezentrale Remote-Installationen mindestens 50 Militärteilnehmende stellen, um als offizielles Iterations-Event zu gelten. Mit 211 aktiv dienenden Army- und Air-National-Guard-Mitgliedern setzte Camp Smith also nicht nur ein organisatorisches Zeichen, sondern lieferte auch den Beleg, dass ein standardisiertes Endurance-Event in unterschiedlichen geographischen Umgebungen funktionieren kann. Und auch das nächste Detail zeigt, wie flexibel die Umsetzung war: Ein kleineres Kontingent absolvierte die Runde am Folgetag am Hancock Field Air National Guard Base in Syracuse. Für die Einsatzplanung bedeutet das, dass dasselbe Trainingsziel nicht an einen einzigen Termin oder einen einzigen Standort gebunden werden muss, solange die formalen Kriterien eingehalten werden.

In der unmittelbaren Auswertung verschiebt sich der Fokus von „Wie viele“ auf „Wie messen“ – allerdings ohne starren Abschluss-Zeitstandard. Der Flyver March besitzt laut Quelle kein offizielles Completion-Time-Cutoff; dennoch haben Teilnehmende genutzt, um ihre Fitness gegen die anspruchsvolle Topografie von Camp Smith zu spiegeln. Das Gelände dient dort ganzjährig als Trainingsumgebung: Camp Smith gilt als primäre militärische Trainingsinstallation der New York National Guard im Hudson Valley. Die Schießanlagen und taktischen Einrichtungen unterstützen laut Beschreibung unter anderem combat marksmanship, Officer-Candidate-Training und Vorbereitungsübungen vor der Mobilisierung. Genau diese Funktionsmischung erklärt, warum der Marsch die operative Stamina unter Last in den Mittelpunkt stellt: Am 28. August wurden die steilen Straßen- und Trail-Netzwerke des Posts genutzt, um die physische Belastbarkeit mit den realistischen Anforderungen an Fortbewegung und Durchhaltevermögen zu testen.

Für die meisten Teilnehmenden ging es dabei nicht nur um Erreichbarkeit, sondern um Rhythmus und mentale Steuerung. Maj. Dennis Tierney, Operations Officer beim 53rd Troop Command, kam als erster durchs Ziel; seine geschätzte Zeit lag im Low-2-Stunden-und-20-Minuten-Bereich. Tierney führte seine Vorbereitung auf wiederkehrende Trainingsläufe zu lokalen Hudson-Valley-Landmarks zurück, darunter Anthony’s Nose. Das Muster ist typisch für Ausdauer-Training: Man macht die Wahrnehmung des Weges vertraut, damit der Körper bei steilen Anstiegen nicht überrascht wird. Sgt. 1st Class Leon Mabra III, als automated logistics sergeant im Garrison-Betrieb am Camp Smith Training Site, wurde Dritter knapp unter drei Stunden. Gerade bei solchen Laufzeiten wird sichtbar, dass die Veranstaltung im Kern nicht als „Speed-Contest“ vermarktet wird, sondern als belastbarer Fitness- und Teamtest. Spc. Quintin Bowman, Petroleum Supply Specialist im 204th Engineer Battalion, absolvierte die Strecke ebenfalls erstmalig in Camp Smith und stellte dabei einen offiziellen Wert von zwei Stunden und 39 Minuten. Dass Bowman zuvor bereits zwei Norwegian Foot March badges erlangt hatte, unterstreicht: Der Lerneffekt entsteht nicht nur durch die Strecke, sondern durch das wiederholte Vertrautmachen mit Marsch-Logik, Pace-Strategien und Belastungsmanagement.

Auch die Organisationsseite zeigt, wie stark der Marsch auf standardisierte Abläufe und dennoch flexible Teilnahme ausgelegt wurde. Geleitet wurde das Event von einem Multi-Unit-Komitee, das von Lt. Col. Nicholas Whaley, dem Kommandeur des 204th Engineer Battalion, geführt wurde. Whaley beschrieb den offenen Charakter des Formats als Zugangserleichterung für ein breites Teilnehmerfeld innerhalb der Ränge. Gleichzeitig spielt das Joint-Readiness-Thema praktisch hinein: Wenn alle Teilnehmenden gemeinsam starten und die Gruppe im Verlauf sichtbar bleibt, entsteht eine Art „soziale Messkurve“ – man sieht, ob Tempo, Atemrhythmus und mentale Stabilität bei unterschiedlicher Fitnessklasse zusammenpassen. In der Praxis wurde der Kurs so gestaltet, dass viele Teilnehmende um die Mittagszeit die Ziellinie erreichten, sich danach erneut wiegen ließen und anschließend ein BBQ-Programm als lockeren Abschluss nutzten. Diese Kombination aus formalen Prüfungen (Wiegechecks, Gewichtszertifizierung, Uniformberechtigung) und nachgelagerter Gruppenbindung schafft aus Sicht der Truppe einen geschlossenen Kreislauf: Messpunkt, Belastung, Anerkennung – und danach Teamfestigung. Genau dieser „durchgängige Ablauf“ ist für Organisationen mit hohen taktischen Anforderungen ein wiederverwendbares Muster, selbst wenn es auf den ersten Blick wie eine reine Ausdauerveranstaltung wirkt.

Für die Technik- und Organisationsperspektive in ähnlichen Formaten lohnt sich der Blick auf einen Punkt, der in der Beschreibung explizit vorkommt: die automated logistics-Funktion am Standort. Auch wenn der Text keine konkrete Soft- oder Hardware nennt, macht die Rollenbezeichnung klar, dass moderne Stützpunkte nicht nur trainieren, sondern Logistikprozesse so strukturieren, dass Personalflüsse, Ausrüstung und Standortabläufe zuverlässig funktionieren. Ein Marschlauf mit definiertem Gewicht, frühen Checkpoints und standardisierten Anerkennungsregeln ist in diesem Sinne ein kleiner, aber sehr präziser Belastungstest für „operatives Systemdenken“: von der Kontrolle bis zur Qualifikation. In Unternehmen mit sicherheitskritischen Betriebsabläufen wäre das vergleichbar mit einem geordneten Runbook, das Abweichungen sichtbar macht. Bei der New York National Guard wurde der Marsch zudem entlang lokaler Trainingsrealität gestaltet; wer mehrere Landmark-Abschnitte kennt, kann die eigene Belastung besser prognostizieren. Wenn solche Trainings regelmäßig stattfinden, entsteht nicht nur Fitness, sondern auch ein stabiler Planungs- und Entscheidungsmodus unter Stress. Genau darin liegt der praktische Mehrwert für die Einsatzfähigkeit – unabhängig davon, ob jemand als erstes, als zweites oder als dritter ins Ziel kommt.


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