LONDON (IT BOLTWISE) – Auf der Verteidigungsmesse EUDEX in Essen zeigt die Sicherheits- und Rüstungsbranche, wie sie sich auf kleine Angriffsdrohnen und wachsende Drohnendichte einstellen will. Neue Ansätze reichen von KI-gestützter Erkennung und Verfolgung bis zu Abfangflugkörpern für das tiefe Anfliegen. Besonders hervorgehoben wird ein Konzept, das Bedrohungen vollständig passiv überwacht und dabei Satellitennavigation gezielt auswertet. Dazu tritt ein weiteres System, das gegnerische Drohnen nicht zerstört, sondern mechanisch einfängt, um forensische Spuren zu erhalten.

Wenn Flughäfen, Kraftwerke oder Veranstaltungen vor unerwünschten Drohnen geschützt werden sollen, reicht es in vielen Szenarien nicht mehr aus, nur auf klassische Flugabwehr zu setzen. Genau dieser Zielkonflikt steht im Zentrum der neuen Euro Defence Expo, kurz EUDEX, die in Essen erstmals parallel zur Security Essen stattfindet. Dadurch treffen militärische Verteidigung, zivile Gefahrenabwehr und der Schutz kritischer Infrastruktur stärker als bisher aufeinander, und die Messe wirkt wie ein gemeinsamer Schnittpunkt für Sensorik, Cyber-Themen und Drohnentechnik.
Ein Schwerpunkt adressiert dabei das „Drohne gegen Drohne“-Problem. Das Startup Hybrid Aerospace stellt dafür die Drohne „Greif“ vor, die andere Fluggeräte nicht abschießt oder sprengt, sondern über eine mechanische Kralle einfängt. Laut Unternehmensangaben liegt der Vorteil auf der Hand: Beim Einfangen entstünden keine Trümmer, wodurch unbeteiligte Personen und fremdes Eigentum besser geschützt werden könnten. Ralf Schmidt, Geschäftsführer von Hybrid Aerospace, begründet das Konzept zudem mit dem nachgelagerten Nutzwert für Ermittlungen: Die eingefangene Drohne bleibe weitgehend unbeschädigt und könne anschließend forensisch untersucht sowie zur Auswertung für die Ermittlung Verantwortlicher genutzt werden.
Technisch wird der Ansatz zusätzlich über Einsatzbereitschaft und Systemsicherheit untermauert. Nach Firmenangaben wiegt die Jägerdrohne lediglich 2,7 Kilogramm und soll innerhalb weniger Minuten einsatzbereit sein, während ein integriertes Fallschirmsystem zusätzliche Sicherheit bieten soll. Solche Details sind in der Praxis entscheidend, weil Betreiber oft nicht nur eine „funktionierende“ Abwehr brauchen, sondern eine Lösung, die sich in kurze Reaktionsfenster integrieren lässt – etwa bei plötzlich auftauchenden Drohnen in sensiblen Zonen. Gleichzeitig verschiebt sich mit dem mechanischen Einfangen die Rolle des Zielobjekts: Es wird nicht nur neutralisiert, sondern als potenzielles Beweismittel behandelt.
Nicht weniger zentral ist auf der EUDEX die Kombination aus Erkennung, Verfolgung und Abfangmechanik. Ein Beispiel ist das Drohnenabwehrsystem „perdix“, das auf der Messe erstmals vorgestellt werden soll. Entwickelt wird es von irisnet gemeinsam mit der Bonner technisch-mathematischen studiengesellschaft, kurz tms. Eine Basisstation soll mithilfe KI-gestützter Sensoren Drohnen erkennen und verfolgen, bevor gegen niedrig fliegende Angriffsdrohnen ein Abfangflugkörper eingesetzt wird. Dieser trägt selbst Sensorik und soll anfliegende Drohnen gezielt zerstören – damit rückt nicht nur das Abfangen, sondern die Qualität der Zielerfassung in den Mittelpunkt.
Eine weitere Linie zielt ebenfalls auf wirtschaftliche Abwehr, besonders gegen kleine, günstige Drohnen, die in zunehmendem Maße eingesetzt werden. Das Luftraumüberwachungskonzept von hensec setzt dabei noch früher an: Bevor eine Bedrohung abgewehrt werden kann, muss sie erkannt werden. Das System soll Drohnen, Flugzeuge und Hubschrauber erfassen, Vögel unterscheiden und außerdem gezielte Störungen von Satellitennavigationssystemen erkennen können. Für die Einordnung ist wichtig, dass hensec laut Angaben dafür mehrere Technologiebausteine kombiniert – von Funkdetektion über passives Radar bis hin zu Radiotelemetrie sowie zur Überwachung von Signalen zur Satellitennavigation. Entscheidend ist zudem die „passive“ Betriebsweise: Das System sendet nach Herstellerangaben selbst keine Radar- oder Funksignale aus und arbeitet damit vollständig passiv, um die eigene Präsenz zu minimieren.
Wenn aus dem Lagebild dann eine Abwehraktion wird, kommt bei tms beziehungsweise dem System PX75 ein weiterer Wirkansatz ins Spiel. Entwickler reagieren damit auf kleine, günstige Angriffsdrohnen, die immer häufiger „tief“ anfliegen. tms-Geschäftsführer Ingo Beckmann argumentiert genau mit dem Kostenproblem: Das Bekämpfen solcher Ziele mit sehr teuren klassischen Flugabwehrraketen sei wirtschaftlich problematisch. Seine „wirtschaftliche Antwort“ lautet daher „Lenkrakete“ PX75, die als Teil einer mehrschichtigen Verteidigung auf der untersten Ebene tief fliegende Drohnen präzise abfangen soll – und dabei, wie beschrieben, vergleichsweise geringe negative Auswirkungen am Boden anstrebt.
Dass solche Lösungen zunehmend aus dem Startup-Umfeld kommen, unterstreicht auch die Messeorganisation: Auf EUDEX und der parallel stattfindenden Security Essen sollen 13 junge Unternehmen aus Deutschland auf einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Gemeinschaftsstand ihre Entwicklungen vorstellen. Das Spektrum reicht von schutzhemmender Kleidung und KI-gestützter Bildanalyse bis hin zu autonomen Sicherheitsrobotern. Besonders greifbar werden die Möglichkeiten der KI etwa in Kamerasystemen, die nicht nur Nummernschilder lesen, sondern per KI Marke, Modell, Fahrzeugtyp und Farbe erkennen sollen. So lassen sich bei Zufahrtskontrollen zusätzliche Plausibilitätschecks durchführen, ob ein Kennzeichen tatsächlich zu dem jeweiligen Fahrzeug gehört – ein Beispiel dafür, wie sich „Drohnenabwehr“ auf EUDEX nicht als einzelne Waffentechnik, sondern als Kombination aus Sensorik, Datenfusion und schnellen Entscheidungswegen darstellt.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "EUDEX in Essen: KI-gestützte Drohnenabwehr und passive Luftraumüberwachung" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "EUDEX in Essen: KI-gestützte Drohnenabwehr und passive Luftraumüberwachung" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »EUDEX in Essen: KI-gestützte Drohnenabwehr und passive Luftraumüberwachung« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!