LONDON (IT BOLTWISE) – Michael Saylor sagt, er wünsche dem Bitcoin-Konkurrenten Strive Erfolg und begründet das mit der Logik einer knappen digitalen Währung. MicroStrategy und Strive verfolgen offenbar dasselbe Muster: Kapital einsammeln, Bitcoin kaufen und Anlegern regelmäßige Ausschüttungen über börsengehandelte Instrumente versprechen. MicroStrategy hält mit 847.666 BTC deutlich mehr als Strive, das auf 27.462 BTC kommt. Gleichzeitig zeigt der Beitrag auch die Hürde: Ohne Zinsen auf Bitcoin müssen die Zahlungsströme aus Cashflow oder neuen Finanzierungsrunden kommen.

Michael Saylor nutzt den öffentlichen Raum, um eine ungewöhnliche Botschaft zu setzen: Er will, dass sein Bitcoin-Konkurrent Strive gewinnt. Der Executive Chairman von MicroStrategy argumentiert dabei nicht nur strategisch, sondern auch wirtschaftlich mit dem grundlegenden Angebotsmechanismus von Bitcoin. Wenn Strive als weiterer „well-managed issuer of Bitcoin-powered Digital Credit“ Geld aufbringt und in BTC umsetzt, entsteht zusätzliche Nachfrage nach einem Asset mit festem Gesamtangebot. Für Saylor ergibt sich daraus ein Hebel, der potenziell beide Unternehmen gleichzeitig stärkt – auch wenn sie an den Kapitalmärkten natürlich um Kapital und Aufmerksamkeit konkurrieren.
Technisch betrachtet sind MicroStrategy und Strive innerhalb dieser Logik weniger „Einzelwetten“ als wiederholbare Finanzierungs- und Treasury-Prozesse. In beiden Fällen folgt das Modell dem gleichen Takt: Investoren stellen Mittel bereit, das Management verwendet sie für den Kauf von Bitcoin, und parallel werden Instrumente emittiert, die Anlegern laufende Einkommensströme versprechen. MicroStrategy nennt sein entsprechendes Vehikel STRC, Strive verwendet SATA. Der Kern ist dabei die Trennung zwischen dem Bitcoin-Bestand, der als Wertanker dient, und dem Kapitalmarktprodukt, das für regelmäßige Zahlungen verantwortlich ist. Genau diese Kopplung macht Sailors Aussagen so relevant: Je mehr Marktteilnehmer nach dem gleichen Muster handeln, desto eher könnte das Vertrauen in die Branche stabil bleiben.
Dass Saylor diesen Gedanken gerade an Strive adressiert, wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, weil MicroStrategy laut den genannten Daten den größten Börsen-Bitcoin-Bestand unter den gelisteten Vehikeln hält. MicroStrategy nennt 847.666 BTC; Strive folgt auf Platz fünf der öffentlichen Bitcoin-Halter mit 27.462 BTC. Damit ist Strive nicht der gleiche Größenmaßstab, aber ein echter Wettbewerber innerhalb der Kategorie „crypto treasury stocks“. Gerade diese Asymmetrie erklärt, warum die Unterstützung als auffällig beschrieben wird: Der größere Halter gibt einem kleineren Rivalen ausdrücklich Rückendeckung. Gleichzeitig deuten die berichteten Zahlen darauf hin, dass Strive nicht nur politisch ein Mitspieler ist, sondern operativ im gleichen Tempo nachlegt.
