FRANKFURT / LONDON (IT BOLTWISE) – Volkswagen kappte seine Prognose: Die operative Umsatzrendite 2026 soll nur noch bei einem Prozent liegen, statt zuvor bei vier bis 5,5 Prozent. Der Konzern führt vor allem eine Milliardenabschreibung auf die Porsche-Beteiligung an. Gleichzeitig belasten die anhaltende Marktschwäche in China, der Umbau und der Trend zu margenschwachen E-Autos die Ertragslage. Auch ein Sparprogramm mit geplanten Standort- und Personalmaßnahmen steht nicht nur im Raum, sondern wirkt bereits in die Kostenrechnung hinein.

Volkswagen hat nach einer Reihe belastender Faktoren die Erwartungen für 2026 spürbar nach unten korrigiert. Laut Unternehmensangaben soll die operative Umsatzrendite im kommenden Jahr nur noch einen Prozent erreichen – nach bisher kommunizierten Zielen von vier bis 5,5 Prozent. Damit rückt ein Kernproblem in den Fokus: Es geht nicht nur um kurzfristige Schwankungen, sondern um strukturelle Kosten- und Margendruck-Effekte, die sich in den Ergebnissen abzeichnen. An der Börse in Frankfurt reagierten die Aktien mit einem spürbaren Rückgang um 5,6 Prozent.
Der Hauptauslöser für die Prognosesenkung liegt in einer Wertanpassung rund um die Porsche-Beteiligung. Finanzchef Arno Antlitz verwies darauf, dass sich Porsche in seiner Mittel- und Langfristplanung verändert habe und Volkswagen über die neuen Eckdaten informierte. Die Abschreibung fällt dabei mit rund sechs Milliarden Euro ins Gewicht – und zeigt, wie stark Konzernkennzahlen an die Entwicklung eines strategisch wichtigen Beteiligungswerts gekoppelt sind. Gleichzeitig betont der Konzern, dass bereinigt um Sondereffekte die operative Rendite bei rund vier Prozent läge – allerdings sei das für einen kraftvollen Zukunftsinvestitionskurs noch nicht ausreichend.
Technisch und marktseitig verdichtet sich das Bild weiter: Porsche steckt in einer Krise, in der vor allem das China-Geschäft eine zentrale Rolle spielt. Bis zum Rekordhoch vor drei Jahren mit rund 320.000 verkauften Autos hatte der Sportwagenhersteller einen deutlichen Boom erlebt; danach beschleunigte sich der Absatzrückgang, und mit ihm gerieten Margen unter Druck. Dazu kommen erhöhte US-Zölle sowie die Frage, ob sich die hohen Investitionen in Elektroautos bislang ausreichend auszahlen. Die Reaktion fällt nicht nur finanziell aus: Porsche-Chef Michael Leiters will durch den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen gegensteuern, um die Kostenbasis an ein verändertes Nachfrageumfeld anzupassen.
Auch die Volumenmarken Volkswagen und Audi werden in der Prognose von der Schwäche im chinesischen Markt mitgetragen. Der Gesamtmarkt in China befindet sich nach Angaben des Unternehmens in einer tiefen Krise; der Absatz auf dem Gesamtmarkt sei um ein Fünftel eingebrochen. Gleichzeitig zeichne sich keine unmittelbare Entspannung ab: Antlitz verwies auf eine fehlende Konsolidierung. Daneben erhöht sich der Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich durch chinesische Hersteller, die verstärkt zu günstigeren Exportkonditionen nach Europa liefern. Besonders relevant ist dabei, dass derzeit vor allem Hybridautos aus der Volksrepublik importiert werden, nachdem Elektrofahrzeuge zuvor zusätzlich mit Zusatzzöllen belegt wurden; EU-Zölle auf Hybridfahrzeuge seien zwar Gesprächsthema, aber noch nicht beschlossen.
Der Konzern befindet sich damit in einem Spannungsfeld aus Nachfrage und Marge. Zwar steigt die Nachfrage nach Elektroautos in Europa spürbar an, gestützt durch staatliche Kaufanreize und hohe Spritpreise infolge des Iran-Kriegs. Gleichzeitig monetarisiert Volkswagen diese Entwicklung derzeit noch nicht im gleichen Maß wie Verbrenner – ein Punkt, der erklärt, warum der Wandel in Richtung E-Mobilität nicht automatisch zu besseren Ergebniszahlen führt. Für CFO Antlitz bedeutet das: Ein wachsendes Absatzvolumen kann wirtschaftlich dann zur Belastung werden, wenn Preisgestaltung, Kostenstruktur und Produktmix die Marge nicht entsprechend stabilisieren. Genau hier setzt auch die unternehmensweite Strategie an, Komplexität zu reduzieren und schneller umzusetzen.
Parallel wirken das Sparprogramm und der geplante Konzernumbau in die Profitabilitätsrechnung hinein, wobei wichtige Bestandteile noch nicht vollständig in die aktuelle Prognose eingerechnet sind. Antlitz verwies auf eine Ausweitung von Vorruhestandsregelungen, nachdem Volkswagen mit den Beschäftigten im Dezember 2024 den Abbau von 35.000 Stellen in Deutschland vereinbart hatte – unter anderem über Altersteilzeit. Ebenso zählt der geplante Verkauf des Werks in Osnabrück zu den Belastungen: Die Anlage mit noch rund 1.800 Mitarbeitenden soll an einen Finanzinvestor und das Land Niedersachsen übergeben werden, dort soll ein Rüstungs-Campus entstehen. Als erstes Projekt in der Fabrik sollen Luftverteidigungssysteme des israelischen Herstellers Rafael produziert werden – ein Detail, das zeigt, wie stark das Unternehmen seine Industrie-Assets neu ausrichten will.
Auch über das operative Geschäft hinaus wird die strategische Richtung sichtbar: Der Aufsichtsrat hat sich hinter das Renditeziel bis 2030 gestellt, das VW-Chef Oliver Blume mit neun Prozent verknüpft. Dazu sind laut Angaben des Managements unter anderem der Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen weltweit sowie die Prüfung der Fertigung in mehreren deutschen Werken vorgesehen. Antlitz machte klar, dass ein wichtiger Hebel darin liegt, die Komplexität bei Produkten und im Unternehmen zu senken – und dass die Maßnahmen jetzt „schnell und konsequent“ umgesetzt werden müssten. Für den Markt heißt das: Anleger bewerten künftig weniger einzelne Quartalseffekte, sondern die Geschwindigkeit und Umsetzbarkeit der Umstrukturierung, während gleichzeitig der chinesische Nachfragepfad und die Auswirkungen potenzieller Zölle die Ergebnisentwicklung fortlaufend mitbestimmen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "VW senkt Prognose deutlich wegen Porsche-Abschreibung und China-Krise" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "VW senkt Prognose deutlich wegen Porsche-Abschreibung und China-Krise" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »VW senkt Prognose deutlich wegen Porsche-Abschreibung und China-Krise« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!