Konkreter wird es beim Blick auf die Transaktionsrhythmen. Im März soll Strive 50 Millionen US-Dollar in Form von MicroStrategy-STRC-Aktien gekauft haben. In der gleichen Richtung gratuliert Saylor Strive zu den eigenen Bitcoin-Käufen, darunter 1.355 BTC am 21. September. Auch bei den jüngsten Käufen wird das Gleichziehen sichtbar: MicroStrategy hat der Darstellung zufolge in dieser Woche weitere 1.666 BTC hinzugekauft. Solche Cross-Beziehungen sind für Anleger wichtig, weil sie die Frage nach Liquidität, Alignment und Risikoteilung berühren: Wenn beide Unternehmen gleichzeitig in das gleiche zugrunde liegende Asset investieren und sich gegenseitig über Instrumente „im Portfolio“ finden, entsteht ein Netz aus Erwartungen – nicht nur über Preisbewegungen, sondern über die Stabilität der Zahlungsversprechen.
Die Stelle, an der Saylor-Kritiker ansetzen dürften, kommt allerdings direkt mit: Bitcoin zahlt keine Zinsen. Im Beitrag gesteht Saylor sinngemäß ein, dass das Versprechen regelmäßiger Einkommensströme damit nicht aus dem reinen Halten von BTC entstehen kann, sondern aus Unternehmens-Cashflow oder aus frischem Kapital. Für Strive liefert der Text dazu eine konkrete Zahl: Für die letzte Kauf-Runde soll das Unternehmen 85 % des benötigten Kapitals über SATA-Aktien eingesammelt haben. Dabei nennt der Bericht eine durchschnittliche Emissions- bzw. Kaufpreisspanne von 85.396 US-Dollar pro Coin, während Bitcoin am genannten Mittwoch nahe 83.699 US-Dollar gehandelt wurde. Die Differenz ist ein wichtiger Stresstest für die Investment-These: Lohnt sich die Finanzierung nur dann, wenn der Emissionspreis „günstig“ genug bleibt – oder kann der Prozess auch bei ungünstigerem Timing funktionieren?
Auch die Anlegerseite bleibt dem Modell gegenüber offenbar selektiv. Berichten zufolge hat DWF Ventures untersucht, dass nur vier der Top-20-Crypto-Treasury-Titel über dem Wert der Coins handeln, die sie in ihren Bilanzen halten. Das bedeutet praktisch: Der Markt preist für viele Vehikel nicht nur Bitcoin, sondern zusätzlich Unsicherheit ein – etwa hinsichtlich Kosten, zukünftiger Kapitalbeschaffung oder der Fähigkeit, laufende Auszahlungen zu finanzieren. In diesem Umfeld klingt Sailors Warnung nach einem branchenweiten Vertrauensproblem besonders plausibel: Wenn ein schwaches Unternehmen die Zahlungsversprechen nicht erfüllen kann oder in Schwierigkeiten gerät, kann das die Wahrnehmung der gesamten Kategorie überstrahlen. Damit wird aus seiner „Wettbewerb ist gut“-Message auch ein Hinweis auf Systemrisiken, die nicht nur das einzelne Unternehmen betreffen.
Für die weitere Marktbeobachtung ergibt sich daraus eine klare Schlussfolgerung: Das Modell „Bitcoin-Treasury plus laufende Erträge“ bleibt nur dann robust, wenn Finanzierungskonditionen, Emissionsdisziplin und Liquiditätsplanung zusammenpassen. Saylor und Strive betonen die Stärke „zusammen“, doch die harten Hebel sitzen im Timing von Emissionen, in der Kapitalmarktakzeptanz und in der Frage, ob ein Unternehmen bei fallenden Kursen weiterhin Kapital zu vertretbaren Konditionen mobilisieren kann. Spätestens für Entscheider in Unternehmen, die solche Vehikel als Benchmark oder als Risiko-Referenz betrachten, dürfte damit ein Punkt in den Vordergrund rücken: Nicht nur der Bitcoin-Bestand zählt, sondern die gesamte Mechanik, wie Cashflows und Refinanzierungszyklen das Versprechen an Investoren tragen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Saylor will Strive stärken: Was das für MicroStrategy bedeutet" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Saylor will Strive stärken: Was das für MicroStrategy bedeutet" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Saylor will Strive stärken: Was das für MicroStrategy bedeutet« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!